Deutscher Sauerbraten: Rezept mit Beize und süß-saurer Sauce

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Aufgeschnittener deutscher Sauerbraten mit dunkler Sauce, Klößen und Rotkohl auf einem Teller

Der häufigste Grund, warum ein deutscher Sauerbraten zäh statt butterzart wird: Das Fleisch lag zu kurz in der Beize. Echter Sauerbraten braucht mindestens zwei, besser vier Tage in einer Marinade aus Essig, Rotwein und Gewürzen – erst die Säure macht die Fasern mürbe. Dieses deutscher Sauerbraten Rezept setzt genau dort an: viel Wurzelgemüse in der Sauce, ein mageres Stück Rind und eine süß-saure Soße, die du mit Lebkuchen oder Rosinen abrundest. Plane die Beizzeit ein, dann ist der Rest entspannt.

Sauerbraten ist ein Schmorgericht: Ein größeres Stück Rind (Bug, Schulter oder Tafelspitz) zieht tagelang in einer sauren Marinade, wird angebraten und dann zwei bis drei Stunden sanft geschmort. Die lange Garzeit löst das Bindegewebe auf, das Fleisch zerfällt fast von selbst. Pro Portion stecken in dieser gemüsereichen Variante rund 35 g Eiweiß – ein sättigendes Sonntagsessen, das sich auch gut vorbereiten und einfrieren lässt.

Zutaten für 4 Portionen

Für die Beize (2–4 Tage vorher):

  • 250 ml Rotweinessig
  • 250 ml trockener Rotwein (z. B. Spätburgunder)
  • 250 ml Wasser
  • 1 Zwiebel, grob gewürfelt
  • 1 Karotte, in Scheiben
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren, 4 Nelken, 1 TL Pfefferkörner

Für den Braten:

  • 800 g Rinderbraten aus Bug oder Schulter, am Stück
  • 2 EL Butterschmalz oder Rapsöl zum Anbraten
  • 2 Karotten, in dicke Scheiben
  • 2 Stangen Staudensellerie, grob geschnitten
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1–2 Scheiben Lebkuchen oder 2 EL Rosinen zum Binden und Süßen
  • Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Beize ansetzen (2–4 Tage vorher): Essig, Rotwein, Wasser, Zwiebel, Karotte und Gewürze kurz aufkochen und vollständig abkühlen lassen. Das Rindfleisch in eine enge Schüssel oder einen Gefrierbeutel legen, mit der kalten Beize bedecken und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Täglich einmal wenden, damit das Fleisch rundum durchzieht.
  2. Fleisch anbraten (10 Min.): Den Braten aus der Beize nehmen, gründlich trocken tupfen – nasses Fleisch brät nicht, sondern dünstet. Beize durch ein Sieb gießen und auffangen. Butterschmalz im Schmortopf stark erhitzen und das Fleisch rundum kräftig braun anbraten. Die Röstaromen geben der Sauce später die Tiefe.
  3. Gemüse anrösten (5 Min.): Braten herausnehmen. Zwiebel, Karotten und Sellerie im selben Topf anrösten, Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten, bis es leicht dunkelt – das nimmt die Säure und bringt Farbe in die Sauce.
  4. Ablöschen und schmoren (2,5–3 Std.): Mit etwa 400 ml der gesiebten Beize ablöschen, den Braten wieder einlegen. Deckel drauf und bei niedriger Hitze 2,5 bis 3 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch butterzart ist. Alle 30 Minuten wenden und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
  5. Sauce binden: Den fertigen Braten herausheben und warm stellen. Lebkuchen oder Rosinen in die heiße Sauce rühren und ein paar Minuten köcheln, bis sie sämig wird. Wer es feiner mag, püriert die Sauce und streicht sie durch ein Sieb. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Essig abschmecken.
  6. Anrichten: Den Sauerbraten gegen die Faser in Scheiben schneiden, mit der Sauce übergießen und mit Klößen, Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln servieren.
Aufgeschnittener deutscher Sauerbraten mit dunkler Sauce, Klößen und Rotkohl auf einem Teller

