Heringssuppe mit Kartoffeln und Lauch: cremiger Klassiker in 40 Minuten

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Schüssel cremige Heringssuppe mit Kartoffeln, Lauch und frischem Dill, daneben dunkles Brot

Heringssuppe klingt erstmal nach Großmutters Küche – und genau das ist sie auch, im allerbesten Sinne. Frischer Hering, ein paar mehlige Kartoffeln, Lauch und Zwiebel, fertig ist ein Eintopf, der dich an grauen Tagen von innen wärmt. Bei mir landet die Suppe vor allem im Spätwinter auf dem Herd, wenn ich nach dem Training was Deftiges brauche, das trotzdem nicht beschwert.

Und ehrlich gesagt: Hering ist ernährungstechnisch ein kleiner Geheimtipp. Mit rund 18 % Fett steckt sogar mehr davon drin als im Lachs, dazu etwa 18–20 g Eiweiß pro 100 g und knapp 2 g Omega-3-Fettsäuren. Schon 100 g decken rechnerisch das Dreifache deines Tagesbedarfs an Vitamin B12. Heißt: lecker und nebenbei richtig nährstoffdicht. Mehr muss eine Alltagssuppe gar nicht können.

Das Schöne – du brauchst weder Kochkurs noch Spezialzutaten. In gut 40 Minuten steht der Topf auf dem Tisch. Der einzige Punkt, an dem es bei mir früher schiefging, war die Garzeit vom Fisch. Aber dazu unten mehr.

Zutaten für die Heringssuppe (4 Portionen)

  • 600 g frische Heringsfilets (ersatzweise Dorsch oder Kabeljau)
  • 600 g mehlig kochende Kartoffeln (ca. 4–5 mittelgroße)
  • 1 Stange Lauch
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Karotte (optional, für Farbe und Süße)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Pflanzenöl oder Butter
  • 1,2 l Wasser
  • 150 ml Milch oder Sahne (optional, für die sämige Variante)
  • 1 TL Salz, plus mehr zum Abschmecken
  • 1 Bund frischer Dill zum Garnieren

Ein Wort zum Einkauf: Frischer Hering soll glänzen, klare Augen haben und nach Meer riechen, nicht nach Fisch. Klingt nach Haarspalterei, macht aber den Unterschied zwischen einer feinen Suppe und einer, die zu streng schmeckt. Bekommst du keinen ganzen Hering, nimm fertige Filets vom Fischhändler – spart das Filetieren komplett.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Zwiebel würfeln, Lauch in feine Ringe, Karotte in dünne Scheiben.
  2. Öl im großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Lauch darin 5–7 Minuten glasig anschwitzen, bis sie duften, aber noch keine Farbe nehmen.
  3. Lorbeerblatt, Piment- und Pfefferkörner kurz mitrösten – das holt die Aromen raus.
  4. Mit 1,2 l Wasser ablöschen, salzen und aufkochen. Kartoffeln und Karotte zugeben und 12–15 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln gerade weich sind.
  5. Hitze runterdrehen. Die Heringsfilets in Stücke schneiden und in die nur noch leise siedende Suppe legen. 5–7 Minuten ziehen lassen, nicht sprudelnd kochen – sonst zerfällt der Fisch und das wertvolle Omega-3 leidet.
  6. Wer es cremig mag: jetzt die Milch oder Sahne einrühren und einmal kurz erwärmen, nicht mehr kochen.
  7. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, Lorbeerblatt rausfischen und großzügig mit Dill bestreuen.
Schüssel cremige Heringssuppe mit Kartoffeln, Lauch und frischem Dill, daneben dunkles Brot

Heringssuppe mit Kartoffeln und Lauch

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 310 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 600 g frische Heringsfilets
  • 600 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Stange Lauch
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Karotte (optional)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Pflanzenöl oder Butter
  • 1,2 l Wasser
  • 150 ml Milch oder Sahne (optional)
  • 1 TL Salz
  • 1 Bund frischer Dill

Zubereitung

Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebel würfeln, Lauch in Ringe und Karotte in Scheiben schneiden.
Öl im großen Topf erwärmen und Zwiebel mit Lauch 5–7 Minuten glasig anschwitzen.
Lorbeerblatt, Piment- und Pfefferkörner kurz mitrösten.
Mit 1,2 l Wasser ablöschen, salzen, aufkochen und Kartoffeln samt Karotte 12–15 Minuten weich köcheln.
Hitze reduzieren, Heringsstücke in die leise siedende Suppe geben und 5–7 Minuten ziehen lassen, nicht kochen.
Für die cremige Variante Milch oder Sahne einrühren und kurz erwärmen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Lorbeerblatt entfernen und mit reichlich Dill bestreuen.

