Cremiges Pilzrisotto: vegetarisches Grundrezept ohne Sahne

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Cremiges vegetarisches Pilzrisotto mit gebratenen Champignons, Parmesan und Petersilie in einer flachen Schale auf dunklem Holztisch

Für ein cremiges Pilzrisotto reichen 300 g Rundkornreis, ein Liter heiße Brühe und knapp 20 Minuten am Topf – Sahne kommt keine hinein. Die Sämigkeit stammt aus der Stärke der Körner, die sich beim Garen löst, und aus kalter Butter mit frisch geriebenem Parmesan, die erst nach dem Herd untergezogen werden. Getrocknete Steinpilze steuern das Aroma bei, das frische Champignons allein nicht hergeben: Ihr Einweichwasser wandert später mit in den Topf.

Das Grundrezept ist vegetarisch, braucht einen Topf und eine Pfanne und steht nach rund 45 Minuten für vier Personen auf dem Tisch. Danach lässt es sich in jede Richtung drehen – vegan, mit Pfifferlingen im Herbst, mit Erbsen für Farbe oder dünner als Beilage.

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g Risottoreis (Carnaroli oder Arborio)
  • 500 g braune Champignons (oder gemischte Pilze)
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 125 ml trockener Weißwein (optional, ersetzbar durch Brühe plus 1 TL Zitronensaft)
  • ca. 1 Liter Gemüsebrühe, heiß
  • 60 g kalte Butter, gewürfelt
  • 60 g Parmesan, frisch gerieben (strikt vegetarisch: Hartkäse mit mikrobiellem Lab)
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • 1 Handvoll glatte Petersilie

Braune Champignons schmecken kräftiger als weiße und geben beim Braten weniger Wasser ab. Der Parmesan sollte am Stück gekauft und selbst gerieben werden – fertig geriebener Käse enthält oft Trennmittel und klumpt beim Unterrühren.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Getrocknete Steinpilze mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Das Einweichwasser durch ein feines Sieb oder ein Küchentuch abgießen – am Boden setzt sich Sand ab – und beiseitestellen. Die Pilze grob hacken.
  2. Champignons putzen: kurz unter fließendem Wasser abspülen und sofort trockentupfen oder mit einem Pinsel abbürsten. Anschließend in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
  3. 1 EL Olivenöl mit einem Stück Butter in einer weiten Pfanne stark erhitzen und die Champignons portionsweise goldbraun braten. Die Pfanne dabei nicht überladen, sonst dünsten die Pilze im eigenen Saft. Erst zum Schluss salzen, herausnehmen und warm stellen.
  4. Im Topf die Zwiebel im restlichen Öl bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten glasig dünsten, den Knoblauch 30 Sekunden mitziehen lassen. Den Reis ungewaschen zugeben und unter Rühren 2 Minuten anrösten, bis die Ränder der Körner glasig glänzen (Tostatura).
  5. Mit dem Weißwein ablöschen und unter Rühren fast vollständig einkochen lassen. Ohne Wein: zwei Kellen Brühe angießen und später 1 TL Zitronensaft für die Säure zugeben.
  6. Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe zurückdrehen. Nun kellenweise die heiße Brühe im Wechsel mit dem Steinpilzwasser angießen – immer nur so viel, dass der Reis knapp bedeckt ist. Alle ein bis zwei Minuten umrühren und erst nachgießen, wenn die Flüssigkeit fast aufgesogen ist.
  7. Nach etwa 15 Minuten die gehackten Steinpilze und zwei Drittel der gebratenen Champignons unterheben. Weitergaren, bis der Reis nach insgesamt 17 bis 21 Minuten al dente ist: außen weich, im Kern mit feinem Biss.
  8. Den Topf vom Herd nehmen, die kalte Butter und den Parmesan zügig einrühren (Mantecatura), mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zugedeckt 2 Minuten ruhen lassen, dann mit den restlichen Pilzen und gehackter Petersilie servieren.
Cremiges vegetarisches Pilzrisotto mit gebratenen Champignons, Parmesan und Petersilie in einer flachen Schale auf dunklem Holztisch

