Apfelmus selber machen und einkochen: Grundrezept für den Vorrat

Selbstgemachtes Apfelmus in offenen Einmachgläsern auf einem Holztisch, daneben frische Äpfel und eine Zimtstange

Wenn die Apfelbäume im Spätsommer mehr tragen, als du frisch wegessen kannst, ist selbstgemachtes Apfelmus die entspannteste Art, die Ernte zu retten. Ein paar Kilo Äpfel, ein Topf und ein Wasserbad reichen, um cremiges Mus in Vorratsgläsern haltbar zu machen – kühl und dunkel gelagert bis zu zwölf Monate. Unten steht das Grundrezept, wie viel Zucker wirklich nötig ist (Spoiler: keiner) und wie das Einkochen sicher gelingt.

Kurz zur wichtigsten Frage vorweg: Haltbar wird das Mus nicht durch den Zucker, sondern durch das Erhitzen der verschlossenen Gläser. Wer also mag, kocht komplett ohne Zucker ein – reife Äpfel bringen genug Eigensüße mit.

Welche Äpfel eignen sich für Apfelmus?

Am besten schmeckt Mus aus säuerlich-aromatischen Sorten. Boskoop gibt kräftige Säure, Elstar und Cox Orange bringen Aroma, und wer es süßer mag, mischt ein paar Jonagold oder Golden Delicious dazu. Genau diese Mischung macht den Unterschied zum faden Fertigmus: eine Sorte allein wird oft eindimensional, eine Mischung aus zwei bis drei Sorten schmeckt runder.

Zutaten für ca. 4 Gläser à 400 ml

  • 2 kg säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop, Elstar, Cox Orange)
  • 200 ml Wasser
  • 1–2 EL Zitronensaft
  • optional: 80–120 g Zucker, nach Geschmack
  • optional: 1 Zimtstange, 2–3 Nelken oder 1 Vanilleschote

Dazu brauchst du 4 saubere Schraub- oder Bügelgläser mit passenden Deckeln bzw. Gummiringen.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Gläser sterilisieren: Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser (ein Schuss Essig hilft gegen Kalk) auskochen und auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen. Nicht mit dem Geschirrtuch auswischen.
  2. Äpfel vorbereiten: Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und in grobe Stücke schneiden. Für ein besonders feines Mus lohnt sich das Schälen; wer die Nährstoffe der Schale behalten will, lässt sie dran und passiert das Mus später.
  3. Weich kochen: Apfelstücke mit dem Wasser und dem Zitronensaft in einen großen Topf geben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten köcheln, dabei ab und zu umrühren, bis die Stücke zerfallen. Gewürze wandern am besten in einem Teebeutel oder Teesieb mit – so lassen sie sich vor dem Pürieren leicht entfernen.
  4. Pürieren: Gewürze herausnehmen. Dann mit dem Pürierstab glatt mixen oder mit dem Kartoffelstampfer stückig lassen – ganz nach Vorliebe.
  5. Abschmecken: Jetzt erst den Zucker einrühren, falls du welchen nimmst, und das Mus noch einmal kurz aufkochen. So löst er sich vollständig und du triffst die Süße genau.
Selbstgemachtes Apfelmus in offenen Einmachgläsern auf einem Holztisch, daneben frische Äpfel und eine Zimtstange

Apfelmus selber machen und einkochen

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Portionen: 4400 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 65 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 2 kg säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop, Elstar, Cox Orange)
  • 200 ml Wasser
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 80-120 g Zucker (optional, nach Geschmack)
  • 1 Zimtstange oder 2-3 Nelken (optional)

Zubereitung

Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren und abtropfen lassen.
Äpfel waschen, schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden.
Mit Wasser und Zitronensaft zugedeckt 15-20 Minuten weich köcheln, Gewürze im Teebeutel mitgeben.
Gewürze entfernen und das Mus pürieren oder stückig stampfen.
Nach Geschmack Zucker einrühren und kurz aufkochen.
Kochend heiß in die Gläser füllen (1 cm Rand lassen) und sofort verschließen.
Verschlossene Gläser 30 Minuten bei 90 °C im Wasserbad einkochen und aufrecht abkühlen lassen.

Apfelmus einkochen und haltbar machen

Jetzt kommt der Schritt, der das Mus wochen- bis monatelang haltbar macht. Wichtig: zügig arbeiten, solange alles heiß ist.

