Mildes Roggenbrot backen: einfaches Rezept mit Hefe

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Angeschnittenes selbst gebackenes mildes Roggenbrot mit bemehlter Kruste auf einem Holzbrett

Ein mildes Roggenbrot gelingt auch ohne eigenen Sauerteig-Ansatz: Ein Anteil Weizenmehl, etwas Hefe und ein Schuss Essig übernehmen die Aufgabe, für die sonst tagelang gefütterter Sauerteig zuständig wäre. Das Ergebnis ist eine saftige, nussig-milde Krume mit fester Kruste – gebacken in der Kastenform, mit rund 15 Minuten aktiver Arbeit und ohne Knetmaschine. Reines Roggenmehl schmeckt ohne Säure flach und wird leicht klitschig, deshalb sorgt hier der Weizenanteil für Stabilität und der Essig für die feine Note, die ein gutes Roggenbrot braucht.

Zutaten für ein mildes Roggenbrot

Die Mengen reichen für einen Laib in einer Kastenform (ca. 28–30 cm). Roggenmehl Typ 1150 gibt Aroma und Farbe, das Weizenmehl Typ 550 hält den Teig zusammen.

  • 400 g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 100 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder 20 g frische Hefe
  • 450 ml lauwarmes Wasser
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker (Starthilfe für die Hefe)
  • 1 EL Apfelessig oder heller Branntweinessig (für Stand und feine Säure)
  • 1 TL Kümmel, ganz oder gemahlen (optional)
  • etwas Mehl zum Bestäuben, Fett für die Form

Roggenbrot Schritt für Schritt backen

  1. Roggen- und Weizenmehl mit Salz und Kümmel in einer großen Schüssel mischen.
  2. Zucker und Hefe in etwa 100 ml des lauwarmen Wassers auflösen und 5 Minuten stehen lassen, bis sich erste Bläschen zeigen.
  3. Hefewasser, restliches Wasser und den Essig zum Mehl geben. Alles mit dem Löffel oder Knethaken kräftig verrühren, bis ein gleichmäßiger, recht weicher Teig entsteht – nicht von Hand kneten (dazu unten mehr).
  4. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
  5. Mit feuchten Händen oder einem Teigschaber kurz zusammenfassen und in die gefettete Kastenform füllen. Oberfläche glatt streichen und mit Mehl bestäuben.
  6. Erneut abgedeckt 30–45 Minuten gehen lassen. Den Ofen rechtzeitig auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Die Oberfläche mit einem nassen Messer ein paar Mal einschneiden und das Brot 50–60 Minuten backen, bis es kräftig gebräunt ist.
  8. Brot aus der Form lösen und sofort mit etwas Wasser bestreichen – das gibt Glanz und eine knackige Kruste. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen.
Angeschnittenes selbst gebackenes mildes Roggenbrot mit bemehlter Kruste auf einem Holzbrett

Mildes Roggenbrot

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Portionen: 112 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 200 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 400 g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 100 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder 20 g frische Hefe
  • 450 ml lauwarmes Wasser
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Apfelessig oder heller Branntweinessig
  • 1 TL Kümmel (optional)

Zubereitung

Roggen- und Weizenmehl mit Salz und Kümmel mischen.
Zucker und Hefe in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen, 5 Minuten stehen lassen.
Hefewasser, restliches Wasser und Essig zugeben und zu einem gleichmäßigen, weichen Teig verrühren (nicht kneten).
Teig abgedeckt 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
In die gefettete Kastenform füllen, glatt streichen, mit Mehl bestäuben.
Weitere 30–45 Minuten gehen lassen, Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Oberfläche einschneiden und 50–60 Minuten backen, bis das Brot kräftig gebräunt ist.
Aus der Form lösen, mit Wasser bestreichen und vollständig auskühlen lassen.

