Ein geflochtener Mohnstriezel mit saftiger Füllung und goldener Kruste sieht aus, als käme er vom Bäcker – dabei brauchst du dafür nur Hefeteig, gemahlenen Mohn und etwas Geduld beim Gehenlassen. Plane rund zwei Stunden ein, der aktive Teil davon sind keine 40 Minuten. Den Rest erledigt die Hefe von allein. Das Ergebnis: ein lockeres Hefegebäck, das durch die Mohn-Milch-Füllung tagelang weich bleibt und nicht so schnell austrocknet wie ein klassischer Hefezopf.
Wichtig sind eigentlich nur drei Dinge: lauwarme (nicht heiße) Milch für die Hefe, eine Füllung, die genug Feuchtigkeit zieht, und ein Ofen, der nicht zu heiß läuft. Den Rest zeige ich dir Schritt für Schritt.
Zutaten
Für den Hefeteig:
- 500 g Weizenmehl (Typ 405)
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder 42 g frische Hefe
- 250 ml lauwarme Milch
- 80 g Zucker
- 80 g weiche Butter
- 1 TL Salz
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
- 2 Eier (Größe M)
- Abrieb einer halben Zitrone (optional)
Für die Mohnfüllung:
- 200 g gemahlener Mohn (am besten Blaumohn)
- 150 ml Milch
- 100 g Zucker
- 1 TL Zimt
- 50 g Rosinen (optional)
- 1 Ei, verquirlt, zum Bestreichen
Gemahlenen Mohn bekommst du in größeren Supermärkten fertig im Regal. Ganzen Mohn musst du selbst mahlen – ungemahlen bleibt er hart und gibt sein Aroma kaum ab. Eine Gewürz- oder Kaffeemühle reicht dafür, in kleinen Portionen.
Zubereitung des Teigs
- Das Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hineinbröckeln oder die Trockenhefe daraufstreuen.
- Den Zucker über die Hefe geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Etwa 10 Minuten ruhen lassen, bis sich an der Oberfläche Bläschen bilden – so siehst du, dass die Hefe arbeitet.
- Weiche Butter, Salz, Vanille, Eier und nach Belieben den Zitronenabrieb dazugeben. Achte darauf, dass das Salz nicht direkt auf die Hefe trifft, es bremst die Triebkraft.
- Alles 8 bis 10 Minuten kräftig zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten – von Hand oder mit der Küchenmaschine. Er soll sich vom Schüsselrand lösen und nur noch leicht klebrig sein.
- Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Zubereitung der Mohnfüllung
- Den gemahlenen Mohn mit Zucker und Zimt in einer Schüssel mischen.
- Die Milch erhitzen, aber nicht kochen lassen, und über die Mohnmischung gießen. Gut verrühren.
- Nach Belieben die Rosinen unterheben und die Füllung etwa 15 bis 20 Minuten quellen lassen, bis sie streichfähig und dickflüssig ist. Quillt sie zu fest, einen Schuss Milch nachgeben.
Formen und Backen
- Den aufgegangenen Teig kurz durchkneten und auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 30 × 40 cm ausrollen.
- Die Mohnfüllung gleichmäßig aufstreichen, dabei ringsum einen Rand von 2 cm frei lassen.
- Den Teig von der langen Seite her satt aufrollen. Die Rolle mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren, sodass die Mohnschichten sichtbar werden.
- Die beiden Stränge mit der Schnittfläche nach oben umeinanderschlagen – wie eine Kordel. Den Striezel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
- Nochmals abgedeckt 30 bis 45 Minuten gehen lassen.
- Mit dem verquirlten Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze 35 bis 45 Minuten goldbraun backen. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, nach etwa 25 Minuten locker mit Alufolie abdecken.

Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Typ 405)
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder 42 g frische Hefe
- 250 ml lauwarme Milch
- 80 g Zucker
- 80 g weiche Butter
- 1 TL Salz
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
- 2 Eier (Größe M)
- Abrieb einer halben Zitrone (optional)
- 200 g gemahlener Mohn (Blaumohn)
- 150 ml Milch (für die Füllung)
- 100 g Zucker (für die Füllung)
- 1 TL Zimt
- 50 g Rosinen (optional)
- 1 Ei zum Bestreichen
Zubereitung
Mehl in eine Schüssel geben, Mulde drücken, Hefe hineinbröckeln oder Trockenhefe daraufstreuen.
