Mirabellenkuchen mit Frischkäse und Quark: saftig, cremig, ohne Risse

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Angeschnittenes Stück Mirabellenkuchen mit Frischkäse und Quark auf einem Teller, dahinter der ganze Kuchen mit goldgelben Mirabellen

Ein Mirabellenkuchen mit Frischkäse braucht 30 Minuten Arbeit, 60 bis 70 Minuten im Ofen und eine Nacht im Kühlschrank – den Rest macht der Kuchen allein. Gerechnet ist das Rezept für eine 26-cm-Springform und rund 12 Stücke: Mürbeteig-Boden, eine Füllung aus Magerquark und Frischkäse, obendrauf 500 g halbierte Mirabellen.

Die Kombination aus beiden Milchprodukten ist der eigentliche Trick. Der Quark bringt Säure und Stand, der Frischkäse die cremige Bindung – so bleibt der Kuchen schnittfest, ohne trocken zu werden. Die Mirabellen sinken beim Backen leicht ein und geben ihren süß-säuerlichen Saft an die Creme ab. Ernst nehmen musst du nur die Kühlzeit: Unter vier Stunden zerläuft die Quarkcreme beim Anschneiden. Für Besuch am Nachmittag backst du also besser am Vortag.

Zutaten für eine 26-cm-Springform

Für den Mürbeteig-Boden:

  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g kalte Butter, gewürfelt
  • 1 Ei (Größe M)

Für die Quark-Frischkäse-Füllung:

  • 500 g Magerquark
  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe, natur)
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier (Größe M), zimmerwarm
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (oder 40 g Speisestärke)
  • 100 ml neutrales Öl oder geschmolzene, abgekühlte Butter
  • Saft und abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone

Für den Belag:

  • 500 g Mirabellen, gewaschen, halbiert und entsteint (frisch oder aufgetaut und gut abgetropft)

Magerquark ist hier kein Diät-Reflex, sondern Technik: Er enthält weniger Fett und Flüssigkeit als Sahnequark, die Füllung bleibt dadurch stabiler. Das Puddingpulver bindet den Saft, den die Mirabellen beim Backen abgeben – ohne diese Bindung wird die Schicht direkt unter den Früchten schnell suppig. Und Zitronenschale ist keine Deko: Sie hebt die milde Süße der Mirabellen, die von Natur aus weniger Säure haben als Zwetschgen.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Mehl, Zucker, Salz, kalte Butter und Ei zügig zu einem glatten Mürbeteig verkneten – je kürzer die Knetzeit, desto mürber der Boden. In Folie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.
  2. Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, den Rand fetten.
  3. Teig auf dem Formboden gleichmäßig andrücken und einen etwa 3 cm hohen Rand hochziehen. Boden mehrmals mit der Gabel einstechen und die Form noch einmal 15 Minuten kalt stellen, damit der Rand beim Backen nicht rutscht.
  4. Quark, Frischkäse, Zucker, Vanillezucker, Puddingpulver, Öl sowie Zitronensaft und -schale glatt rühren. Die Eier einzeln unterrühren, jeweils nur so lange, bis sie eingearbeitet sind – zu viel Luft in der Masse lässt den Kuchen stark aufgehen und danach einfallen.
  5. Creme auf den Boden gießen und glatt streichen. Die halbierten Mirabellen mit der Schnittfläche nach oben dicht an dicht auf die Füllung setzen und nur leicht eindrücken.
  6. Auf der unteren Schiene 60 bis 70 Minuten backen. Fertig ist der Kuchen, wenn die Oberfläche goldgelb ist und nur noch die Mitte auf einem Handteller-Durchmesser leicht wackelt. Mit Thermometer: rund 65 bis 70 °C Kerntemperatur in der Mitte.
  7. Ofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen und den Kuchen 30 bis 60 Minuten darin stehen lassen. Danach vollständig auskühlen lassen und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Erst dann anschneiden.
Angeschnittenes Stück Mirabellenkuchen mit Frischkäse und Quark auf einem Teller, dahinter der ganze Kuchen mit goldgelben Mirabellen

Mirabellenkuchen mit Frischkäse und Quark

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Portionen: 12 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 430 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 200 g Mehl (Type 405, für den Boden)
  • 75 g Zucker (Boden)
  • 1 Prise Salz
  • 125 g kalte Butter, gewürfelt
  • 1 Ei (Größe M, Boden)
  • 500 g Magerquark
  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe, natur)
  • 150 g Zucker (Füllung)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier (Größe M, zimmerwarm)
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver oder 40 g Speisestärke
  • 100 ml neutrales Öl oder geschmolzene, abgekühlte Butter
  • Saft und abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone
  • 500 g Mirabellen, halbiert und entsteint