Tipps, damit das Roggenbrot gelingt

Roggenmehl verhält sich völlig anders als Weizenmehl, und genau daran scheitern die meisten Versuche. Diese Punkte machen den Unterschied zwischen klitschig und saftig:

  • Rühren statt kneten: Roggen bildet kaum Kleber, ein langes Kneten bringt nichts. Der Teig wird nur gründlich vermischt und bleibt klebrig – das ist richtig so.
  • Säure nicht weglassen: Der Essig ersetzt im Hefebrot die Aufgabe des Sauerteigs. Er stabilisiert die Krume und verhindert den faden, leicht seifigen Geschmack, den reines Roggenbrot ohne Säure bekommt.
  • Wasser nicht zu heiß: Lauwarm heißt etwa 35 °C. Zu heißes Wasser tötet die Hefe ab, dann geht der Teig nicht auf.
  • Garprobe per Klopftest: Auf die Unterseite klopfen – klingt es hohl, ist das Brot durch. Im Zweifel lieber 5 Minuten länger backen, ein zu kurz gebackenes Roggenbrot bleibt innen feucht.
  • Geduld beim Anschneiden: Frisch aus dem Ofen ist die Krume noch nicht fertig. Erst vollständig ausgekühlt schneidet sich Roggenbrot sauber und schmeckt rund.
  • Aufbewahrung: Mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett gestellt oder in einem Brottopf bleibt der Laib 3–4 Tage saftig. Roggenbrot hält sich dank höherer Säure länger frisch als Weizenbrot.

Varianten des Roggenbrots

Das Grundrezept lässt sich leicht abwandeln, je nachdem wie kräftig oder körnig du es magst:

  • Mit Saaten: 50–80 g Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Leinsamen unter den Teig mischen oder vor dem Backen aufstreuen.
  • Roggen-Walnuss-Brot: Eine Handvoll grob gehackte Walnüsse geben dem Brot eine herzhafte, leicht herbe Note – passt gut zu Käse.
  • Kräftiger im Geschmack: Wer es rustikaler mag, ersetzt 50–100 g Roggenmehl durch fertigen Roggensauerteig aus dem Supermarkt und reduziert das Wasser entsprechend.
  • Vollkorn-Variante: Statt Typ 1150 Vollkorn-Roggenmehl verwenden. Dann etwa 20–30 ml mehr Wasser einplanen, weil Vollkornmehl mehr Flüssigkeit aufnimmt, und die Gehzeit etwas verlängern.

Wie gesund ist Roggenbrot?

Roggenbrot gilt als sättigender und ballaststoffreicher als helles Weizenbrot. Die Ballaststoffe im Roggen unterstützen die Verdauung und sorgen dafür, dass der Blutzucker nach dem Essen langsamer ansteigt – Roggenbrot hat tendenziell einen niedrigeren glykämischen Index als Weißbrot. Wer den vollen Nährwert möchte, greift zu Vollkorn-Roggenmehl: Es liefert mehr Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen sowie B-Vitamine. Roggen enthält Gluten und ist damit für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet. Als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung ist selbst gebackenes Roggenbrot eine gute, unkomplizierte Wahl – ganz ohne Zusatzstoffe, die in vielen gekauften Broten stecken.

Häufige Fragen

Kann man Roggenbrot ohne Sauerteig backen?

Ja. Ein mildes Roggenbrot gelingt mit Hefe, wenn man etwas Weizenmehl und einen Schuss Essig zugibt. Der Essig liefert die Säure, die sonst der Sauerteig beisteuert, und stabilisiert die Krume.

Warum wird Roggenteig nicht geknetet?

Roggenmehl bildet kaum Kleber (Gluten). Langes Kneten bringt deshalb nichts – der Teig wird nur gründlich verrührt und bleibt bewusst klebrig und weich.

Warum ist mein Roggenbrot innen klitschig?

Meist war die Backzeit zu kurz oder fehlende Säure. Klopf auf die Unterseite: Klingt es hohl, ist das Brot durch. Sonst 5–10 Minuten länger backen und vollständig auskühlen lassen.

Wie lange hält selbst gebackenes Roggenbrot?

Durch den höheren Säureanteil bleibt Roggenbrot länger frisch als Weizenbrot – mit der Schnittfläche nach unten oder im Brottopf etwa 3 bis 4 Tage saftig.

Welches Roggenmehl eignet sich am besten?

Für ein mildes Brot Typ 1150. Vollkorn-Roggenmehl ergibt ein kräftigeres, nährstoffreicheres Brot, braucht aber etwas mehr Wasser und eine längere Gehzeit.

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