Pfifferlinge zubereiten: putzen, braten und richtig würzen

Frisch gebratene Pfifferlinge mit Petersilie in einer gusseisernen Pfanne

Gummiartig oder wässrig statt nussig-aromatisch — daran scheitern die meisten Pfifferling-Pfannen, und fast immer stecken nur zwei Ursachen dahinter: zu viel Wasser beim Putzen und Salz zum falschen Zeitpunkt. Pfifferlinge bestehen zu rund 91 Prozent aus Wasser, deshalb entscheidet die Hitze in der Pfanne über knusprig oder labbrig. Wer das Prinzip einmal verstanden hat, hat in gut 15 Minuten eine kräftig duftende Pilzpfanne auf dem Tisch.

Zutaten für gebratene Pfifferlinge

Mengen für 4 Portionen als Beilage oder 2 Portionen als kleines Hauptgericht:

  • 500 g frische Pfifferlinge
  • 2 EL Butterschmalz (hält hohe Hitze besser aus als Butter)
  • 2 Schalotten oder 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 EL Butter zum Abschmecken
  • 2 EL glatte Petersilie, gehackt
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Pfifferlinge putzen

Putzen geht so trocken wie möglich. Mit einem weichen Pinsel, einer Pilzbürste oder einem Küchentuch Erde und Nadeln abstreifen. Nur das untere, holzige Stielende abschneiden und braune oder matschige Stellen wegschneiden.

Stark verschmutzte Pilze darfst du ganz kurz in lauwarmem Wasser schwimmen lassen — aber wirklich nur Sekunden und niemals einweichen, sonst saugen sie sich voll. Danach gründlich auf einem Tuch abtrocknen. Je trockener die Pfifferlinge in die Pfanne kommen, desto besser bräunen sie.

Pfifferlinge braten

  1. Butterschmalz in einer großen Pfanne stark erhitzen, bis es leicht zu rauchen beginnt. Hohe Hitze ist der wichtigste Punkt: Wird es zu kühl, kochen die Pilze im eigenen Saft und werden gummiartig.
  2. Die Pfifferlinge portionsweise einlegen, damit die Pfanne nicht überfüllt ist und die Temperatur nicht abfällt. Jede Portion etwa 4 Minuten kräftig anbraten, dabei nur gelegentlich wenden.
  3. Tritt Flüssigkeit aus, diese kurz abgießen und weiterbraten — so karamellisieren die Pilze, statt zu dünsten.
  4. Alle Pilze zurück in die Pfanne geben, die Schalottenwürfel zugeben und alles zusammen 4 bis 8 Minuten fertig braten, bis die Pfifferlinge goldbraun und am Rand leicht knusprig sind.
  5. Hitze reduzieren, Butter und Petersilie unterheben. Jetzt — und erst jetzt — mit Salz und Pfeffer würzen.

Frisch gebratene Pfifferlinge mit Petersilie in einer gusseisernen Pfanne

Gebratene Pfifferlinge

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 200 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 500 g frische Pfifferlinge
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Schalotten oder 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 EL Butter
  • 2 EL gehackte glatte Petersilie
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Pfifferlinge trocken putzen, nur das holzige Stielende und braune Stellen entfernen.
Butterschmalz in einer großen Pfanne stark erhitzen.
Pilze portionsweise je etwa 4 Minuten bei hoher Hitze anbraten, austretende Flüssigkeit abgießen.
Alle Pilze mit den Schalotten 4 bis 8 Minuten goldbraun fertig braten.
Hitze reduzieren, Butter und Petersilie unterheben, erst jetzt mit Salz und Pfeffer würzen.

Tipps: warum Salz erst zum Schluss kommt

Salz zieht Wasser aus den Pilzen. Salzt du zu früh, schwimmen die Pfifferlinge in ihrem eigenen Saft, garen statt zu braten und werden zäh. Deshalb kommt das Salz immer nach dem Braten, kurz vor dem Servieren.

Zwei weitere Stolperfallen: Die Pfanne nicht überladen — lieber in zwei Durchgängen arbeiten, sonst sinkt die Temperatur sofort. Und Butterschmalz statt reiner Butter nehmen, weil Butter bei der nötigen hohen Hitze schnell verbrennt; ein Stück Butter erst zum Schluss für den Geschmack.

Frische erkennst du am festen, trockenen Fleisch und dem leicht pfeffrigen Duft. Pfifferlinge halten sich nur kurz: locker in Papier gewickelt im Kühlschrank ein bis zwei Tage. Roh sollte man sie nicht essen — sie sind schwer verdaulich und müssen durchgegart werden.

Variationen

  • Mit Sahne: Nach dem Braten 100 ml Sahne angießen, kurz einköcheln lassen — die klassische Rahm-Variante zu Semmelknödeln oder Spätzle.
  • Mit Speck und Zwiebeln: Gewürfelten Speck vor den Pilzen auslassen, das gibt eine herzhafte Basis.
  • Auf Brot: Die gebratenen Pfifferlinge auf geröstetem Sauerteigbrot anrichten — schnelles Abendessen.
  • Im Rührei oder mit Ei: Pilze beiseitestellen, Eier in der Pfanne stocken lassen und unterheben.

Saison haben heimische Pfifferlinge etwa von Juni bis November — in dieser Zeit lohnt sich frische Ware am meisten, geschmacklich und beim Preis.

Häufige Fragen

Muss man Pfifferlinge vor dem Braten waschen?

Am besten nicht. Putze sie trocken mit Pinsel oder Tuch. Nur sehr verschmutzte Pilze kurz in lauwarmem Wasser schwenken und sofort gründlich abtrocknen, sonst werden sie wässrig.

Wann salzt man Pfifferlinge?

Erst nach dem Braten, kurz vor dem Servieren. Salz zieht früh Wasser aus den Pilzen, dann garen sie im eigenen Saft und werden zäh statt knusprig.

Warum werden Pfifferlinge gummiartig?

Meist wegen zu niedriger Hitze oder einer überladenen Pfanne. Dann kochen die Pilze statt zu braten. Stark erhitzen und portionsweise anbraten löst das Problem.

Kann man Pfifferlinge roh essen?

Nein. Pfifferlinge sind roh schwer verdaulich und sollten immer gut durchgegart werden, mindestens einige Minuten in der Pfanne.

Wie lange sind frische Pfifferlinge haltbar?

Nur ein bis zwei Tage. Locker in Papier gewickelt im Kühlschrank lagern und möglichst rasch nach dem Kauf zubereiten.

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