Seelachs, eine Zitrone und ein Bund frischer Dill – mehr braucht ein guter Fischbraten nicht. Die Säure der Zitrone bricht das milde Fischaroma auf, der Dill gibt die typisch norddeutsche Note, und in der heißen Pfanne entsteht in rund 20 Minuten eine knusprige Kruste über zartem, saftigem Kern. Mit etwa 35 g Protein und nur rund 170 Kalorien pro Portion ist das Gericht leicht, sättigend und schnell genug für einen normalen Feierabend.
Ein Punkt entscheidet über Gelingen oder Gummi: Seelachs ist ein magerer Fisch und trocknet schnell aus. Brate ihn deshalb kurz und heiß und nimm ihn aus der Pfanne, sobald die Kerntemperatur 55 bis 60 °C erreicht hat – bei 55 °C bleibt er glasig-saftig, bei 60 °C ist er komplett durch. Alles Weitere ist unkompliziert, und du brauchst nur fünf Zutaten aus jedem Supermarkt.
Zutaten für 4 Portionen
- 600 g Seelachsfilet (ersatzweise Kabeljau oder Schellfisch)
- 2 unbehandelte Zitronen (Saft und etwas Schalenabrieb)
- 1 Bund frischer Dill
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Butter zum Braten
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Der Seelachs liefert rund 23 g Protein pro 100 g bei nur etwa 1 g Fett – ideal, wenn du eiweißreich und leicht essen möchtest. Wichtig bei den Zitronen: nimm unbehandelte Früchte, wenn du die Schale verwendest, sonst nur den Saft.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Den Seelachs mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen und in vier gleich große Portionen schneiden. Beide Seiten salzen und pfeffern, dann 5 Minuten ruhen lassen – das verbessert später die Bräunung.
- Eine Zitrone auspressen, von der zweiten etwas Schale abreiben. Den Dill grob hacken und die Hälfte für die Marinade beiseitestellen.
- Zitronensaft, 1 EL Olivenöl und die Hälfte des Dills verrühren. Den Fisch darin maximal 10 Minuten ziehen lassen – nicht länger, sonst beginnt die Säure den Fisch von außen zu „garen“ und macht ihn mehlig.
- Eine schwere Pfanne (Edelstahl oder Gusseisen speichert die Hitze am besten) auf mittelhohe Hitze bringen. Das restliche Olivenöl und die Butter hineingeben.
- Die Filets einlegen und 3 bis 4 Minuten nicht bewegen, bis sich eine goldbraune Kruste gebildet hat. Zu frühes Wenden reißt den Fisch auf.
- Vorsichtig wenden und weitere 2 bis 3 Minuten braten. Kerntemperatur prüfen: 55 bis 60 °C, dann ist der Fisch perfekt.
- Vom Herd nehmen, mit dem restlichen Dill, dem Zitronenabrieb und einem Spritzer frischem Zitronensaft bestreuen und sofort servieren.

Zutaten
- 600 g Seelachsfilet
- 2 unbehandelte Zitronen
- 1 Bund frischer Dill
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Butter
- Salz und schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Seelachs trocken tupfen, in 4 Portionen schneiden, salzen, pfeffern und 5 Minuten ruhen lassen.
Eine Zitrone auspressen, von der zweiten Schale abreiben, Dill grob hacken.
Zitronensaft, 1 EL Olivenöl und die Hälfte des Dills verrühren, Fisch darin maximal 10 Minuten marinieren.
Schwere Pfanne auf mittelhohe Hitze bringen, restliches Olivenöl und Butter hineingeben.
Filets 3 bis 4 Minuten unbewegt braten, bis eine goldbraune Kruste entsteht.
Wenden und 2 bis 3 Minuten weiterbraten, bis 55 bis 60 °C Kerntemperatur erreicht sind.
Mit restlichem Dill, Zitronenabrieb und etwas Zitronensaft bestreuen und sofort servieren.
Tipps für saftigen Fisch
- Nicht übergaren: Magerer Seelachs trocknet schneller aus als fetter Lachs. Lieber bei 55 °C aus der Pfanne nehmen – die Resthitze gart ihn fertig.
- Geduld beim Wenden: Erst umdrehen, wenn sich eine feste, goldbraune Kruste gebildet hat. Klebt der Fisch noch, ist er einfach noch nicht so weit.
- Pfannenwahl: Gusseisen oder Edelstahl mit schwerem Boden verteilt die Hitze gleichmäßig und liefert eine bessere Kruste als eine dünne Beschichtung.
- Marinade kurz halten: Zitronensäure denaturiert das Eiweiß. 10 Minuten geben Aroma, 30 Minuten machen den Fisch fest und trocken.
Variationen für jedes Ziel
- Im Backofen: Filets mit Marinade in eine Form legen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 12 bis 15 Minuten garen – schonender, wenn du mehrere Portionen gleichzeitig brauchst.
- Fischbraten mit Zitrone ohne Säure: Bei empfindlichem Magen den Saft weglassen und nur den Schalenabrieb verwenden. Das Aroma bleibt, die Säure fällt weg.
- Andere Fische: Kabeljau und Schellfisch verhalten sich fast identisch. Lachs ist fettreicher, bleibt dadurch saftiger und verträgt eine Minute mehr in der Pfanne.
- Low Carb: Dazu grünen Spargel, Brokkoli oder einen Blattsalat statt Kartoffeln – so bleibt das Gericht eiweißbetont und kohlenhydratarm.
Meal-Prep und Aufbewahrung
- Gebratenen Fisch luftdicht verschließen und im Kühlschrank innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufbrauchen.
- Zum Einfrieren portionsweise in Gefrierbeutel geben, Luft herausdrücken und bis zu 2 Monate lagern.
- Zum Aufwärmen kurz in der Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, damit die Kruste wieder knusprig wird. Die Mikrowelle geht, macht den Fisch aber weicher.
Häufige Fragen
Wie lange kann ich den Fischbraten aufbewahren?
Gebratenen Seelachs luftdicht verschlossen 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Verzehr gut durcherhitzen. Eingefroren hält er bis zu 2 Monate.
Welche Kerntemperatur sollte der Fisch haben?
Seelachs ist bei 55 bis 60 °C ideal: bei 55 °C bleibt er glasig-saftig, bei 60 °C ist er komplett durchgegart. Heiß und kurz braten, damit er nicht austrocknet.
Welcher Fisch passt statt Seelachs?
Kabeljau und Schellfisch verhalten sich fast identisch. Lachs ist fettreicher, bleibt dadurch saftiger und verträgt eine Minute mehr in der Pfanne.
Geht das Rezept auch ohne Zitronensäure?
Ja. Bei empfindlichem Magen den Saft weglassen und nur den Schalenabrieb der Zitrone verwenden. Das frische Aroma bleibt erhalten, die Säure fällt weg.
Ist das Gericht Low Carb und keto-geeignet?
Ja. Mit rund 2 g Kohlenhydraten pro Portion passt der Fischbraten gut in Low-Carb- und Keto-Pläne. Dazu kohlenhydratarmes Gemüse wie Brokkoli oder Spargel servieren.


