Gefüllte Kartoffelklöße mit würzigem Rinderhack und feinem Sellerie verbinden deftige Hausmannskost mit ordentlich Protein – und stehen in gut 45 Minuten auf dem Tisch. Die Klöße bekommen ihre cremig-luftige Konsistenz aus einem Püree von Kartoffeln und Sellerie, der herzhafte Kern aus magerem Rinderhack macht sie zu einer vollwertigen Mahlzeit statt nur zur Beilage. Wer deutsche Klöße liebt, aber auf Makros achtet, bekommt hier beides.
Ein Hinweis vorab zur Einordnung: Die echten Thüringer Klöße bestehen klassisch aus rohen, geriebenen und gekochten Kartoffeln und werden mit gerösteten Brotwürfeln gefüllt. Diese Variante ist daran angelehnt, arbeitet aber mit einem schnelleren Kartoffel-Sellerie-Püree und einer herzhaften Hackfüllung – das spart Zeit, bringt mehr Eiweiß auf den Teller und gelingt auch Einsteigern zuverlässig.
Zutaten für 4 Portionen
- 500 g mageres Rinderhackfleisch (ca. 5 % Fett)
- 600 g mehligkochende Kartoffeln (ca. 4 mittelgroße)
- 1 mittelgroße Sellerieknolle (ca. 400 g)
- 1 Zwiebel
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL Mehl (Typ 550) – oder Kartoffelstärke für die glutenfreie Variante
- 2 EL Butter oder Olivenöl
- Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, etwas Muskatnuss
- optional: 1 Bund Petersilie zum Servieren
Zubereitung
- Kartoffeln und Sellerie schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. Das Hackfleisch mit der Hälfte der Zwiebelwürfel, Salz, Pfeffer und etwas Muskat gründlich vermengen.
- Kartoffeln und Sellerie in leicht gesalzenem Wasser etwa 12–15 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdämpfen lassen – das ist entscheidend, damit der Teig nicht zu feucht und damit instabil wird. Butter zugeben und alles zu einem feinen Püree stampfen.
- Das Püree etwas abkühlen lassen, dann Ei und Mehl unterrühren, bis ein geschmeidiger, formbarer Teig entsteht. Er sollte sich an leicht feuchten Händen formen lassen, ohne stark zu kleben. Ist der Teig zu weich, einen weiteren Esslöffel Mehl einarbeiten.
- Mit feuchten Händen eine Portion Teig flach drücken, 1–2 TL der Hackmasse in die Mitte setzen und den Teig fest darüber zusammenklappen. Den Kloß zwischen den Handflächen rund nachformen, sodass die Füllung vollständig umschlossen und der Rand dicht verschlossen ist – nur so bleibt er beim Garen heil.
- Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen und die Hitze sofort reduzieren: Das Wasser darf nur leise ziehen, nicht sprudelnd kochen. Die Klöße vorsichtig einlegen und etwa 15–20 Minuten gar ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen.
- Mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und mit frischer Petersilie bestreut servieren. Dazu passt eine leichte Pilz- oder Bratensauce oder ein Klecks Naturjoghurt.

Zutaten
- 500 g mageres Rinderhackfleisch (ca. 5 % Fett)
- 600 g mehligkochende Kartoffeln (ca. 4 mittelgroße)
- 1 mittelgroße Sellerieknolle (ca. 400 g)
- 1 Zwiebel
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL Mehl (Typ 550) oder Kartoffelstärke
- 2 EL Butter oder Olivenöl
- Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss
- 1 Bund Petersilie zum Servieren (optional)
Zubereitung
Kartoffeln und Sellerie schälen und grob würfeln, Zwiebel fein hacken. Hackfleisch mit halber Zwiebel, Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Kartoffeln und Sellerie 12–15 Minuten weich kochen, abgießen, gut ausdämpfen lassen, mit Butter zu feinem Püree stampfen.
Püree etwas abkühlen lassen, Ei und Mehl unterrühren, bis ein geschmeidiger, formbarer Teig entsteht.
Teigportionen flach drücken, 1–2 TL Hackmasse einfüllen, fest verschließen und zu Klößen rund formen.
In leise siedendem (nicht sprudelndem) Salzwasser 15–20 Minuten gar ziehen lassen, bis die Klöße aufsteigen.
Mit der Schaumkelle herausheben, abtropfen lassen und mit Petersilie servieren.
Tipps, damit die Klöße nicht zerfallen
Der häufigste Fehler ist zu heißes Wasser: Sobald es sprudelnd kocht, reißen die Klöße auf. Reduziere die Hitze, bevor du sie einlegst, sodass das Wasser nur noch leicht simmert. Genauso wichtig ist ein gut ausgedämpftes Püree – Restwasser macht den Teig instabil. Verschließe den Rand jedes Kloßes sorgfältig und forme ihn fest nach. Lege die fertig geformten Klöße bis zum Garen auf ein leicht bemehltes Brett, dann kleben sie nicht fest. Wer auf Nummer sicher gehen will, gart zuerst einen Probekloß: Zerfällt er, einfach noch etwas Mehl unter den Teig kneten.
