Hering mit grünem Spargel und Bratkartoffeln ist das Frühlingsessen, das in gut 35 Minuten auf dem Tisch steht: kräftiger Seefisch, knackiger Spargel aus der Saison und Kartoffeln mit Röstkante. Drei Komponenten, eine Pfanne nach der anderen – kein Spezialzubehör, keine komplizierte Sauce. Wer frischen Hering kauft, bekommt obendrein eine der besten Omega-3-Quellen überhaupt auf den Teller.
Wichtig vorweg, weil hier die meisten Fehler passieren: Grüner Spargel muss nicht geschält und nicht vorgekocht werden, die Kartoffeln werden für die Röstkante besser vorgegart, und der fette Hering verträgt keine ruppige Hitze. Wie das zeitlich zusammenpasst, steht weiter unten Schritt für Schritt.
Zutaten für 4 Portionen
- 4 Heringfilets (frisch, mit Haut)
- 500 g grüner Spargel
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Butter
- 2 EL Mehl (zum Wenden des Herings, optional)
- 1 Zitrone
- Salz, schwarzer Pfeffer
- Petersilie zum Garnieren
An Geräten reichen eine große Pfanne, ein Topf, ein Schneidebrett und ein Messer. Wer mag, nutzt zwei Pfannen parallel – dann sind Spargel und Hering gleichzeitig fertig.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Kartoffeln schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 10 Minuten knapp gar kochen. Abgießen, gut ausdampfen lassen – nur trockene Kartoffeln werden später knusprig.
- Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Beim grünen Spargel die holzigen Enden abbrechen (die Stange knickt von selbst an der richtigen Stelle), die obere Hälfte bleibt ungeschält.
- 2 EL Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die abgetropften Kartoffeln darin bei mittlerer bis hoher Hitze 10–12 Minuten goldbraun braten. Nach der Hälfte Zwiebel und Knoblauch dazugeben. Salzen, warm stellen.
- Spargel in derselben Pfanne (oder einer zweiten) mit etwas Öl 6–8 Minuten braten, bis er Farbe nimmt, aber noch Biss hat. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseitestellen.
- Heringfilets kalt abspülen, gründlich trocken tupfen, salzen und pfeffern. Wer mag, wendet sie dünn in Mehl – das gibt eine knusprigere Haut.
- Butter bei mittlerer Hitze schmelzen (nicht zu heiß, sonst leiden die Omega-3-Fettsäuren). Hering mit der Hautseite zuerst 2–3 Minuten braten, vorsichtig wenden und weitere 1–2 Minuten garen, bis das Fleisch glasig-fest ist.
- Alles zusammen anrichten, mit Zitronenspalten und Petersilie servieren.

Zutaten
- 4 Heringfilets (frisch, mit Haut)
- 500 g grüner Spargel
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Butter
- 2 EL Mehl (optional)
- 1 Zitrone
- Salz, schwarzer Pfeffer
- Petersilie zum Garnieren
Zubereitung
Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser ca. 10 Minuten knapp gar kochen, abgießen und ausdampfen lassen.
Zwiebel und Knoblauch hacken, beim Spargel die holzigen Enden abbrechen.
Kartoffeln in Olivenöl 10–12 Minuten goldbraun braten, Zwiebel und Knoblauch zugeben, salzen, warm stellen.
Spargel mit etwas Öl 6–8 Minuten bissfest braten, würzen, beiseitestellen.
Heringfilets trocken tupfen, würzen, optional in Mehl wenden.
In Butter bei mittlerer Hitze hautseitig 2–3 Minuten, dann 1–2 Minuten fertig braten.
Mit Zitrone und Petersilie anrichten und servieren.
Tipps für knusprige Kartoffeln und saftigen Fisch
- Kartoffeln vorgaren, dann braten: Roh in die Pfanne führt zu außen verbrannt, innen roh. Knapp gekocht und gut ausgedampft entsteht die typische Bratkartoffel-Kruste.
- Hering schonend braten: Frischer Hering liefert rund 2 g Omega-3-Fettsäuren pro 100 g – diese empfindlichen Fette mögen keine hohen Temperaturen. Mittlere Hitze und kurze Garzeit erhalten die Nährstoffe und halten den Fisch saftig.
- Spargel nicht überkochen: Grüner Spargel braucht weder Schälen noch Wasserbad. In der Pfanne bleibt er bissfest und behält seine Farbe.
- Trocken tupfen: Feuchter Fisch spritzt und wird nicht knusprig. Küchenpapier vor dem Würzen ist Pflicht.
Variationen
Das Grundgericht lässt sich leicht abwandeln:
- Anderer Fisch: Mag jemand keinen Hering, passen Lachs- oder Forellenfilets ebenso. Auch Makrele harmoniert mit Spargel und Kartoffel.
- Mehr Würze: Frischer Thymian oder Rosmarin im Spargel, etwas Paprikapulver am Hering oder geröstete Mandelblätter über dem Spargel geben Tiefe.
- Vegetarisch: Den Fisch weglassen und stattdessen mehr Spargel, ein pochiertes Ei oder gebratenen Tofu dazugeben.
- Leichter: Statt Bratkartoffeln Pellkartoffeln und den Spargel nur kurz in Olivenöl schwenken.
Welcher Wein passt dazu?
Der kräftige Hering und der grasige Spargel vertragen einen frischen, trockenen Weißwein mit Säure. Ein trockener Riesling aus Deutschland betont den Spargel und balanciert das Fischaroma. Italienischer Pinot Grigio bleibt dezent und unterstützt den milden Charakter, ein neuseeländischer Sauvignon Blanc bringt fruchtige Frische dazu. Wichtig ist nur, dass der Wein leicht bleibt und das Gericht nicht überdeckt.
Häufige Fragen
Wie lange dauert Hering mit grünem Spargel und Bratkartoffeln?
Mit Vorbereitung etwa 35 Minuten: rund 15 Minuten schnippeln und vorgaren, dann 20 Minuten braten.
Muss man grünen Spargel schälen?
Nein. Grüner Spargel wird nicht geschält. Es genügt, die holzigen Enden abzubrechen oder abzuschneiden.
Wie wird der Hering beim Braten knusprig?
Den Fisch gründlich trocken tupfen, dünn in Mehl wenden und mit der Hautseite zuerst in heißer Butter braten. Hohe Dauerhitze vermeiden.
Warum sollte man die Kartoffeln vorkochen?
Knapp vorgekochte und gut ausgedampfte Kartoffeln werden außen knusprig und innen weich. Roh gebraten bleiben sie innen hart.
Ist Hering gesund?
Ja. Frischer Hering liefert reichlich Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, B12, Jod und Selen bei moderatem Kaloriengehalt.