Cremiges Pilzrisotto (vegetarisch)

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 550 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 300 g Risottoreis (Carnaroli oder Arborio)
  • 500 g braune Champignons
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 125 ml trockener Weißwein (optional)
  • ca. 1 Liter heiße Gemüsebrühe
  • 60 g kalte Butter, gewürfelt
  • 60 g Parmesan, frisch gerieben
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • 1 Handvoll glatte Petersilie

Zubereitung

Steinpilze 15 Minuten in 250 ml heißem Wasser einweichen, das Wasser durch ein feines Sieb abgießen und auffangen, Pilze grob hacken.
Champignons kurz abspülen und trockentupfen, in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
Champignons portionsweise in Öl und Butter goldbraun braten, erst zum Schluss salzen, herausnehmen.
Zwiebel 3 bis 4 Minuten glasig dünsten, Knoblauch kurz mitziehen, den Reis 2 Minuten anrösten (Tostatura).
Mit Weißwein ablöschen und fast vollständig einkochen lassen.
Bei mittlerer Hitze kellenweise heiße Brühe im Wechsel mit dem Steinpilzwasser angießen, alle ein bis zwei Minuten umrühren.
Nach 15 Minuten Steinpilze und zwei Drittel der Champignons unterheben, bis der Reis nach 17 bis 21 Minuten al dente ist.
Vom Herd kalte Butter und Parmesan einrühren (Mantecatura), 2 Minuten ruhen lassen, mit restlichen Pilzen und Petersilie servieren.

Tipps für cremiges Pilzrisotto

Die Reissorte entscheidet. Nur Rundkornreis gibt genug Stärke ab: Arborio, Carnaroli oder Vialone Nano. Verantwortlich ist das Verhältnis zweier Stärkearten – das verzweigte Amylopektin geht beim Garen in die Flüssigkeit über und macht die Sauce sämig, die lineare Amylose hält das Korn zusammen. Carnaroli enthält mehr Amylose, bleibt deshalb länger bissfest und verzeiht eine Minute Garzeit zu viel. Arborio wird schneller weich, dafür etwas cremiger. Langkornreis funktioniert nicht, und gewaschen wird der Reis nie – das Waschen spült genau die Stärke weg, um die es hier geht.

Ständiges Rühren ist ein Mythos. Es genügt, alle ein bis zwei Minuten durchzurühren, damit nichts ansetzt und die Flüssigkeit gleichmäßig aufgesogen wird. Wer pausenlos rührt, zerschlägt die Körner und landet bei Brei statt bei Biss. Wichtiger als der Löffel ist die Temperatur: bei mittlerer bis niedriger Hitze köcheln lassen, dann brennt trotz Rührpausen nichts an.

Die Brühe gehört heiß in den Topf. Kalte Flüssigkeit stoppt den Garprozess jedes Mal aufs Neue, der Reis gart ungleichmäßig und wird außen matschig, bevor der Kern weich ist. Wer ein cremiges Pilzrisotto ohne matschigen Rand will, hält die Brühe deshalb auf einer zweiten Platte leise siedend.

Mantecatura macht den Glanz. Butter und Käse kommen erst nach dem Herd hinein, und zwar kalt. Die kalte Butter emulgiert langsamer mit der stärkehaltigen Flüssigkeit und bindet sie zu einer glänzenden Sauce – Sahne würde das Ergebnis nur schwer und flach machen. Zwei Minuten zugedeckt ruhen lassen, dann ist die Konsistenz erreicht, die Italiener all’onda nennen: Auf dem geneigten Teller läuft das Risotto wie eine träge Welle auseinander, ohne dass sich am Rand eine Pfütze bildet.

