Münchner Schweinebraten mit Kartoffeln und Rosenkohl

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Aufgeschnittener Münchner Schweinebraten mit knuspriger Kruste, gerösteten Kartoffeln und Rosenkohl auf einem Teller

Krachende Schwarte, zartes Fleisch und eine dunkle Biersoße – ein Münchner Schweinebraten steht und fällt mit drei Dingen: der richtigen Kerntemperatur, einem ordentlichen Löffel Kümmel und dunklem Bier, mit dem du den Braten während der Garzeit immer wieder übergießt. Statt der klassischen Knödel kommen hier geröstete Kartoffeln und nussiger Rosenkohl dazu, die im selben Bräter mitgaren. So entsteht ein komplettes Sonntagsessen aus einem einzigen Ofengang – wenig Abwasch, voller Geschmack.

Dieses Schweinebraten Rezept mit Rosenkohl ist bewusst alltagstauglich gehalten: Du brauchst kein Spezialequipment außer einem Bräter und idealerweise einem Fleischthermometer. Das Thermometer ist der einzige echte Garant dafür, dass der Braten saftig bleibt – durchwachsene Schweineschulter wird bei 75 bis 80 °C zart und lässt sich sauber in Scheiben schneiden. Rechne grob mit einer Stunde Garzeit pro Kilogramm bei 160 °C, plus etwas Zeit am Ende für die Kruste.

Der Rosenkohl ist mehr als nur Beilage: Halbiert und am Schnittrand leicht geröstet verliert er die typische Bitternote und bekommt ein nussiges Aroma, das hervorragend zur kräftigen Biersoße passt. Zusammen mit den Kartoffeln ergibt das einen runden Teller, der auch ohne Knödel sättigt.

Zutaten für 4 Portionen

  • 1,3 kg Schweineschulter mit Schwarte (Krustenbraten)
  • 1 TL ganzer Kümmel (plus etwas zum Bestreuen)
  • 2 TL Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL Pflanzenöl zum Anbraten
  • 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, angedrückt
  • 1 Karotte, in Stücken
  • 330 ml dunkles Bier (z. B. Dunkles oder Bockbier), plus etwas mehr zum Übergießen
  • 250 ml Brühe oder Wasser
  • 800 g festkochende Kartoffeln, in 3 cm großen Stücken
  • 500 g Rosenkohl, geputzt und halbiert
  • 1 Zweig Rosmarin oder Thymian (optional)

Zubereitung

  1. Schwarte einschneiden (10 Minuten). Tupfe das Fleisch trocken und ritze die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig ein – nur die Schwarte, nicht ins Fleisch schneiden. Das sorgt später für eine gleichmäßig aufpoppende Kruste. Salze, pfeffere und reibe den Braten rundherum mit Kümmel ein.
  2. Anbraten (8 Minuten). Erhitze das Öl in einem Bräter und brate das Fleisch auf der Fleischseite (nicht der Schwarte) kräftig an, bis es Farbe nimmt. Nimm es kurz heraus, brate Zwiebeln, Knoblauch und Karotte im Bratensatz an.
  3. Erste Garphase, Schwarte unten (45 Minuten). Heize den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor. Lege den Braten mit der Schwarte nach unten in den Bräter, gieße das dunkle Bier und die Brühe an, sodass die Schwarte knapp bedeckt ist. So weicht sie auf und lässt sich später besser aufknuspern. Schiebe den Bräter offen in den Ofen.
  4. Wenden und übergießen (ca. 40 Minuten). Drehe den Braten mit der Schwarte nach oben. Übergieße das Fleisch nun etwa alle 20 Minuten mit dem Bratensaft – auf die Schwarte selbst kommt jetzt keine Flüssigkeit mehr, sonst wird sie nicht knusprig. Bei Bedarf etwas Bier nachgießen.
  5. Kartoffeln und Rosenkohl dazu (25 Minuten). Verteile die Kartoffelstücke und den halbierten Rosenkohl rund um den Braten in den Bratensaft, wende sie einmal, damit sie überzogen sind. Sie garen mit, bis sie weich und am Rand goldbraun sind.
  6. Kruste aufknuspern (10–15 Minuten). Schalte den Ofen auf 230 °C bzw. die Grillstufe und behalte die Schwarte im Auge, bis sie gleichmäßig aufgeplatzt und knusprig ist. Prüfe mit dem Fleischthermometer an der dicksten Stelle: 75 bis 80 °C Kerntemperatur bedeuten saftiges, schnittfestes Fleisch.
  7. Ruhen und Soße (10 Minuten). Lass den Braten 10 Minuten ruhen, damit sich der Saft verteilt. Gieße den Bratensaft durch ein Sieb, koche ihn kurz ein und binde ihn nach Geschmack ab. Schneide den Braten quer zur Faser in Scheiben und serviere ihn mit Kartoffeln, Rosenkohl und Soße.
Aufgeschnittener Münchner Schweinebraten mit knuspriger Kruste, gerösteten Kartoffeln und Rosenkohl auf einem Teller

Münchner Schweinebraten mit Kartoffeln und Rosenkohl

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 620 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
( 1 Bewertungen )

