Schwäbischer Wurstsalat: das Original-Rezept fürs Vesper

Schwäbischer Wurstsalat mit Fleischwurst, Zwiebelringen und Schnittlauch in einer Schüssel, dazu eine Brezel

Ein guter schwäbischer Wurstsalat steht und fällt mit zwei Dingen: hauchdünn geschnittener Fleischwurst und einem Dressing, das sauer genug ist, um die Wurst wirklich zu durchziehen. Beides richtig gemacht, brauchst du weder Mayonnaise noch eine lange Zutatenliste – nur etwas Geduld, denn die halbe Stunde Ziehzeit macht aus kalter Wurst erst den echten Vesper-Klassiker.

Traditionell kommt der Salat ohne Sahne oder Ei aus: Essig, Öl, Senf und Zwiebeln reichen. In vielen schwäbischen Wirtschaften wird er sogar mit zwei Wurstsorten angesetzt – Fleischwurst und einer luftgetrockneten Blutwurst. Das folgende Rezept bleibt bei der alltagstauglichen Variante mit Fleischwurst, zeigt dir aber weiter unten, wie du ihn regional abwandelst.

Zutaten für 4 Portionen

  • 400 g Fleischwurst (alternativ Lyoner), am Stück
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 4 Essiggurken
  • 4 EL Weinessig oder Apfelessig
  • 3 EL Gurkenwasser (aus dem Essiggurken-Glas)
  • 1 gehäufter TL mittelscharfer Senf
  • 4 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Die Fleischwurst schälen und in möglichst dünne Streifen oder Scheiben schneiden. Je feiner, desto besser zieht das Dressing ein.
  2. Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe oder Halbringe schneiden. Die Essiggurken in dünne Scheiben schneiden.
  3. Für das Dressing Essig, Gurkenwasser und Senf mit einem Schneebesen glatt rühren. Das Öl langsam einrühren, bis eine leicht sämige Marinade entsteht. Mit Zucker, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken – das Dressing darf ruhig etwas zu sauer wirken, das gibt sich beim Ziehen.
  4. Wurst, Zwiebeln und Gurken in einer Schüssel mit dem Dressing vermengen, bis alles gleichmäßig benetzt ist.
  5. Den Salat abgedeckt mindestens 30 Minuten, besser 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal abschmecken und mit Schnittlauch bestreuen.
Schwäbischer Wurstsalat mit Fleischwurst, Zwiebelringen und Schnittlauch in einer Schüssel, dazu eine Brezel

Schwäbischer Wurstsalat

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit:
Nährwerte: 300 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 400 g Fleischwurst (alternativ Lyoner), am Stück
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 4 Essiggurken
  • 4 EL Weinessig oder Apfelessig
  • 3 EL Gurkenwasser
  • 1 gehäufter TL mittelscharfer Senf
  • 4 EL neutrales Öl
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch

Zubereitung

Fleischwurst schälen und in dünne Streifen schneiden.
Zwiebeln in feine Ringe, Essiggurken in dünne Scheiben schneiden.
Essig, Gurkenwasser und Senf verrühren, Öl einrühren, mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
Wurst, Zwiebeln und Gurken mit dem Dressing vermengen.
Mindestens 30 Minuten, besser 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen und mit Schnittlauch bestreuen.

Tipps für den perfekten Wurstsalat

Ein paar Handgriffe entscheiden darüber, ob der Salat mild und rund oder scharf und trocken schmeckt:

  • Zwiebeln entschärfen: Sehr scharfe Zwiebeln kurz mit kochendem Wasser überbrühen oder 10 Minuten in etwas vom Dressing marinieren – so beißen sie später nicht durch.
  • Dünn schneiden lohnt sich: Zu dicke Wurststreifen nehmen die Marinade nicht an und bleiben fad. Mit einer Aufschnittmaschine oder einem scharfen Messer wird es gleichmäßig.
  • Nicht zu früh salzen: Die Wurst und das Gurkenwasser bringen schon Salz mit. Erst nach der Ziehzeit final abschmecken, sonst wird es schnell zu herzhaft.
  • Ziehzeit einplanen: Frisch angemacht schmeckt der Salat flach. Erst nach 30 bis 60 Minuten verbinden sich Wurst, Zwiebel und Dressing zum typischen Aroma.
  • Aufbewahrung: Im Kühlschrank hält der Salat gut abgedeckt 1 bis 2 Tage. Zwiebeln werden dabei milder, das Dressing kräftiger.

Variationen

Der Wurstsalat ist von Region zu Region unterschiedlich – diese Abwandlungen lohnen sich:

  • Schweizer Art mit Käse: Zusätzlich 150 g Emmentaler oder Appenzeller in Streifen unterheben. Das macht den Salat sättigender und milder.
  • Mit zwei Wurstsorten (Original): Neben der Fleischwurst eine luftgetrocknete Blutwurst mischen – die traditionelle schwäbische Version aus der Wirtschaft.
  • Bayerische Variante: Statt Fleischwurst Regensburger verwenden und mit Radieschenscheiben ergänzen.
  • Mit Rettich oder Radieschen: Fein gehobelter Rettich bringt Schärfe und Biss und macht den Salat frischer.
  • Deftiger: Mit gebratenen Zwiebeln oder etwas Kümmel im Dressing für eine kräftigere Note.

Dazu passt klassisch eine frische Brezel oder ein Stück Bauernbrot, im Sommer auch Bratkartoffeln. In Schwaben trinkt man traditionell einen Trollinger dazu.

Häufige Fragen

Welche Wurst nimmt man für schwäbischen Wurstsalat?

Klassisch wird Fleischwurst oder Lyoner am Stück verwendet und in dünne Streifen geschnitten. Traditionell kommt in Schwaben zusätzlich eine luftgetrocknete Blutwurst dazu.

Wie lange muss Wurstsalat ziehen?

Mindestens 30 Minuten, besser 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank. Erst dann verbinden sich Wurst, Zwiebeln und Dressing zum typischen Aroma.

Wie lange ist Wurstsalat haltbar?

Gut abgedeckt hält sich der Salat im Kühlschrank 1 bis 2 Tage. Die Zwiebeln werden dabei milder und das Dressing kräftiger.

Was ist der Unterschied zum Schweizer Wurstsalat?

Beim Schweizer Wurstsalat werden zusätzlich Käsestreifen wie Emmentaler oder Appenzeller untergemischt. Die schwäbische Variante kommt ohne Käse aus.

Was passt zu schwäbischem Wurstsalat?

Klassisch eine frische Brezel oder Bauernbrot, im Sommer auch Bratkartoffeln. Dazu trinkt man in Schwaben gern einen Trollinger.

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