Schwarzwälder Kirschkartoffelgratin – fruchtig-herzhaft

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Goldbraun gebackener Schwarzwälder Kirschkartoffelgratin mit dunklen Kirschen, Schinken und geschmolzenem Käse in einer Auflaufform

Kirschen im Kartoffelgratin klingen erst mal nach einer Mutprobe – funktionieren aber genau deshalb, weil die fruchtige Säure die schwere Sahne bricht und dem salzigen Schwarzwälder Schinken einen Gegenspieler gibt. Heraus kommt ein herbstlicher Auflauf, der cremig, würzig und überraschend frisch zugleich ist.

Der Schwarzwälder Kirschkartoffelgratin braucht keine exotischen Zutaten: dünn gehobelte Kartoffeln, dunkle Kirschen, etwas luftgetrockneter Schinken, Sahne und Käse. In rund einer Stunde steht ein Gericht auf dem Tisch, das nach Kuchen-Klassiker klingt, aber herzhaft serviert wird. Wichtig sind nur zwei Dinge: gut abgetropfte Kirschen und die richtige Kartoffelsorte – dazu unten mehr.

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 200 g entsteinte dunkle Kirschen (Sauerkirschen oder Süßkirschen, frisch, TK oder aus dem Glas)
  • 120 g Schwarzwälder Schinken, in Streifen
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 ml Sahne (alternativ 150 ml Sahne + 100 ml Milch für eine leichtere Variante)
  • 120 g geriebener Käse (Gruyère, Emmentaler oder kräftiger Gouda)
  • 1 EL Butter oder Öl
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Eine Auflaufform mit der angeschnittenen Knoblauchzehe ausreiben und mit Butter einfetten.
  2. Kartoffeln schälen und in etwa 3 mm dünne Scheiben hobeln. Nicht wässern – die Stärke hilft später, die Sahne zu binden.
  3. Zwiebel in der Butter glasig dünsten. Kirschen gut abtropfen lassen und trocken tupfen, sonst wird das Gratin wässrig.
  4. Kartoffelscheiben schuppenartig in die Form schichten, dazwischen Zwiebeln, einen Teil der Kirschen und etwa zwei Drittel des Schinkens verteilen.
  5. Sahne mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat verrühren und gleichmäßig über die Schichten gießen, bis die Kartoffeln knapp bedeckt sind.
  6. Mit Käse bestreuen und im Ofen 45–55 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich sind und die Oberfläche goldbraun ist. Bräunt der Käse zu früh, die Form locker mit Alufolie abdecken.
  7. Restliche Kirschen und Schinken in den letzten 8–10 Minuten auflegen – so bleibt der Schinken aromatisch und trocknet nicht aus.
  8. Das Gratin vor dem Anschneiden 5–10 Minuten ruhen lassen, damit die Sahne bindet.
Goldbraun gebackener Schwarzwälder Kirschkartoffelgratin mit dunklen Kirschen, Schinken und geschmolzenem Käse in einer Auflaufform

Schwarzwälder Kirschkartoffelgratin

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 600 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 200 g entsteinte dunkle Kirschen (Sauer- oder Süßkirschen)
  • 120 g Schwarzwälder Schinken, in Streifen
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 ml Sahne
  • 120 g geriebener Käse (Gruyère, Emmentaler oder Gouda)
  • 1 EL Butter oder Öl
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Form mit Knoblauch ausreiben und einfetten.
Kartoffeln schälen und in 3 mm dünne Scheiben hobeln, nicht wässern.
Zwiebel in Butter glasig dünsten; Kirschen gut abtropfen und trocken tupfen.
Kartoffeln schichten, dazwischen Zwiebeln, einen Teil der Kirschen und zwei Drittel des Schinkens verteilen.
Gewürzte Sahne darübergießen, bis die Kartoffeln knapp bedeckt sind.
Mit Käse bestreuen und 45–55 Minuten goldbraun backen, bei Bedarf abdecken.
Restliche Kirschen und Schinken in den letzten 8–10 Minuten auflegen.
Vor dem Anschneiden 5–10 Minuten ruhen lassen.

