Ein Dressing für Feldsalat muss zwei Dinge gleichzeitig können: mild genug bleiben, damit die zarten Röschen nicht untergehen, und dick genug sein, um an den glatten Blättern zu haften. Beides schafft die Mischung aus 2 EL Senf, 1 EL Honig, 3 EL Essig und 5 EL Öl – kräftig aufgeschlagen, bis eine cremige Emulsion entsteht, fertig in unter fünf Minuten.
Dazu kommen geröstete Walnüsse: Sie bringen Biss in einen Salat, der sonst nur aus weichen Blättern besteht, und ihr Fett hilft dem Körper, das Beta-Carotin aus dem Feldsalat überhaupt aufzunehmen. Für vier Beilagenportionen brauchst du inklusive Waschen und Rösten rund 15 Minuten.
Zutaten für 4 Portionen
Als Beilage reicht die Menge für vier Personen, als kleine Hauptmahlzeit für zwei.
Für den Salat:
- 200 g Feldsalat (geputzt gewogen)
- 60 g Walnusskerne
- 1 TL Honig, optional zum Karamellisieren der Nüsse
Für das Honig-Senf-Dressing:
- 2 EL mittelscharfer Senf (Dijon macht es schärfer, süßer Senf zu süß)
- 1 EL flüssiger Honig
- 3 EL Weißweinessig oder Apfelessig
- 5 EL Olivenöl – oder 3 EL Olivenöl plus 2 EL Walnussöl
- 1 TL Wasser, damit das Dressing geschmeidig bleibt
- Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung Schritt für Schritt
- Salat waschen: Den Feldsalat in eine große Schüssel mit eiskaltem Wasser geben, kurz bewegen und die Röschen herausheben, statt das Wasser abzugießen – so bleibt der Sand am Boden. Erst danach die braunen Wurzelansätze abschneiden. Anschließend in der Salatschleuder oder auf einem Küchentuch sehr gründlich trocknen; nasse Blätter verdünnen jedes Dressing.
- Walnüsse rösten: Die Kerne grob hacken und in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten, bis sie duften. Sie werden schnell bitter, deshalb ständig bewegen und sofort aus der heißen Pfanne nehmen. Wer sie süßer mag, gibt am Ende 1 TL Honig dazu, lässt ihn kurz karamellisieren und stürzt die Nüsse zum Abkühlen auf Backpapier.
- Dressing anrühren: Senf, Honig, Essig, Wasser, Salz und Pfeffer in einer Schüssel oder einem Schraubglas verrühren, bis sich das Salz gelöst hat. Erst dann das Öl in dünnem Strahl zugeben und mit dem Schneebesen aufschlagen – oder das Glas verschließen und 20 Sekunden kräftig schütteln.
- Anmachen und servieren: Den Feldsalat erst unmittelbar vor dem Essen mit dem Dressing vermengen, dabei mit den Händen oder zwei Löffeln vorsichtig von unten durchheben. Zum Schluss die Walnüsse darüberstreuen und sofort servieren.

Zutaten
- 200 g Feldsalat
- 60 g Walnusskerne
- 1 TL Honig zum Karamellisieren (optional)
- 2 EL mittelscharfer Senf
- 1 EL flüssiger Honig
- 3 EL Weißweinessig
- 5 EL Olivenöl
- 1 TL Wasser
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
Feldsalat in eiskaltem Wasser waschen, herausheben, erst danach putzen und sehr gründlich trocken schleudern.
Walnüsse grob hacken und in der trockenen Pfanne 2–3 Minuten rösten, nach Wunsch mit 1 TL Honig karamellisieren und abkühlen lassen.
Senf, Honig, Essig, Wasser, Salz und Pfeffer verrühren, dann das Olivenöl langsam unterschlagen oder im Schraubglas 20 Sekunden schütteln.
Salat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing durchheben und mit den Walnüssen bestreuen.
Das Verhältnis: so wird das Dressing für Feldsalat cremig
Die klassische Vinaigrette arbeitet mit drei Teilen Öl auf einen Teil Essig. Hier sind es rund 5 zu 3 – bewusst säurebetonter, weil Honig und Senf die Säure abpuffern und der milde Feldsalat sonst schmeckt, als hätte man nur Öl über die Blätter gegossen.
Die Reihenfolge ist wichtiger als die exakten Löffelmengen: Senf, Honig, Essig und Gewürze gehören zuerst zusammen, das Öl kommt zuletzt. Der Senf wirkt dabei als Emulgator – seine Partikel besitzen wasser- und fettliebende Bereiche und halten die beiden Flüssigkeiten zusammen, die sich sonst sofort wieder trennen würden. Kippst du das Öl direkt in den Essig, bekommst du eine Lache statt einer Sauce.
Abschmecken heißt hier nachjustieren: zu sauer, ein halber Teelöffel Honig mehr; zu süß, ein Spritzer Essig; zu dick, ein weiterer Teelöffel Wasser. Und salze das Dressing für Feldsalat lieber etwas kräftiger, als du es pur mögen würdest – auf 200 g Blättern verteilt sich das Salz stark.