Zubereitung

Mehl, Zucker, Salz, kalte Butter und Ei zügig zu einem Mürbeteig verkneten und 30 Minuten kalt stellen.
Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.
Teig in die Form drücken, einen 3 cm hohen Rand hochziehen, den Boden einstechen und noch einmal 15 Minuten kühlen.
Quark, Frischkäse, Zucker, Vanillezucker, Puddingpulver, Öl, Zitronensaft und -schale glatt rühren, dann die Eier einzeln kurz unterrühren.
Creme auf den Boden gießen und die halbierten Mirabellen mit der Schnittfläche nach oben dicht an dicht daraufsetzen.
Auf der unteren Schiene 60 bis 70 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist und nur die Mitte leicht wackelt (Kerntemperatur 65 bis 70 °C).
Ofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen, den Kuchen 30 bis 60 Minuten darin lassen, danach auskühlen und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

So gelingt der Mirabellenkuchen mit Frischkäse ohne Risse

Risse entstehen fast immer aus derselben Kette: zu kalte Zutaten, zu viel Luft in der Masse, zu heiß gebacken, zu schnell abgekühlt. Wer diese vier Punkte im Griff hat, braucht keine Tricks mehr.

  • Alles auf Zimmertemperatur: Quark, Frischkäse und Eier 30 bis 60 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Eiskalte Masse verklumpt, backt ungleichmäßig und reißt eher auf.
  • Moderat backen statt schnell: 160 bis 175 °C reichen völlig. Bei mehr Hitze bläht sich die Füllung stark auf und fällt beim Abkühlen rissig zusammen.
  • Nicht schaumig schlagen: Die Eier einzeln und nur kurz unterrühren. Jede eingeschlagene Luftblase dehnt sich im Ofen aus und hinterlässt beim Abkühlen einen Krater.
  • Ofentür zulassen: In der ersten Stunde nicht öffnen – jeder Temperatursturz begünstigt Risse.
  • Langsam abkühlen: 30 bis 60 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei angelehnter Tür. Das ist der wirksamste einzelne Handgriff gegen die typische Mittelspalte.
  • Rand lösen, bevor er kalt wird: Nach dem Backen einmal mit einem dünnen Messer am Formrand entlangfahren. So zieht der schrumpfende Kuchen keine Risse in die Oberfläche.
  • Wasserbad als Versicherung: Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt ein Blech mit heißem Wasser auf die unterste Schiene und den Kuchen eine Ebene darüber. Die Hitze verteilt sich sanfter, die Oberfläche bleibt glatt.
  • Früchte abtropfen lassen: Sehr saftige oder aufgetaute Mirabellen kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wer ganz sichergehen will, wendet die Hälften vor dem Belegen in einem Teelöffel Speisestärke.
  • Boden vorbacken bei sehr saftigem Obst: Den Mürbeteig 12 bis 15 Minuten blind backen (Backpapier plus Hülsenfrüchte), dann bleibt er auch unter der feuchten Creme knusprig.

Mirabellenkuchen mit Quark – die Variante ohne Frischkäse

Kein Frischkäse im Haus? Dann nimm insgesamt 700 g Magerquark und lass den Rest des Rezepts unverändert. Zwei Anpassungen lohnen sich: 20 g Zucker mehr, weil die Füllung ohne die Rahmstufe deutlich säuerlicher schmeckt, und der Quark sollte vorher 15 Minuten in einem Sieb abtropfen – Magerquark bringt mehr Molke mit, und die landet sonst als Flüssigkeit in der Creme.

Geschmacklich ist das eine andere Baustelle: Der reine Quarkkuchen mit Mirabellen wird leichter, frischer und weniger dessertartig, überschlagen rund 25 kcal pro Stück weniger. Dafür ist er empfindlicher – ohne die Fettbindung des Frischkäses reißt die Oberfläche schneller, deshalb hier besonders auf die 160 bis 175 °C und das langsame Abkühlen achten. Wer die Mitte zwischen beiden Versionen sucht, ersetzt nur 100 g Frischkäse durch Quark.

Umgekehrt geht es auch: Für einen richtig cremigen Mirabellen-Käsekuchen tauschst du 100 g des Frischkäses gegen Mascarpone. Der Kuchen wird dessertartig weich und schwerer – dann reicht ein schmales Stück.