Tipps, damit das Gratin gelingt

Die häufigste Panne ist ein wässriges Gratin – und die liegt fast immer an den Kirschen. Frische wie TK-Kirschen ziehen Saft; lass sie gründlich abtropfen und tupfe sie trocken. Kirschen aus dem Glas vorher in ein Sieb geben und den Sud auffangen (er passt gut zu einem Salatdressing).

Bei den Kartoffeln greifst du am besten zu vorwiegend festkochenden Sorten: Sie behalten die Form, geben aber genug Stärke ab, um die Sahne sämig zu binden. Festkochende funktionieren ebenfalls, das Ergebnis wird dann etwas „stückiger“. Mehlige Kartoffeln zerfallen – die lässt du hier weg.

Schwarzwälder Schinken ist luftgetrocknet und wird bei langer Hitze schnell zäh. Deshalb wandert der größere Teil zwischen die Schichten und der Rest erst kurz vor Schluss obenauf. Wer es kräftiger mag, brät ein paar Streifen separat knusprig und streut sie über die fertige Portion.

Variationen

Vegetarisch: Schinken weglassen und stattdessen geräucherten Tofu oder ein paar geröstete Walnüsse für den herzhaften Kontrast verwenden.

Leichter: Die Sahne zur Hälfte durch Milch ersetzen und einen milderen, fettärmeren Käse nehmen. Das Gratin wird weniger cremig, aber spürbar leichter.

Mit Sauerkirschen: Schattenmorellen bringen mehr Säure und passen besonders gut zum salzigen Schinken – dann etwas weniger Pfeffer, dafür eine Prise Zucker zum Ausbalancieren.

Mehr Würze: Eine Handvoll frischer Thymian oder ein Hauch Zimt in der Sahne unterstreichen die herbstliche Note, ohne das Gericht süß zu machen.

Aufbewahrung und Meal-Prep

Reste halten sich gut abgedeckt im Kühlschrank etwa 3 Tage; vor dem Verzehr gründlich durcherhitzen. Zum Aufwärmen das Gratin bei 180 °C rund 15 Minuten in den Ofen geben, dann wird die Kruste wieder knusprig – in der Mikrowelle bleibt sie weich.

Einfrieren funktioniert bis zu 2 Monate, am besten in Portionen. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend im Ofen erhitzen. Sahnegratins können nach dem Einfrieren leicht an Cremigkeit verlieren – ein Schuss frische Sahne beim Aufwärmen gleicht das aus.

Häufige Fragen

Kann ich das Gratin ohne Schinken zubereiten?

Ja. Lass den Schwarzwälder Schinken einfach weg und nimm stattdessen geräucherten Tofu oder geröstete Walnüsse. Kartoffeln, Kirschen und Käse tragen das Gericht auch vegetarisch.

Frische oder TK-Kirschen – was ist besser?

Beides geht. Wichtig ist, dass die Kirschen entsteint, gut abgetropft und trocken getupft sind, sonst wird das Gratin wässrig. Kirschen aus dem Glas vorher abtropfen lassen.

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Vorwiegend festkochende Kartoffeln. Sie behalten die Form und geben genug Stärke ab, um die Sahne sämig zu binden. Mehligkochende zerfallen und eignen sich nicht.

Wie mache ich das Gratin etwas leichter?

Ersetze die Hälfte der Sahne durch Milch und nimm einen fettärmeren Käse. Das Gratin wird weniger cremig, schmeckt aber weiterhin würzig-fruchtig.

Wie lange hält sich der Gratin und kann ich ihn einfrieren?

Im Kühlschrank rund 3 Tage, gut abgedeckt und vor dem Essen durcherhitzt. Einfrieren klappt bis zu 2 Monate; über Nacht auftauen und im Ofen aufwärmen.

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