Variationen für jedes Ziel
- Low-Carb: Die Hälfte der Kartoffeln durch gegarten Blumenkohl ersetzen und das Mehl reduzieren. Das senkt die Kohlenhydrate spürbar, der Teig wird allerdings etwas weicher – hier hilft ein Esslöffel mehr Bindung.
- Protein-Boost: 100 g Magerquark unter die Hackmasse mischen oder ein zusätzliches Eiweiß in den Teig geben. So steigt der Proteinanteil, ohne den Geschmack zu verändern.
- Vegetarisch: Statt Rinderhack eine Füllung aus fein gewürfeltem, angebratenem Räuchertofu oder gegarten roten Linsen verwenden, kräftig würzen.
- Glutenfrei: Das Weizenmehl durch Kartoffelstärke oder Reismehl ersetzen und darauf achten, dass auch die Gewürze frei von versteckten Glutenquellen sind.
Makro-Richtwerte pro Portion
Die folgenden Werte sind grobe Näherungswerte für die Grundvariante und schwanken je nach Kartoffel- und Selleriegröße:
| Nährwert | Menge (ca.) |
|---|---|
| Kalorien | ≈ 480 kcal |
| Protein | ≈ 32 g |
| Kohlenhydrate | ≈ 42 g |
| Fett | ≈ 20 g |
| Ballaststoffe | ≈ 7 g |
Der hohe Proteinanteil aus dem Rinderhack unterstützt die Regeneration nach dem Training, während Kartoffeln und Sellerie für sättigende, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe sorgen. Wer mageres Hack (5 % Fett) wählt und die Butter durch Olivenöl ersetzt, drückt den Fettanteil weiter.
Meal-Prep und Aufbewahrung
- Gekochte Klöße vollständig abkühlen lassen und luftdicht verschlossen bis zu 3 Tage im Kühlschrank lagern.
- Zum Einfrieren die Klöße einzeln und nicht aneinanderklebend in Gefrierbeutel packen – so halten sie bis zu 2 Monate.
- Aufwärmen gelingt am schonendsten in leicht siedendem Wasser (ca. 8 Minuten) oder abgedeckt mit einem Schuss Wasser in der Mikrowelle (2–3 Minuten).
- 4 Klöße pro Portion ergeben ein ausgewogenes Verhältnis aus Kohlenhydraten und Protein – ideal als Mahlzeit nach dem Workout.
Was echte Thüringer Klöße ausmacht
Die traditionellen Thüringer Klöße – regional auch „Hütes“ oder „Grüne Klöße“ genannt – bestehen aus rund zwei Dritteln rohen, fein geriebenen und gut ausgepressten Kartoffeln sowie einem Drittel gekochten Kartoffeln. Die Bindung entsteht ganz ohne Mehl, indem die heiße Kartoffelmasse über die rohe gegeben wird. Klassisch füllt man sie mit in Butter gerösteten Brotwürfeln. Diese herzhafte Püree-Variante mit Sellerie und Rinderhack ist eine moderne Abwandlung, die schneller gelingt und mehr Eiweiß liefert – wer das Original sucht, sollte den Aufwand mit rohen Kartoffeln aber einmal wagen.
Häufige Fragen
Wie bereite ich die Klöße glutenfrei zu?
Ersetze das Weizenmehl durch Kartoffelstärke oder Reismehl und achte darauf, dass Gewürze und Hackfleisch keine versteckten Glutenquellen wie Paniermehl enthalten. Die Konsistenz bleibt fluffig.
Kann ich das Rinderhack durch eine andere Fleischsorte ersetzen?
Ja. Mageres Schweine-, Puten- oder gemischtes Hack funktioniert ebenso. Putenhack mit höchstens 2 % Fett liefert die magerste Variante, verändert den Geschmack aber nur leicht.
Wie lange halten sich die Klöße im Kühlschrank?
Luftdicht verschlossen bleiben gekochte Klöße bis zu drei Tage frisch. Vor dem Servieren vollständig erwärmen, damit die Textur wieder locker wird.
Warum zerfallen meine Klöße beim Kochen?
Meist ist das Wasser zu heiß. Es darf nur leise sieden, nicht sprudeln. Außerdem das Püree gut ausdämpfen, den Rand fest verschließen und bei zu weichem Teig etwas Mehl nacharbeiten.
Sind die Klöße für eine Low-Carb- oder Keto-Ernährung geeignet?
In der Grundform sind sie zu kohlenhydratreich für strenges Keto. Ersetzt du die Hälfte der Kartoffeln durch Blumenkohl und reduzierst das Mehl, sinken die Kohlenhydrate deutlich.