Pilze dürfen Wasser sehen. Die Warnung, Champignons würden sich beim Waschen vollsaugen, hält Tests nicht stand: Selbst nach fünf Minuten im Wasserbad legten 252 g Pilze nur auf 258 g zu, also rund zwei Prozent. Pilze bestehen ohnehin zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Entscheidend ist nicht das Abspülen, sondern das Abtrocknen danach – nasse Oberflächen kosten in der Pfanne Zeit, weil das Wasser erst verdampfen muss, bevor Röstaromen entstehen. Kurz abbrausen, trockentupfen, heiß braten.

Reste und Nährwerte. Kalt zieht das Risotto an und wird fest; mit einem Schuss Brühe im Topf wird es beim Aufwärmen wieder locker. Im Kühlschrank hält es zugedeckt zwei Tage, klassisch verwertet man Reste zu frittierten Reisbällchen (Arancini). Überschlagen aus den Zutaten liegt eine Portion bei rund 550 kcal und etwa 24 g Fett – der größte Teil davon stammt aus Butter, Öl und Parmesan, hier lässt sich also am einfachsten sparen.

Variationen des Grundrezepts

Alle folgenden Abwandlungen funktionieren mit demselben Ablauf. Ob ein cremiges Pilzrisotto gelingt, hängt an der Reissorte und an der Mantecatura am Ende – nicht daran, welche Pilze oder welches Gemüse im Topf landen.

Vegan: Butter durch pflanzliche Margarine oder ein Stück Cashewmus ersetzen, statt Parmesan 2 EL Hefeflocken plus etwas Salz einrühren. Die Stärke sorgt weiterhin für die Bindung, das Ergebnis wird nur etwas weniger salzig-würzig.

Andere Pilze: Pfifferlinge, Kräuterseitlinge, Austernpilze oder Shiitake bringen im Herbst mehr Tiefe. Kräuterseitlinge in dicke Scheiben schneiden und wie ein Steak anbraten, Pfifferlinge nur kurz – sie werden sonst zäh.

Mehr Gemüse: Eine Handvoll Erbsen oder junger Spinat in den letzten drei Minuten untergehoben bringt Farbe und Ballaststoffe, ohne die Konsistenz zu stören.

Extra herzhaft: Ein Teelöffel Sojasauce oder Miso in die Brühe gerührt verstärkt den Pilzgeschmack spürbar, weil beide viel Glutamat mitbringen. Zum Schluss abschmecken, sonst wird es schnell zu salzig.

Als Beilage: Mit 200 g Reis und etwas mehr Brühe gerechnet, wird das Risotto flüssiger und passt als Bett unter Kurzgebratenes oder geschmorte Tomaten.

Häufige Fragen

Wie wird Pilzrisotto ohne Sahne cremig?

Durch die Stärke des Rundkornreises, die sich beim Garen löst, und die Mantecatura: kalte Butter und frisch geriebener Parmesan werden erst nach dem Herd eingerührt.

Welcher Reis eignet sich für cremiges Risotto?

Rundkornreis mit hohem Stärkeanteil – Carnaroli, Arborio oder Vialone Nano. Carnaroli bleibt länger bissfest, Arborio wird cremiger. Langkornreis gibt zu wenig Stärke ab.

Muss man Risotto wirklich ständig rühren?

Nein. Alle ein bis zwei Minuten umrühren genügt. Pausenloses Rühren zerschlägt die Körner und macht das Risotto pampig; wichtiger ist mittlere bis niedrige Hitze.

Kann ich Pilzrisotto ohne Weißwein kochen?

Ja. Statt Wein zwei Kellen Brühe angießen und für die Säure 1 TL Zitronensaft zugeben. Das Einweichwasser der Steinpilze bringt zusätzlich Aroma.

Wie lange muss Pilzrisotto kochen?

17 bis 21 Minuten ab dem Angießen der ersten Brühe. Der Reis ist fertig, wenn er außen weich ist und im Kern noch einen feinen Biss hat.

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