Puddingschnecken gelingen mit einem einfachen Hefeteig und einem Päckchen Puddingpulver – die aktive Arbeit liegt bei rund 30 Minuten, den Rest erledigt der Teig beim Gehen von allein. Wichtig ist nur ein Detail, an dem die meisten scheitern: Der Pudding muss komplett ausgekühlt sein, bevor er auf den Teig kommt. Dann läuft beim Aufrollen und Backen nichts aus, und die Schnecken bleiben innen cremig statt matschig.
Zutaten für Puddingschnecken
Die Mengen reichen für etwa 12 Stück. Alle Zutaten am besten auf Zimmertemperatur bringen – kalte Butter und kalte Milch bremsen die Hefe aus.
Für den Hefeteig:
- 450 g Mehl (Type 405)
- 1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7 g) oder 1/2 Würfel frische Hefe
- 250 ml Milch, lauwarm
- 70 g Zucker
- 75 g weiche Butter
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
Für die Puddingfüllung:
- 1 Päckchen Puddingpulver (ca. 40 g), Vanille oder Schokolade
- 500 ml Milch
- 2 EL Zucker
Zum Bestreichen (optional): 2–3 EL Aprikosenmarmelade oder ein Guss aus Puderzucker und etwas Milch.
Pudding kochen und auskühlen lassen
Den Pudding zuerst zubereiten, damit er genug Zeit zum Abkühlen hat – das ist der wichtigste Schritt für saubere Schnecken.
- Etwa 6 EL der Milch abnehmen und das Puddingpulver mit dem Zucker darin glatt rühren.
- Die restliche Milch im Topf aufkochen, vom Herd nehmen und das angerührte Pulver einrühren.
- Kurz wieder aufkochen lassen, dabei ständig rühren, bis der Pudding deutlich eindickt.
- Den Pudding in eine flache Schüssel füllen und direkt mit Frischhaltefolie auf der Oberfläche abdecken – so bildet sich keine Haut. Vollständig auskühlen lassen.
Hefeteig kneten und gehen lassen
- Mehl, Trockenhefe und Salz in einer großen Schüssel mischen.
- Lauwarme Milch, Zucker, Ei und weiche Butter zugeben.
- Alles mit den Knethaken oder der Hand etwa 5 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Er soll sich vom Schüsselrand lösen.
- Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar verdoppelt hat.
- Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Fläche noch einmal kurz durchkneten.
Die Milch nur lauwarm erwärmen, nie heiß: Über etwa 40 °C verliert die Hefe ihre Triebkraft, und der Teig geht nicht mehr richtig auf.
Aufrollen, schneiden und backen
- Den Teig zu einem Rechteck von etwa 40 x 30 cm ausrollen.
- Den ausgekühlten Pudding gleichmäßig darauf verstreichen, dabei ringsum etwa 2 cm Rand frei lassen.
- Den Teig von der langen Seite her satt aufrollen und die Naht leicht andrücken.
- Die Rolle in etwa 2–3 cm breite Scheiben teilen – am besten mit einem Stück Zahnseide oder Küchengarn statt Messer, dann werden die Schnecken nicht plattgedrückt.
- Die Scheiben mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und noch einmal 20–30 Minuten gehen lassen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) etwa 20–25 Minuten goldbraun backen.
- Die noch heißen Schnecken dünn mit erwärmter Aprikosenmarmelade bestreichen oder nach dem Abkühlen mit Zuckerguss verzieren.

Zutaten
- 450 g Mehl (Type 405)
- 1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7 g)
- 250 ml Milch, lauwarm
- 70 g Zucker
- 75 g weiche Butter
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Puddingpulver (ca. 40 g)
- 500 ml Milch (für den Pudding)
- 2 EL Zucker
- 2-3 EL Aprikosenmarmelade (optional)
Zubereitung
Puddingpulver mit Zucker in 6 EL Milch glatt rühren, restliche Milch aufkochen, Pulver einrühren, kurz aufkochen und unter Folie auskühlen lassen.
Mehl, Hefe und Salz mischen, lauwarme Milch, Zucker, Ei und Butter zugeben und 5 Minuten zu glattem Teig kneten.
Teig zugedeckt ca. 60 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat, dann kurz durchkneten.
Teig zu einem Rechteck (ca. 40 x 30 cm) ausrollen, Pudding aufstreichen, 2 cm Rand frei lassen, satt aufrollen.
Rolle mit Zahnseide in 2-3 cm Scheiben teilen, auf ein Blech setzen und 20-30 Minuten gehen lassen.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20-25 Minuten goldbraun backen, heiß mit Marmelade bestreichen.
Tipps, damit die Puddingschnecken gelingen
- Pudding richtig auskühlen: Warmer Pudding ist zu flüssig, läuft beim Schneiden heraus und macht den Boden matschig. Lieber 1–2 Stunden einplanen oder den Pudding kurz in den Kühlschrank stellen.
- Mit Garn schneiden: Zahnseide oder Küchengarn unter die Rolle legen, überkreuzen und durchziehen – so bleibt die runde Form erhalten.
- Genug Rand lassen: Die 2 cm Teigrand sorgen dafür, dass sich die Naht verschließen lässt und kein Pudding seitlich austritt.
- Zweite Gehzeit nicht überspringen: Die kurze Ruhe auf dem Blech macht die Schnecken locker und flauschig statt fest.
- Nicht zu dunkel backen: Überbackene Schnecken werden trocken, zu helle bleiben innen teigig – goldbraun ist der richtige Punkt.
Variationen und Aufbewahrung
Mit Schokopudding statt Vanille werden die Schnecken kräftiger im Geschmack. Wer es fruchtig mag, streut vor dem Aufrollen ein paar Rosinen oder kleine Beeren auf den Pudding. Gehackte Haselnüsse oder Mandelblättchen auf dem Guss geben Biss.
Frisch schmecken Puddingschnecken am besten, in einer luftdichten Dose halten sie sich aber 2–3 Tage. Einfrieren klappt ebenfalls problemlos – entweder fertig gebacken oder als ungebackene Rolle, die du später auftaust und frisch backst.
Häufige Fragen
Warum läuft beim Backen der Pudding aus?
Meist ist der Pudding noch zu warm und damit zu flüssig. Lass ihn komplett auskühlen, bevor du ihn auf den Teig streichst, und halte rundherum etwa 2 cm Rand frei.
Kann man Puddingschnecken einfrieren?
Ja, sehr gut. Du kannst sie fertig gebacken einfrieren oder die ungebackene Rolle einfrieren, später auftauen und frisch backen.
Wie schneide ich die Schnecken, ohne sie zu zerdrücken?
Statt mit dem Messer schneidest du die Rolle am besten mit einem Stück Zahnseide oder Küchengarn: darunterlegen, überkreuzen und durchziehen. So bleibt die runde Form erhalten.
Welches Puddingpulver eignet sich?
Klassisch ist Vanille, Schokolade passt aber genauso. Ein Päckchen für 500 ml Milch reicht – mit etwas weniger Milch wird die Füllung fester und läuft weniger.
Wie lange halten Puddingschnecken frisch?
In einer luftdichten Dose bleiben sie 2–3 Tage genießbar. Frisch gebacken schmecken sie am besten, danach kurz aufbacken bringt sie wieder auf.