Zutaten

  • 1,3 kg Schweineschulter mit Schwarte (Krustenbraten)
  • 1 TL ganzer Kümmel
  • 2 TL Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, angedrückt
  • 1 Karotte, in Stücken
  • 330 ml dunkles Bier, plus etwas zum Übergießen
  • 250 ml Brühe oder Wasser
  • 800 g festkochende Kartoffeln, in 3 cm Stücken
  • 500 g Rosenkohl, geputzt und halbiert
  • 1 Zweig Rosmarin oder Thymian (optional)

Zubereitung

Schwarte rautenförmig einschneiden, Fleisch mit Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben.
Im Bräter im Öl auf der Fleischseite kräftig anbraten, herausnehmen, Zwiebeln, Knoblauch und Karotte anbraten.
Braten mit Schwarte nach unten in Bier und Brühe legen, offen bei 160 °C ca. 45 Minuten garen.
Wenden (Schwarte oben) und ca. 40 Minuten weitergaren, dabei alle 20 Minuten mit Bratensaft übergießen.
Kartoffeln und halbierten Rosenkohl rund um den Braten verteilen und ca. 25 Minuten mitgaren.
Ofen auf 230 °C oder Grillstufe schalten und die Schwarte 10 bis 15 Minuten aufknuspern; Kerntemperatur 75 bis 80 °C.
Braten 10 Minuten ruhen lassen, Soße einkochen, quer zur Faser aufschneiden und servieren.

Tipps für Kruste, Fleisch und Rosenkohl

Die Kruste kracht nur trocken. Halte die Schwarte in der letzten Phase frei von Flüssigkeit und gib genug Oberhitze. Wenn einzelne Stellen blass bleiben, hilft ein gezielter Schuss kaltes Salzwasser nur auf diese Stellen vor dem letzten Aufheizen – das Wasser lässt die Schwarte stärker aufplatzen.

Saftig bleibt der Braten über die Kerntemperatur, nicht über die Uhr. Schweineschulter ist durchwachsen; ihr Bindegewebe wird erst ab etwa 75 °C richtig zart. Miss an der dicksten Stelle, nicht an Fett oder Knochen, und zieh den Braten bei 78–80 °C heraus.

Rosenkohl ohne Bitternote. Verwende feste, frische Röschen, halbiere sie und lege die Schnittfläche nach unten in den Bratensaft – so karamellisiert sie leicht. Ein Spritzer Zitronensaft oder eine Prise Zucker am Ende balanciert die letzten Bitterstoffe aus. Verkochten, grau gewordenen Rosenkohl vermeidest du, indem du ihn erst in der zweiten Garhälfte zugibst.

Kartoffeln knuspriger machen. Wer es röstiger mag, kocht die Kartoffelstücke 5 Minuten vor, schüttelt sie trocken und gibt sie dann erst in den Bräter – die aufgeraute Oberfläche wird im Ofen besonders knusprig.

Nährwerte pro Portion (Schätzwerte)

NährwertMenge (ca.)
Kalorien620 kcal
Protein42 g
Kohlenhydrate40 g
Fett30 g
Ballaststoffe7 g

Die Angaben sind grobe Schätzwerte und hängen von Fleischstück, Fettrand und Portionsgröße ab.

Variationen

  • Mit Süßkartoffeln. Tausche die Hälfte der Kartoffeln gegen Süßkartoffeln – sie bringen eine leichte Süße, die zur Biersoße passt, und einen etwas niedrigeren glykämischen Index.
  • Low-Carb. Lass die Kartoffeln weg und gib stattdessen mehr Rosenkohl plus Pastinaken- oder Selleriestücke dazu. So sinken die Kohlenhydrate deutlich, während Protein und Geschmack bleiben.
  • Ohne Bier. Ersetze das dunkle Bier durch kräftige Brühe mit einem Schuss Malzbier oder Apfelsaft – du bekommst eine ähnliche malzige Tiefe ohne Alkohol.
  • Niedrigtemperatur. Gar den Braten nach dem Anbraten bei 120 °C für 3–4 Stunden auf eine Kerntemperatur von 75 °C und knuspere die Schwarte erst ganz am Ende bei hoher Hitze auf. Das Fleisch wird besonders zart.

Häufige Fragen

Welche Kerntemperatur sollte der Schweinebraten haben?

Bei durchwachsener Schweineschulter sind 75 bis 80 °C ideal: Dann ist das Fleisch saftig und schnittfest. Miss an der dicksten Stelle, nicht an Fett oder Knochen.

Wie lange muss der Schweinebraten in den Ofen?

Rechne grob mit einer Stunde Garzeit pro Kilogramm bei 160 °C, also rund 80 Minuten für 1,3 kg, plus 10 bis 15 Minuten bei hoher Hitze für die Kruste.

Wie wird die Kruste richtig knusprig?

Schwarte rautenförmig einschneiden, in der ersten Phase nach unten in die Flüssigkeit legen, danach trocken halten und am Ende bei 230 °C oder unter dem Grill aufknuspern.

Wie verliert der Rosenkohl seine Bitterkeit?

Frische Röschen halbieren, mit der Schnittfläche nach unten rösten und erst in der zweiten Garhälfte zugeben. Ein Spritzer Zitrone oder eine Prise Zucker am Ende balanciert Bitterstoffe aus.

Kann ich das Rezept ohne Kartoffeln low-carb zubereiten?

Ja. Lass die Kartoffeln weg und gib stattdessen mehr Rosenkohl plus Pastinaken oder Sellerie dazu. So sinken die Kohlenhydrate, während Protein und Geschmack erhalten bleiben.

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