Tipps, damit nichts schiefgeht
- Erst am Tisch anmachen. Feldsalat fällt schneller zusammen als Romana oder Eisberg. Wer den Salat schon in der Küche mischt, serviert zehn Minuten später labberige Blätter.
- Wirklich trocken schleudern. Restwasser ist der häufigste Grund dafür, dass das Dressing am Schüsselboden landet statt am Blatt.
- Sparsam dosieren. Zwei bis drei Esslöffel Dressing reichen für 200 g Feldsalat. Den Rest lieber separat auf den Tisch stellen.
- Vorbereiten geht. Im verschlossenen Glas hält das Dressing 4–5 Tage im Kühlschrank. Kaltes Olivenöl wird trüb und fest, deshalb 15 Minuten vorher herausnehmen und noch einmal aufschütteln.
- Nüsse getrennt lagern. Geröstete Walnüsse ziehen Feuchtigkeit; sie bleiben nur knusprig, wenn sie erst auf dem Teller auf den Salat treffen.
Feldsalat waschen und lagern
Feldsalat wächst dicht am Boden, zwischen den Röschen sitzt fast immer Erde. Deshalb gilt: erst in reichlich kaltem Wasser waschen, dann putzen – umgekehrt drückst du den Sand in die Blätter. Bei sehr sandiger Ware lohnt ein zweiter Durchgang mit frischem Wasser.
Ungewaschen und locker in ein feuchtes Küchentuch gewickelt hält er sich im Gemüsefach mehrere Tage. Lange lagern solltest du ihn trotzdem nicht: Feldsalat speichert von Natur aus mehr Nitrat als die meisten anderen Salate, besonders aus dem Winteranbau unter Glas, und der Gehalt steigt mit der Lagerzeit. Das Vitamin C aus dem Salat selbst und ein Spritzer Zitrone im Dressing wirken dem entgegen.
Variationen
- Mit Orange: Ersetze 1 EL Essig durch frisch gepressten Orangensaft und gib ein paar Filets dazu. Die Zitrusnote nimmt der Senfschärfe die Spitze – die beliebteste Abwandlung dieses Salats im Winter.
- Balsamico-Honig statt Weißweinessig: Dunkler Balsamico macht das Dressing süßlich-malzig und deutlich kräftiger. Dann den Honig auf einen halben Esslöffel reduzieren und nur 2 EL Essig nehmen, sonst dominiert er die zarten Blätter.
- Herzhaft mit Speck: Knusprig ausgelassene Speckwürfel plus 1 EL vom heißen Bratfett im Dressing – der klassische Wintersalat, mit dem Feldsalat groß geworden ist.
- Mit Käse: Ziegenkäse, Feta oder gehobelter Parmesan passen zur Nussnote; bei Feta das Salz im Dressing reduzieren.
- Vegan: Ahornsirup oder Agavendicksaft statt Honig, sonst alles gleich. Die Bindung übernimmt ohnehin der Senf.
- Anderes Öl: Walnussöl verstärkt das nussige Aroma, Rapsöl bleibt neutral und liefert mehr Omega-3-Fettsäuren. Beide vertragen keine Hitze, was hier keine Rolle spielt.
Was drinsteckt
Feldsalat gehört zu den nährstoffreichsten Blattsalaten: rund 21 kcal pro 100 g, dazu etwa 35 mg Vitamin C, 2 mg Eisen, 145 µg Folsäure und 3,9 mg Beta-Carotin (Apotheken Umschau). Das Vitamin C verbessert die Aufnahme des pflanzlichen Eisens, und das Fett aus Öl und Walnüssen ist nötig, damit der Körper an das fettlösliche Beta-Carotin kommt – ein guter Grund, beim Dressing nicht auf Light-Varianten auszuweichen.
Mit Nüssen und Öl landet eine Beilagenportion bei etwa 230 kcal. Wer den Salat als Hauptgericht isst, kombiniert ihn mit Ei, Ziegenkäse oder ein paar Kichererbsen.
Häufige Fragen
Wie macht man ein Dressing für Feldsalat selber?
2 EL mittelscharfen Senf, 1 EL Honig, 3 EL Weißweinessig, 1 TL Wasser, Salz und Pfeffer verrühren, dann 5 EL Olivenöl unterschlagen, bis die Emulsion cremig ist.
Welcher Essig passt zu Feldsalat?
Milde Sorten wie Weißwein- oder Apfelessig harmonieren am besten mit den zarten Blättern. Balsamico geht auch, dominiert aber – dann nur 2 EL nehmen und den Honig halbieren.
Wann gibt man das Dressing an den Feldsalat?
Erst unmittelbar vor dem Servieren. Feldsalat fällt schnell zusammen; schon zehn Minuten in der Sauce reichen, damit die Röschen labberig werden.
Wie wird das Honig-Senf-Dressing mit Orange?
1 EL Essig durch frisch gepressten Orangensaft ersetzen und ein paar Orangenfilets über den Salat geben. Der Saft mildert die Senfschärfe und passt zu Walnüssen.
Wie lange hält selbst gemachtes Honig-Senf-Dressing?
Im verschlossenen Glas 4–5 Tage im Kühlschrank. Rechtzeitig herausnehmen, weil Olivenöl kalt fest wird, und vor dem Servieren kurz aufschütteln.