Mirabellen: Saison, Tiefkühlware und was sonst passt

Frische Mirabellen gibt es in Deutschland nur in einem kurzen Fenster: Die Ernte startet Anfang August und zieht sich je nach Sorte und Witterung bis in den September, im kühleren Norden und Osten rund zwei Wochen später als im Süden. Reife Früchte sind goldgelb bis leicht rot gesprenkelt, geben auf Druck minimal nach und lösen sich leicht vom Stein. Im Kühlschrank halten sie sich etwa drei Tage, danach werden sie mehlig.

Außerhalb der Saison funktioniert das Rezept genauso gut mit tiefgekühlten Mirabellen: antauen, gut abtropfen lassen, erst dann belegen. Eingelegte Mirabellen aus dem Glas gehen ebenfalls, sollten aber im Sieb abtropfen und trocken getupft werden, sonst bringen sie zusätzlichen Zuckersaft in die Füllung. Geschmacklich sind Mirabellen milder und weniger sauer als Zwetschgen – wer es säuerlicher mag, mischt eine Handvoll Sauerkirschen darunter.

Kalorisch fallen die Früchte kaum ins Gewicht: Mirabellen liegen bei etwa 64 kcal je 100 g und bringen nebenbei Ballaststoffe, Kalium und etwas Beta-Carotin mit. Der Zucker in diesem Kuchen steckt in Boden und Creme, nicht im Obst.

Variationen: Streusel, Blech oder ganz ohne Boden

  • Mit Streuseln: 200 g Mehl, 100 g Zucker und 120 g kalte Butter zu Streuseln kneten und vor dem Backen über die Mirabellen geben. Backzeit dann eher 70 Minuten, notfalls die letzten 15 Minuten mit Alufolie abdecken.
  • Andere Früchte: Zwetschgen, Aprikosen, Pfirsichspalten oder Sauerkirschen passen im gleichen Verhältnis – jeweils entsteint, halbiert und abgetropft.
  • Ohne Boden: Für die schnelle Version die Füllung direkt in die gefettete, bemehlte Form geben. Backzeit auf etwa 50 bis 55 Minuten verkürzen.
  • Auf dem Blech: Für ein halbes Blech alle Mengen verdoppeln und rund 45 bis 50 Minuten backen – flacher heißt kürzer.
  • Weniger süß: 100 g statt 150 g Zucker in der Füllung und das Öl durch 100 g zusätzlichen Quark ersetzen. Der Kuchen wird fester und weniger saftig, hält aber die Fruchtsäure besser aus.

Anschneiden, aufbewahren, einfrieren

Für saubere Stücke ein langes Messer in heißes Wasser tauchen, abtrocknen und nach jedem Schnitt wiederholen. Abgedeckt hält sich der Mirabellenkuchen mit Frischkäse 3 bis 4 Tage im Kühlschrank; am zweiten Tag schmeckt er meist besser als frisch gebacken, weil sich Vanille und Zitrone durchgezogen haben.

Einfrieren klappt stückweise: einzeln auf einem Teller anfrieren, dann in Dosen umpacken und über Nacht im Kühlschrank auftauen. Die Oberfläche wird dabei etwas feuchter, der Geschmack bleibt. Ein Stück liegt überschlagen bei rund 430 kcal – ein klassischer Sonntagskuchen, kein Fitness-Snack.

Häufige Fragen

Kann ich den Mirabellenkuchen nur mit Quark statt Frischkäse backen?

Ja. Nimm 700 g Magerquark statt 500 g Quark plus 200 g Frischkäse und rühre 20 g Zucker mehr ein. Den Quark vorher 15 Minuten abtropfen lassen, sonst wird die Creme zu feucht.

Warum reißt mein Käsekuchen mit Mirabellen beim Backen?

Meist wegen zu hoher Hitze, zu viel Luft in der Masse oder zu schnellem Abkühlen. Bei 160 bis 175 °C backen, die Eier nur kurz unterrühren und den Kuchen 30 bis 60 Minuten im Ofenspalt auskühlen lassen.

Wann haben Mirabellen Saison und gehen auch tiefgekühlte?

Die Ernte läuft von Anfang August bis in den September, im Norden rund zwei Wochen später. Tiefgekühlte Mirabellen funktionieren ganzjährig – antauen und gut abtropfen lassen.

Wie lange muss der Mirabellen-Käsekuchen kühlen?

Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht. Vorher ist die Quarkcreme innen noch weich und zerläuft beim Anschneiden.

Muss ich die Mirabellen vorher entsteinen?

Ja. Die Früchte waschen, halbieren und entsteinen, bevor sie mit der Schnittfläche nach oben auf die Creme kommen. Nur so lässt sich der Kuchen sauber anschneiden.

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