Tipps, damit die Suppe wirklich gelingt

Der häufigste Fehler ist zu viel Hitze. Hering ist ein zarter Fisch – kocht er zu lange oder zu stark, fällt er auseinander und wird trocken. Naja, „trocken in der Suppe“ klingt komisch, aber du merkst es am bröseligen Mundgefühl. Deshalb: Fisch immer zum Schluss, bei kleiner Flamme, ziehen lassen statt kochen.

Falls dir der Eigengeschmack vom Hering zu kräftig ist, hilft ein Spritzer Zitrone am Ende. Das nimmt die Schärfe raus und macht die Suppe runder. Bei mir kommt fast immer Zitrone dazu – eben Geschmackssache.

Reste halten im Kühlschrank ein bis zwei Tage. Wärm sie sanft auf, am besten nicht in der Mikrowelle bei voller Power, sonst gummt der Fisch. Einfrieren würde ich die Suppe nicht: Kartoffeln und Fisch verlieren beim Auftauen ihre Struktur.

Und falls du die Suppe sämiger willst, ohne Sahne zu nehmen – zerdrück einfach ein paar der gekochten Kartoffeln direkt im Topf. Das bindet ganz natürlich.

Variationen der Heringssuppe

Diese Suppe ist eine dankbare Basis, an der du fast nichts falsch machst. Ein paar Richtungen, die sich lohnen:

  • Mecklenburger Art: An der Ostsee kommt die Fischsuppe oft mit Sahne oder Kondensmilch, einem Schuss Weißwein, Kapern und einem Spritzer Zitrone auf den Tisch. Traditionell wird dort eher Dorsch genommen – funktioniert mit Hering aber genauso und schmeckt eine Spur feiner.
  • Mehr Gemüse: Sellerie, Karotte oder ein paar Erbsen machen die Suppe bunter und sättigender. Praktisch, wenn die Kinder mitessen.
  • Skandinavisch mild: Mit reichlich Dill und etwas Milch wird daraus die sanfte, fast schon cremige Version, wie man sie in Schweden und Finnland kennt.
  • Anderer Fisch: Kein Hering zur Hand? Kabeljau, Seelachs oder Lachs passen ebenso gut. Lachs macht die Suppe gehaltvoller, Seelachs bleibt schön günstig.
  • Ohne Fisch: Lass den Hering weg, nimm eine kräftige Gemüsebrühe und brate ein paar Pilze an – dann hast du eine vegetarische Kartoffel-Lauch-Suppe mit ähnlichem Wohlfühlfaktor.

Serviert wird das Ganze klassisch mit frischem, dunklem Brot. Ein grüner Salat dazu, und du hast eine vollständige Mahlzeit, die kaum was kostet und trotzdem satt und zufrieden macht. Mal ehrlich – mehr braucht ein Winterabend nicht.

Häufige Fragen

Kann ich für die Heringssuppe statt frischem Hering anderen Fisch nehmen?

Ja. Dorsch, Kabeljau, Seelachs oder Lachs passen genauso gut. Die Garzeit bleibt ähnlich: den Fisch immer erst zum Schluss bei kleiner Hitze ziehen lassen.

Wie lange muss der Hering in der Suppe kochen?

Nur 5–7 Minuten und ohne sprudelndes Kochen. Bei zu viel Hitze zerfällt der zarte Fisch und verliert sein wertvolles Omega-3. Lieber leise sieden lassen.

Wie wird die Heringssuppe cremig?

Rühr am Ende 150 ml Milch oder Sahne ein und erwärme sie nur kurz. Alternativ ein paar gekochte Kartoffeln im Topf zerdrücken – das bindet ganz ohne Sahne.

Kann man Heringssuppe einfrieren?

Besser nicht. Kartoffeln und Fisch verlieren beim Auftauen ihre Struktur. Im Kühlschrank hält die Suppe ein bis zwei Tage und wird am besten sanft wieder erwärmt.

Was ist der Unterschied zur Mecklenburger Fischsuppe?

Die Mecklenburger Variante nimmt meist Dorsch und verfeinert die Suppe mit Sahne, einem Schuss Weißwein, Kapern und Zitrone. Mit Hering schmeckt sie eine Spur kräftiger.

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