Ob ein Tzatziki cremig oder wässrig gerät, entscheidet sich an einem einzigen Handgriff: dem Entwässern der Gurke. Wer die geraspelte Gurke salzt und ihr Wasser konsequent ausdrückt, bekommt einen dicken, löffelfesten Dip statt einer blassen Suppe. Der Rest ist schnell erklärt – griechischer Joghurt, Knoblauch, gutes Olivenöl und etwas Dill, mehr braucht das Original nicht.
Weißweinessig, Quark oder Zitrone tauchen in vielen deutschen Varianten auf, gehören im klassischen griechischen Rezept aber nicht zwingend dazu. In gut 20 Minuten Arbeit plus kurzer Ruhezeit steht ein Dip, der zu Gyros, gegrilltem Gemüse und Fladenbrot passt.
Zutaten für cremiges Tzatziki
Mengen für etwa 6 Portionen als Beilage oder Dip:
- 1 Salatgurke
- 500 g griechischer Joghurt (mindestens 10 % Fett)
- 3–4 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
- 1 EL frisch gehackter Dill (alternativ Minze oder Petersilie)
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- optional: 1 TL Weißweinessig oder Zitronensaft
Der Fettgehalt des Joghurts ist der Hebel für die Cremigkeit: Griechischer Joghurt mit 10 % Fett ist dicker und intensiver im Geschmack als normaler Naturjoghurt. Hast du nur Naturjoghurt zur Hand, mische ihn mit etwas Schmand oder lasse ihn vorher in einem Sieb mit Tuch abtropfen.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen – so kommt später weniger Wasser in den Dip.
- Gurke grob raspeln, in ein Sieb geben, mit etwas Salz mischen und rund 15 Minuten abtropfen lassen.
- Die Raspel anschließend in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, bis kaum noch Flüssigkeit austritt.
- Griechischen Joghurt in eine Schüssel geben und die ausgedrückten Gurkenraspel unterrühren.
- Knoblauch durch die Presse drücken, mit dem Olivenöl unter die Masse heben.
- Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Essig oder Zitronensaft abschmecken, Dill unterrühren.
- Tzatziki abgedeckt 20–30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen und vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln.

Zutaten
- 1 Salatgurke
- 500 g griechischer Joghurt (mind. 10 % Fett)
- 3–4 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
- 1 EL frisch gehackter Dill
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- optional: 1 TL Weißweinessig oder Zitronensaft
Zubereitung
Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne herauskratzen.
Gurke grob raspeln, salzen und 15 Minuten im Sieb abtropfen lassen.
Raspel im Küchentuch kräftig ausdrücken.
Griechischen Joghurt mit den Gurkenraspeln verrühren.
Knoblauch pressen und mit Olivenöl unterheben.
Mit Salz, Pfeffer und optional Essig oder Zitrone abschmecken, Dill unterrühren.
20–30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen und mit Olivenöl beträufeln.
Tipps für die perfekte Konsistenz
- Wässriges Ergebnis vermeiden: Die häufigste Panne ist eine zu feuchte Gurke. Salzen, abtropfen, ausdrücken – dieser Dreischritt ist nicht verhandelbar. Eine Salatschleuder beschleunigt das Trocknen zusätzlich.
- Knoblauch dosieren: Roher Knoblauch wird über Nacht deutlich schärfer. Wer den Dip vorbereitet, nimmt lieber eine Zehe weniger.
- Ruhezeit einplanen: Erst nach 20–30 Minuten im Kühlschrank verbinden sich die Aromen richtig. Frisch angerührt schmeckt Tzatziki noch etwas flach.
- Aufbewahrung: In einem luftdichten Behälter hält sich Tzatziki 2–3 Tage im Kühlschrank. Setzt sich Flüssigkeit ab, einfach kurz durchrühren.
Variationen
- Mit Minze statt Dill: Frische Minze macht den Dip sommerlich-leicht und passt gut zu Lamm.
- Mit Karotte: Eine fein geraspelte, ausgedrückte Karotte bringt Farbe und leichte Süße – eine beliebte nordgriechische Variante.
- Ohne Knoblauch: Für empfindliche Mägen den Knoblauch weglassen und stattdessen etwas mehr Zitrone und Kräuter nutzen.
- Vegane Version: Ungesüßten Soja- oder Kokosjoghurt mit hohem Fettanteil verwenden und wie gewohnt entwässern und würzen.
Serviert wird Tzatziki klassisch als Vorspeise mit Fladenbrot, als Beilage zu Gyros und Souvlaki oder als frischer Dip zu gegrilltem Gemüse und Ofenkartoffeln.
Häufige Fragen
Welcher Joghurt eignet sich für original Tzatziki?
Griechischer Joghurt mit mindestens 10 % Fett. Er ist dicker und intensiver als Naturjoghurt und macht den Dip besonders cremig.
Warum wird mein Tzatziki wässrig?
Meist, weil die Gurke nicht ausreichend entwässert wurde. Gurke salzen, 15 Minuten abtropfen lassen und im Küchentuch kräftig ausdrücken.
Braucht man Essig oder Zitrone im Tzatziki?
Nein. Das klassische griechische Rezept kommt ohne aus. Ein Teelöffel Essig oder Zitronensaft ist optional und Geschmackssache.
Wie lange ist selbstgemachtes Tzatziki haltbar?
Im luftdichten Behälter etwa 2–3 Tage im Kühlschrank. Setzt sich Flüssigkeit ab, einfach kurz durchrühren.
Muss die Gurke geschält werden?
Für ein feines Original ja, zusätzlich die Kerne entfernen. Das reduziert Wasser und sorgt für eine glatte, cremige Konsistenz.


