Ein voller Topf Linseneintopf steht in unter einer Stunde auf dem Tisch – ganz ohne langes Einweichen, wenn du braune Tellerlinsen oder Berglinsen nimmst. Das würzige Mett gibt dem Eintopf Tiefe, die Wiener Würstchen die typische rauchige Note, und ein Schuss Essig am Ende hebt das Ganze, sodass es nicht flach schmeckt. Genau diese Kombination macht das Gericht zu einem deftigen Klassiker, der satt macht und sich gut vorkochen lässt.
Wichtig vorweg zur Zutat: Mett ist gewürztes Hackfleisch (traditionell vom Schwein, oft als Hackepeter bekannt). Im Eintopf wird es krümelig angebraten – wer es magerer mag, nimmt Rinder- oder Putenhack. Die Linsen liefern pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe, das Hack ergänzt die tierischen Proteine, und Kartoffeln plus Suppengrün machen daraus eine vollwertige Mahlzeit für vier Personen.
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g braune Tellerlinsen oder Berglinsen
- 250 g Mett (gewürztes Schweinehack) – alternativ Rinder- oder Putenhack
- 4 Wiener Würstchen
- 2 Karotten
- 1 Stange Sellerie (oder ein Stück Knollensellerie)
- 1 Stange Lauch
- 1 Zwiebel
- 2–3 festkochende Kartoffeln
- 1–1,2 l Gemüse- oder Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL getrockneter Majoran
- 2 EL Essig (z. B. Apfel- oder Weißweinessig)
- 2 EL Pflanzenöl
- Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker
Festkochende Kartoffeln sind hier kein Detail am Rande: Sie zerfallen beim Köcheln nicht und halten den Eintopf bissfest statt breiig.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Vorbereiten: Linsen in einem Sieb abspülen. Karotten, Sellerie und Kartoffeln schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Lauch in Ringe schneiden, Zwiebel fein hacken.
- Gemüse anschwitzen: Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Karotten, Sellerie und Lauch 4–5 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten, bis die Zwiebel glasig ist.
- Mett anbraten: Das Mett dazugeben und krümelig braten, bis es leicht Farbe nimmt. So entsteht Röstaroma, das die Brühe später kräftiger macht.
- Linsen und Brühe: Abgespülte Linsen kurz mitrösten, dann die Brühe angießen. Lorbeer und Majoran dazugeben. Noch nicht salzen – Salz und Säure erst zum Schluss, sonst bleiben die Linsen härter.
- Köcheln: Bei niedriger Hitze 30–40 Minuten leise köcheln lassen. Nach gut 20 Minuten die Kartoffelwürfel dazugeben. Teste zwischendurch eine Linse – sie soll sich leicht zerdrücken lassen.
- Würstchen erwärmen: Wiener Würstchen in Scheiben schneiden und die letzten 5 Minuten nur ziehen lassen, nicht sprudelnd kochen, sonst platzen sie.
- Abschmecken: Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und dem Essig abschmecken. Der Essig nimmt den leicht erdigen Linsengeschmack und macht den Eintopf rund.

Zutaten
- 250 g braune Tellerlinsen oder Berglinsen
- 250 g Mett (gewürztes Schweinehack), alternativ Rinder- oder Putenhack
- 4 Wiener Würstchen
- 2 Karotten
- 1 Stange Sellerie
- 1 Stange Lauch
- 1 Zwiebel
- 2–3 festkochende Kartoffeln
- 1–1,2 l Gemüse- oder Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL getrockneter Majoran
- 2 EL Essig
- 2 EL Pflanzenöl
- Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
Zubereitung
Linsen abspülen. Karotten, Sellerie und Kartoffeln in 1 cm große Würfel schneiden, Lauch in Ringe, Zwiebel fein hacken.
Öl erhitzen und Zwiebel, Karotten, Sellerie und Lauch 4–5 Minuten andünsten.
Mett dazugeben und krümelig anbraten, bis es leicht Farbe nimmt.
Linsen kurz mitrösten, Brühe angießen, Lorbeer und Majoran zugeben. Noch nicht salzen.
30–40 Minuten köcheln; nach 20 Minuten die Kartoffeln zugeben, bis Linsen und Kartoffeln weich sind.
Würstchen in Scheiben die letzten 5 Minuten ziehen lassen.
Lorbeer entfernen, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken.
Tipps, damit der Linseneintopf gelingt
- Einweichen? Braune Tellerlinsen und Berglinsen brauchst du nicht einzuweichen. Ein kurzes Einweichen (etwa 1 Stunde) verkürzt die Kochzeit nur geringfügig.
- Säure erst am Ende: Gibst du Essig oder Salz zu früh dazu, bleiben die Linsen länger fest. Beides gehört in die letzten Minuten.
- Konsistenz steuern: Zu dünn? Ein paar Kartoffelwürfel zerdrücken, das bindet von selbst. Zu dick? Mit etwas Brühe strecken.
- Aroma vertiefen: Lass den fertigen Eintopf abgedeckt 10–15 Minuten ruhen. Am nächsten Tag schmeckt er oft noch besser, weil sich die Aromen verbinden.
Variationen
- Magerer: Statt Mett fettarmes Rinder- oder Putenhack nehmen und das Öl auf 1 EL reduzieren.
- Vegetarisch: Hack und Würstchen weglassen, dafür geräucherten Tofu oder eine vegetarische Wurst dazugeben und mit geräuchertem Paprikapulver würzen.
- Kräftiger: Eine geräucherte Mettwurst oder ein Stück Kasseler mitkochen – das gibt dem Eintopf zusätzlich Rauchtiefe.
- Mit mehr Gemüse: Eine Handvoll Petersilienwurzel oder Pastinake mitwürfeln, das passt geschmacklich gut zur Linse.
Aufbewahren und Vorkochen
- Im Kühlschrank hält der Eintopf luftdicht verschlossen 3–4 Tage.
- Zum Einfrieren portionsweise in Gefrierdosen füllen – bis zu 3 Monate haltbar.
- Beim Aufwärmen 1–2 EL Wasser oder Brühe zugeben, damit er nicht zu dick wird, und langsam erhitzen.
Häufige Fragen
Muss ich die Linsen vorher einweichen?
Braune Tellerlinsen und Berglinsen musst du nicht einweichen. Ein kurzes Einweichen von etwa einer Stunde verkürzt die Kochzeit nur geringfügig.
Wie lange muss der Linseneintopf köcheln?
Je nach Linsensorte 30 bis 40 Minuten bei niedriger Hitze. Teste eine Linse: Sie sollte sich leicht zwischen den Fingern zerdrücken lassen.
Was ist Mett genau?
Mett ist gewürztes Hackfleisch, traditionell vom Schwein (Hackepeter). Im Eintopf wird es krümelig angebraten. Magerer wird es mit Rinder- oder Putenhack.
Kann ich den Eintopf einfrieren?
Ja. Portionsweise in Gefrierdosen füllen, bis zu 3 Monate haltbar. Beim Aufwärmen 1–2 EL Brühe zugeben, damit er nicht zu dick wird.
Wie mache ich den Linseneintopf vegetarisch?
Lass Mett und Würstchen weg und gib stattdessen geräucherten Tofu oder eine vegetarische Wurst dazu. Geräuchertes Paprikapulver bringt die rauchige Note.