Zucker über die Hefe geben, mit lauwarmer Milch übergießen und 10 Minuten ruhen lassen, bis sich Bläschen bilden.
Butter, Salz, Vanille, Eier und nach Belieben Zitronenabrieb zugeben und 8 bis 10 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für die Füllung Mohn, Zucker und Zimt mischen, mit heißer (nicht kochender) Milch übergießen, Rosinen unterheben und 15 bis 20 Minuten quellen lassen.
Teig zu einem Rechteck von 30 × 40 cm ausrollen, die Mohnfüllung aufstreichen und satt aufrollen.
Rolle längs halbieren, die Stränge mit der Schnittfläche nach oben umeinanderschlagen und auf ein Backblech legen.
Striezel weitere 30 bis 45 Minuten gehen lassen, mit verquirltem Ei bestreichen.
Bei 175 °C Ober-/Unterhitze 35 bis 45 Minuten goldbraun backen, bei Bedarf nach 25 Minuten mit Alufolie abdecken.
Tipps, damit der Striezel saftig bleibt
- Füllung feucht genug? Trockener Mohn macht die häufigste Panne aus. Die Milch-Mohn-Mischung sollte richtig quellen, sonst zieht sie beim Backen Feuchtigkeit aus dem Teig. Lieber etwas mehr Milch als zu wenig.
- Nicht übergaren. Ab Minute 35 regelmäßig schauen. Ein Holzstäbchen in den Teigteil (nicht in die Füllung) gesteckt sollte sauber wieder herauskommen.
- Richtig lagern. Komplett ausgekühlt und gut verpackt bleibt der Mohnstriezel bei kühler Raumtemperatur 2 bis 3 Tage weich. Durch die Mohnfüllung trocknet er deutlich langsamer als ein normaler Hefezopf.
- Hefe-Faustregel. 42 g frische Hefe entsprechen einem Päckchen Trockenhefe. Mit frischer Hefe geht der Teig genauso gut auf, braucht aber manchmal ein paar Minuten länger.
Variationen
- Mit Nüssen: 100 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln und 2 EL Honig unter die Mohnfüllung mischen – gibt mehr Biss und Tiefe.
- Fruchtig: 100 g gehackte getrocknete Aprikosen oder Datteln plus ein Spritzer Orangensaft statt oder zusätzlich zu den Rosinen.
- Schokoladig: 100 g gehackte Zartbitterschokolade in die Füllung geben oder 2 EL Kakao in den Teig kneten.
- Mit Streuseln: Aus 100 g Mehl, 60 g Butter und 50 g Zucker schnell Streusel kneten und vor dem Backen aufstreuen – wie beim Bäcker.
- Als Zopf geflochten: Statt der gedrehten Kordel die beiden Stränge klassisch zu einem zweisträngigen Zopf flechten, dann verteilt sich die Füllung gleichmäßiger.
Häufige Fragen
Muss ich den Mohn vorher mahlen?
Ja. Ganzer Mohn bleibt hart und gibt kaum Aroma ab. Gemahlenen Blaumohn gibt es fertig im Supermarkt, ganzen Mohn mahlst du portionsweise in einer Gewürz- oder Kaffeemühle.
Wie bleibt der Mohnstriezel saftig?
Die Mohnfüllung muss mit Milch gut quellen und der Striezel darf nicht zu lange backen. Komplett ausgekühlt und gut verpackt bleibt er bei kühler Raumtemperatur 2 bis 3 Tage weich.
Bei welcher Temperatur backe ich Mohnstriezel?
Bei 175 °C Ober-/Unterhitze für 35 bis 45 Minuten. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, deckst du sie nach etwa 25 Minuten locker mit Alufolie ab.
Kann ich frische statt Trockenhefe nehmen?
Ja. 42 g frische Hefe entsprechen einem Päckchen Trockenhefe (7 g). Der Teig geht genauso gut auf, braucht mit frischer Hefe manchmal ein paar Minuten länger.
Kann man Mohnstriezel einfrieren?
Ja, im Ganzen oder in Scheiben. Gut verpackt hält er sich mehrere Wochen im Gefrierfach. Vor dem Servieren bei Raumtemperatur auftauen lassen.