Deutscher Rinder-Gemüse-Sauerbraten

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 500 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 800 g Rinderbraten aus Bug oder Schulter, am Stück
  • 250 ml Rotweinessig
  • 250 ml trockener Rotwein
  • 250 ml Wasser
  • 1 Zwiebel und 1 Karotte für die Beize
  • 2 Lorbeerblätter, 4 Wacholderbeeren, 4 Nelken, 1 TL Pfefferkörner
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 große Zwiebel
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1-2 Scheiben Lebkuchen oder 2 EL Rosinen
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Beize aus Essig, Rotwein, Wasser, Zwiebel, Karotte und Gewürzen aufkochen, abkühlen lassen und das Fleisch 2-4 Tage darin im Kühlschrank beizen, täglich wenden.
Fleisch trocken tupfen und im Butterschmalz rundum kräftig anbraten, Beize sieben und auffangen.
Zwiebel, Karotten und Sellerie anrösten, Tomatenmark kurz mitrösten.
Mit 400 ml Beize ablöschen, Braten einlegen und zugedeckt 2,5-3 Stunden sanft schmoren.
Braten herausnehmen, Sauce mit Lebkuchen oder Rosinen binden und abschmecken.
Fleisch gegen die Faser aufschneiden und mit Sauce und Beilage servieren.

Tipps für zartes Fleisch und runde Sauce

  • Zu zäh? Fast immer war die Schmorzeit zu kurz oder die Hitze zu hoch. Sauerbraten muss leise simmern, nicht sprudelnd kochen – sonst wird das Eiweiß hart.
  • Sauce zu sauer? Ein Teelöffel Zucker, etwas Rübenkraut oder mehr Lebkuchen balancieren die Säure aus. Die süß-saure Balance ist das Markenzeichen des Gerichts.
  • Trocken geworden? Schneide erst kurz vor dem Servieren auf und lass die Scheiben in der Sauce ziehen. Aufgeschnittenes Fleisch trocknet an der Luft schnell aus.
  • Mehr Tiefe: Brate das Fleisch wirklich dunkel an und röste das Tomatenmark mit – diese Maillard-Aromen tragen die ganze Sauce.

Varianten für jedes Ziel

  • Rheinisch: Mehr Rosinen und ein Schuss Rübenkraut machen die Sauce deutlich süßer – die bekannteste regionale Variante.
  • Eiweißreich & leicht: Mageren Tafelspitz wählen, mit viel Gemüse strecken und statt Klößen Salzkartoffeln oder einen Salat dazu reichen.
  • Schneller im Schnellkochtopf: Nach dem Anbraten 45–55 Minuten unter Druck garen statt drei Stunden im Topf – das Fleisch wird trotzdem zart.
  • Ohne Alkohol: Den Rotwein in der Beize durch zusätzlichen Essig plus Wasser und einen Schuss Traubensaft ersetzen.

Vorbereiten und aufbewahren

  • Kühlschrank: In Sauce eingelegt hält der Sauerbraten luftdicht 3–4 Tage – und schmeckt am zweiten Tag oft sogar besser.
  • Einfrieren: Fleisch in Sauce bei –18 °C bis zu 3 Monate. Vor dem Einfrieren vollständig abkühlen, portionsweise verpacken, über Nacht im Kühlschrank auftauen.
  • Aufwärmen: Sanft auf dem Herd erhitzen und die Sauce dabei mit etwas Wasser oder Brühe verdünnen – nicht sprudelnd kochen.

Nährwerte sind gerundete Richtwerte und schwanken je nach Fleischstück und Beilage.

Häufige Fragen

Wie lange muss deutscher Sauerbraten in der Beize liegen?

Mindestens 2 Tage, klassisch 3–4 Tage. Je länger das Fleisch in der sauren Marinade zieht, desto zarter und aromatischer wird es. Täglich einmal wenden.

Welches Fleisch eignet sich für Sauerbraten?

Ein durchwachsenes Stück vom Rind: Bug, Schulter oder Tafelspitz. Das Bindegewebe löst sich beim langen Schmoren auf und macht den Braten butterzart.

Womit binde ich die Sauerbraten-Sauce?

Klassisch mit Lebkuchen oder Printen, die in der heißen Sauce zerfallen. Alternativ Rosinen oder etwas Rübenkraut – das gibt zugleich die typische süß-saure Note.

Warum wird mein Sauerbraten zäh?

Meist war die Schmorzeit zu kurz oder die Hitze zu hoch. Das Fleisch muss 2,5–3 Stunden leise simmern, nicht sprudelnd kochen, sonst wird das Eiweiß hart.

Kann ich Sauerbraten ohne Alkohol zubereiten?

Ja. Ersetze den Rotwein in der Beize durch mehr Essig, Wasser und einen Schuss Traubensaft. Das Ergebnis bleibt würzig und säuerlich.

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