Ein guter Radi lebt von einem einzigen Handgriff: dem Salzen. Der weiße Rettich wird hauchdünn gehobelt, gesalzen und darf ein paar Minuten „weinen“ – dabei zieht das Salz Wasser und einen Großteil der Schärfe heraus. Was bleibt, ist eine knackige, würzige Beilage, die in gut 20 Minuten fertig ist und jede Brotzeit mit Brezn und Obatzda abrundet.
Der Salat kommt ohne Schnickschnack aus: Rettich, Salz, ein schlichtes Essig-Öl-Dressing und Schnittlauch. Genau in dieser Reduktion liegt der Reiz – und mit rund 14 Kalorien pro 100 Gramm Rettich ist er eine der leichtesten Beilagen überhaupt.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 großer weißer Rettich (Bierrettich, ca. 500–600 g)
- 1 gehäufter TL Salz (zum Entwässern) plus Salz zum Abschmecken
- 1 Bund Schnittlauch
- 3 EL Apfelessig (oder milder Weißweinessig)
- 3 EL neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- optional: 1 Prise Zucker
Zubereitung
- Rettich waschen, dünn schälen und die Enden abschneiden. Mit einer Mandoline, einem Radi-Schneider oder einem scharfen Messer in möglichst dünne, gleichmäßige Scheiben hobeln.
- Die Scheiben in eine Schüssel geben, mit dem gehäuften TL Salz bestreuen und gut durchmischen. 15–20 Minuten ziehen lassen – der Rettich gibt Wasser ab („der Radi weint“) und verliert dabei die Schärfe.
- Das ausgetretene Wasser abgießen und den Rettich leicht mit den Händen ausdrücken.
- Schnittlauch waschen, trockentupfen und in feine Röllchen schneiden.
- Für das Dressing Apfelessig mit Pfeffer und optional einer Prise Zucker verrühren, dann das Öl unterschlagen.
- Dressing und Schnittlauch unter den Rettich mischen, kurz durchziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zutaten
- 1 großer weißer Rettich (Bierrettich, ca. 500–600 g)
- 1 gehäufter TL Salz zum Entwässern, plus Salz zum Abschmecken
- 1 Bund Schnittlauch
- 3 EL Apfelessig
- 3 EL neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- optional: 1 Prise Zucker
Zubereitung
Rettich waschen, dünn schälen, Enden abschneiden und sehr dünn hobeln.
Scheiben mit dem gehäuften TL Salz mischen und 15–20 Minuten ziehen lassen, bis der Rettich Wasser abgibt.
Ausgetretenes Wasser abgießen und den Rettich leicht ausdrücken.
Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
Apfelessig mit Pfeffer und optional einer Prise Zucker verrühren, Öl unterschlagen.
Dressing und Schnittlauch untermischen, kurz durchziehen lassen und abschmecken.
Tipps aus der Praxis
Schärfe steuern: Das Salzen entscheidet über den Charakter. Wer es milder mag, lässt den Rettich länger ziehen und spült ihn kurz mit kaltem Wasser ab. Für mehr Biss die Ziehzeit auf 10 Minuten verkürzen.
Wenn er zu scharf geworden ist: Eine Prise Zucker und ein Extralöffel Öl im Dressing runden die Schärfe ab, ohne den typischen Geschmack zu überdecken.
Gleichmäßig hobeln: Dünne, gleich dicke Scheiben ziehen gleichmäßig Wasser und bleiben knackig. Ungleiche Stücke werden teils matschig, teils noch scharf.
Aufbewahrung: Am besten frisch essen. Im Kühlschrank hält der Salat abgedeckt 1–2 Tage, wird dabei aber weicher und milder.
Variationen
- Radi mit Radieschen: Ein Bund fein gehobelte Radieschen bringt Farbe und einen zusätzlichen frischen Biss.
- Cremige Variante: Statt Essig-Öl den Rettich mit 2–3 EL Sauerrahm oder Joghurt und etwas Zitronensaft anmachen.
- Deftig: Feine Streifen von gekochtem Schinken oder gebratenem Speck machen aus der Beilage eine kleine Mahlzeit.
- Ganz klassisch pur: Im Biergarten wird der Radi oft spiralförmig geschnitten, nur gesalzen und ohne Dressing zur Maß gegessen.
Wozu der Radi passt
Bayerischer Rettichsalat ist die klassische Brotzeit-Beilage: zu frischen Brezn, Obatzda, Leberkäse, Weißwurst oder einer deftigen Wurstplatte. Durch die frische Schärfe wirkt er wie ein Kontrast zu fettreichen Speisen und macht die Brotzeit leichter.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich die Schärfe aus dem Rettich?
Den gehobelten Rettich salzen und 15–20 Minuten ziehen lassen. Das Salz zieht Wasser und einen Großteil der Schärfe heraus – anschließend das Wasser abgießen und den Rettich leicht ausdrücken.
Welcher Rettich eignet sich für bayerischen Rettichsalat?
Klassisch ist der weiße Bierrettich. Er ist milder als schwarzer Rettich und lässt sich gut dünn hobeln. Auch Daikon funktioniert.
Wie lange hält sich der Rettichsalat?
Am besten frisch genießen. Abgedeckt im Kühlschrank hält er 1–2 Tage, wird dabei aber weicher und milder im Geschmack.
Wozu passt bayerischer Rettichsalat?
Als Brotzeit-Beilage zu Brezn, Obatzda, Leberkäse, Weißwurst oder einer Wurstplatte. Die frische Schärfe bildet einen Kontrast zu deftigen Speisen.
Muss man den Rettich schälen?
Ja, den weißen Rettich dünn schälen und die Enden abschneiden. Die Schale ist zäh und leicht bitter, das Schälen sorgt für ein feineres Ergebnis.