  1. Kochend heiß einfüllen: Das heiße Mus randnah (etwa 1 cm Luft lassen) in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort fest verschließen. Ränder vorher sauber abwischen – Reste am Rand verhindern, dass das Glas dicht schließt.
  2. Im Wasserbad einkochen: Die verschlossenen Gläser in einen hohen Topf stellen, so viel warmes Wasser einfüllen, dass die Gläser zu zwei Dritteln stehen. Wasser auf 90 °C bringen und die Gläser 30 Minuten bei dieser Temperatur einkochen. Das Wasser soll nicht sprudelnd kochen.
  3. Abkühlen und prüfen: Gläser herausnehmen und aufrecht abkühlen lassen. Bei Schraubgläsern wölbt sich der Deckel nach dem Abkühlen leicht nach innen – das zeigt, dass ein Vakuum entstanden ist und das Glas dicht ist.

Ganz ohne Wasserbad hält frisch heiß eingefülltes Mus im Kühlschrank rund zwei Wochen. Das Einkochen ist der Schritt, der aus dem Wochenvorrat einen Jahresvorrat macht.

Haltbarkeit und Lagerung

Kühl, dunkel und trocken – etwa im Keller oder Vorratsschrank – hält eingekochtes Apfelmus etwa 12 Monate. Ungezuckertes Mus (oft als Apfelmark bezeichnet) ist mit rund 8–10 Monaten etwas kürzer haltbar, weil ihm der Zucker als zusätzlicher Konservierungsfaktor fehlt. Ein geöffnetes Glas gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb von etwa fünf Tagen aufgebraucht werden.

Ein Blick vor dem Öffnen lohnt sich immer: Wölbt sich der Deckel nach oben, riecht es gärig oder zeigt sich Schimmel, gehört das Glas in den Müll – nicht probieren.

Tipps, wenn etwas schiefgeht

  • Mus zu flüssig: Offen noch ein paar Minuten einkochen lassen, dann verdampft Flüssigkeit und es wird cremiger. Wässrige Sorten wie manche frühe Äpfel neigen dazu.
  • Mus zu süß oder zu sauer: Mit einem Spritzer Zitronensaft bzw. einer Prise Zucker ausbalancieren, bevor es in die Gläser kommt.
  • Deckel wölbt sich nach oben: Das Glas ist nicht dicht geworden. Dann in den Kühlschrank stellen und schnell verbrauchen oder erneut frisch einkochen.
  • Braunes Mus: Der Zitronensaft bremst das Braunwerden. Wer ihn weglässt, bekommt eine dunklere, aber genauso essbare Farbe.

Variationen

  • Ohne Zucker: Reife, süße Sorten wählen und den Zucker komplett weglassen – ideal für Babybrei oder als Zutat beim Backen.
  • Winterlich gewürzt: Zimt, Nelke, Sternanis oder eine Vanilleschote mitkochen – passt zu Milchreis, Pfannkuchen und Waffeln.
  • Mit Birne oder Quitte: Ein Teil Birnen macht das Mus milder, Quitten geben eine feine, herbe Note.
  • Stückig statt fein: Statt zu pürieren nur grob stampfen – so bleibt Biss im Mus.
  • Als Apfelmark: Ganz ohne Zucker eingekocht und pur genossen oder in Joghurt und Haferflocken gerührt.

Häufige Fragen

Wie lange ist selbstgemachtes Apfelmus haltbar?

Kühl und dunkel gelagert hält eingekochtes Apfelmus etwa 12 Monate, ungezuckertes Apfelmark rund 8-10 Monate. Ein geöffnetes Glas gehört in den Kühlschrank und sollte in etwa 5 Tagen aufgebraucht werden.

Muss ich Zucker ins Apfelmus geben?

Nein. Reife Äpfel süßen von selbst, und haltbar wird das Mus durch das Erhitzen der Gläser, nicht durch den Zucker. Zucker ist reine Geschmackssache.

Bei welcher Temperatur und wie lange muss ich Apfelmus einkochen?

Die heiß gefüllten, verschlossenen Gläser 30 Minuten bei 90 °C im Wasserbad einkochen. Das Wasser soll heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen.

Welche Äpfel eignen sich am besten für Apfelmus?

Säuerlich-aromatische Sorten wie Boskoop, Elstar oder Cox Orange. Eine Mischung aus zwei bis drei Sorten schmeckt runder als eine Sorte allein.

Muss ich die Äpfel schälen?

Nicht zwingend. Ungeschält bleiben mehr Nährstoffe erhalten, für ein feines Mus solltest du die Äpfel aber schälen oder das Mus nach dem Kochen durch eine Passiermühle geben.

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