Selbstgemachter Apfelrotkohl gelingt mit einem einfachen Dreiklang: säuerliche Äpfel, ein Schuss Säure (Essig oder Rotwein) und genug Zeit im Topf, damit die Streifen weich werden und die Gewürze durchziehen. Wer den Kohl fein hobelt und mindestens eine Stunde köcheln lässt, bekommt das aromatische Ergebnis, das gekauftes Glas-Rotkraut nie ganz trifft – und kann Süße, Säure und Würze genau nach eigenem Geschmack steuern.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 Kopf Rotkohl (ca. 1 kg), fein gehobelt
- 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskop, Braeburn oder Elstar), geschält und klein gewürfelt
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 3 EL Apfelessig
- 2 EL Zucker oder Honig (nach Geschmack)
- 150 ml Rotwein oder Apfelsaft
- 2 Gewürznelken
- 1 Lorbeerblatt
- 2 EL Butter oder Öl
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Optional sorgen eine Prise Zimt, etwas Muskat oder 2–3 Wacholderbeeren für eine winterliche Note. Wer es fruchtiger mag, rührt zum Schluss einen Löffel Johannisbeer- oder Himbeergelee unter.
Zubereitung
- Rotkohl vorbereiten: Äußere Blätter entfernen, den Kopf vierteln und den Strunk herausschneiden. Den Kohl mit Messer oder Hobel in feine Streifen schneiden – je feiner, desto gleichmäßiger gart er.
- Optional marinieren: Die Streifen mit einer Prise Salz bestreuen und kurz durchkneten. Das macht den Kohl weicher und intensiviert den Geschmack.
- Zwiebeln anschwitzen: Butter oder Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten, ohne sie braun werden zu lassen.
- Äpfel zugeben: Die Apfelwürfel 2–3 Minuten mitdünsten, bis sie leicht weich sind. Ein Spritzer Zitronensaft hält sie hell.
- Ablöschen und würzen: Den Rotkohl dazugeben, kurz mitbraten, dann mit Apfelessig und Rotwein (oder Apfelsaft) ablöschen. Zucker, Nelken und Lorbeerblatt einrühren.
- Schmoren: Zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 60 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgießen, damit nichts ansetzt.
- Abschmecken: Lorbeer und Nelken entfernen, dann mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch mehr Zucker oder Essig abschmecken, bis die Balance aus süß und sauer stimmt.

Zutaten
- 1 Kopf Rotkohl (ca. 1 kg), fein gehobelt
- 2 säuerliche Äpfel (Boskop, Braeburn oder Elstar), geschält und gewürfelt
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 3 EL Apfelessig
- 2 EL Zucker oder Honig
- 150 ml Rotwein oder Apfelsaft
- 2 Gewürznelken
- 1 Lorbeerblatt
- 2 EL Butter oder Öl
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
Rotkohl putzen, vierteln, Strunk entfernen und in feine Streifen hobeln.
Streifen optional mit einer Prise Salz durchkneten.
Zwiebelwürfel in Butter oder Öl glasig dünsten.
Apfelwürfel 2–3 Minuten mitdünsten.
Rotkohl zugeben, kurz mitbraten, mit Apfelessig und Rotwein ablöschen, Zucker, Nelken und Lorbeer einrühren.
Zugedeckt etwa 60 Minuten bei niedriger Hitze schmoren, gelegentlich umrühren.
Lorbeer und Nelken entfernen, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken.
Tipps, damit der Apfelrotkohl gelingt
- Säure nicht vergessen: Essig oder Wein sind kein Beiwerk – die Säure hält die rote Farbe kräftig und sorgt für den typischen süß-sauren Geschmack. Ohne sie wirkt der Kohl blass und flau.
- Nicht verkochen: Der Kohl soll weich, aber nicht matschig sein. Lieber zwischendurch probieren und den Topf rechtzeitig vom Herd nehmen.
- Am Vortag kochen: Apfelrotkohl schmeckt aufgewärmt oft noch besser, weil die Aromen über Nacht durchziehen. Einfach abgedeckt im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag langsam erwärmen.
- Bindung anpassen: Ist zu viel Flüssigkeit im Topf, einfach ohne Deckel weiterköcheln. Für eine sämigere Konsistenz hilft eine geriebene rohe Kartoffel, die mitgart.
Variationen
- Vegan: Butter durch Pflanzenöl oder Margarine ersetzen und statt Honig Zucker oder Ahornsirup verwenden – am Ergebnis ändert das wenig.
- Ohne Alkohol: Statt Rotwein Apfelsaft oder Traubensaft plus einen extra Schuss Apfelessig nehmen. So bleibt die süß-saure Tiefe erhalten.
- Festtags-Variante: Mit Wacholderbeeren, einer Zimtstange und einem Löffel Preiselbeeren wird der Rotkohl zum klassischen Begleiter von Gans, Ente oder Braten.
- Fruchtiger: Eine zweite Apfelsorte oder eine Handvoll Backpflaumen geben dem Kohl mehr Süße und eine weichere Textur.
Warum Apfelrotkohl mehr als nur Beilage ist
Rotkohl gehört zu den vitaminreichsten heimischen Wintergemüsen: Rund 57 mg Vitamin C stecken in 100 Gramm. Seine kräftig violette Farbe stammt von Anthocyanen (vor allem Cyanidin) – sekundären Pflanzenstoffen, die als Antioxidantien gelten. Beim Schmoren gehen ein Teil davon verloren, weshalb es sich lohnt, den Kohl nicht endlos zu kochen. Die Äpfel liefern zusätzlich Fruchtsüße und etwas Pektin, das die Konsistenz angenehm rund macht.
Wie kalorienreich das Gericht am Ende ist, hängt vor allem von Zucker und Fett ab – mit moderaten Mengen bleibt eine Portion bei rund 230–250 kcal ein gut sättigender, ballaststoffreicher Begleiter.
Häufige Fragen
Kann ich Apfelrotkohl am Vortag vorbereiten?
Ja, sogar empfehlenswert. Aufgewärmt schmeckt er oft besser, weil die Aromen über Nacht durchziehen. Abgedeckt im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag langsam erwärmen.
Welche Alternativen gibt es zu Rotwein?
Apfelsaft oder Traubensaft mit einem extra Schuss Apfelessig ersetzen den Rotwein gut. So bleibt die süß-saure Tiefe erhalten, ohne Alkohol.
Wie verhindere ich, dass der Rotkohl zu weich wird?
Bei niedriger Hitze schmoren, zwischendurch probieren und den Topf rechtzeitig vom Herd nehmen. Rund 60 Minuten reichen meist für weichen, aber nicht matschigen Kohl.
Welche Äpfel eignen sich für Apfelrotkohl?
Säuerliche Sorten wie Boskop, Braeburn oder Elstar passen am besten, weil sie Fruchtsäure mitbringen. Für mehr Süße kannst du Gala-Äpfel verwenden.
Wie lange muss Apfelrotkohl kochen?
Etwa 60 Minuten zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze. Länger schmoren macht ihn weicher, kürzer erhält mehr Biss und Vitamine.


