Salatdressing selber machen: 5 Grundrezepte für jeden Salat

Fünf selbstgemachte Salatdressings in kleinen Gläsern mit frischen Salatzutaten auf einem Holztisch

Drei Teile Öl, ein Teil Säure, etwas Senf als Bindeglied — mehr steckt hinter den meisten Salatdressings nicht. Wer diese Grundformel einmal verstanden hat, braucht keine gekauften Flaschen mehr, in denen oft Zucker, Verdickungsmittel und Aromen die Hauptrolle spielen. Aus fünf Basis-Rezepten lässt sich für praktisch jeden Salat die passende Sauce rühren — meist in unter fünf Minuten und mit Zutaten, die ohnehin im Schrank stehen.

Alle Rezepte unten sind auf etwa einen mittelgroßen Salat für 2 bis 4 Portionen ausgelegt. Die Verhältnisse lassen sich problemlos verdoppeln, wenn du auf Vorrat rührst.

Die Grundformel: Öl, Säure, Würze

Fast jedes Dressing folgt demselben Bauplan. Das klassische Verhältnis liegt bei etwa 3 Teilen Öl auf 1 Teil Säure — also drei Esslöffel Öl auf einen Esslöffel Essig oder Zitronensaft. Ist der Essig sehr kräftig, darf es auch 1:4 sein; wer es säuerlicher mag, geht Richtung 2:1.

Der entscheidende Trick für eine cremige, nicht sofort wieder auseinanderlaufende Sauce ist ein Emulgator. Senf verbindet Öl und Wasser auf natürliche Weise und macht das Dressing gleichzeitig stabiler und länger haltbar. Eine Prise Süße — Honig, Ahornsirup oder Zucker — nimmt der Säure die Spitze und rundet alles ab. Salz und frisch gemahlener Pfeffer gehören immer dazu.

Beim Öl lohnt es sich, nach dem Salat zu entscheiden: mildes Rapsöl ist neutral und reich an ungesättigten Fettsäuren, Olivenöl bringt mediterranen Charakter, Walnuss- oder Sesamöl setzen nussige Akzente. Wichtig ist nur, dass alle Zutaten ungefähr Zimmertemperatur haben — kaltes Öl direkt aus dem Kühlschrank emulgiert schlechter.

Das brauchst du als Basis

  • Ein neutrales oder mildes Öl (Raps, Sonnenblume) und ein Aroma-Öl (Olive, Sesam)
  • Zwei bis drei Essigsorten: Weißwein-, Apfel- und Balsamico-Essig decken fast alles ab
  • Mittelscharfer Senf als Emulgator
  • Honig oder Ahornsirup zum Abrunden
  • Salz, Pfeffer, ein paar frische Kräuter
  • Ein Schraubglas oder eine kleine Schüssel mit Schneebesen

1. Klassische Vinaigrette

Der Allrounder für grüne Blattsalate, Feldsalat und alles, was leicht bleiben soll. Diese Vinaigrette ist die Basis, aus der sich die meisten anderen Dressings ableiten lassen.

Zutaten:

  • 3 EL Öl (Oliven- oder Rapsöl)
  • 1 EL Weißwein- oder Apfelessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig oder eine Prise Zucker
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

  1. Essig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer in einer Schüssel glatt verrühren.
  2. Das Öl in einem dünnen Strahl langsam einrühren, bis die Sauce leicht cremig wird.
  3. Abschmecken und erst kurz vor dem Servieren über den Salat geben.
Fünf selbstgemachte Salatdressings in kleinen Gläsern mit frischen Salatzutaten auf einem Holztisch

Klassische Vinaigrette

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit:
Nährwerte: 200 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
( 1 Bewertungen )

Zutaten

  • 3 EL Öl (Oliven- oder Rapsöl)
  • 1 EL Weißwein- oder Apfelessig
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig oder eine Prise Zucker
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Essig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer in einer Schüssel glatt verrühren.
Das Öl in einem dünnen Strahl langsam einrühren, bis die Sauce leicht cremig wird.
Abschmecken und erst kurz vor dem Servieren über den Salat geben.

2. Balsamico-Dressing

Kräftig und leicht süßlich — passt zu Rucola, Tomate-Mozzarella, Feldsalat mit Nüssen oder gegrilltem Gemüse.

Zutaten:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Aceto Balsamico
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Senf (optional, für mehr Bindung)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Balsamico, Honig, Senf, Salz und Pfeffer verrühren, dann das Olivenöl langsam einarbeiten. Wer es dickflüssiger mag, nimmt eine Balsamico-Creme statt des flüssigen Essigs.

3. Cremiges Honig-Senf-Dressing

Dick, würzig und ein Klassiker zu herzhaften Salaten mit Ei, Speck, Hähnchen oder Kartoffeln.

Zutaten:

  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft
  • 2 EL Wasser oder Naturjoghurt für die Cremigkeit
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Senf und Honig gründlich verrühren, Essig und Öl unterschlagen, mit Wasser oder Joghurt auf die gewünschte Konsistenz bringen und abschmecken. Der Senf sorgt hier gleich doppelt für Würze und Bindung.

4. Leichtes Joghurt-Kräuter-Dressing

Die kalorienärmere Variante auf Joghurt-Basis — frisch zu Gurken-, Blatt- oder Nudelsalat und als schnelle Grillsauce.

Zutaten:

  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Senf
  • 2 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Dill, Petersilie)
  • Salz, Pfeffer, nach Wunsch etwas geriebener Knoblauch

Zubereitung: Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren, kurz durchziehen lassen und abschmecken. Mit einem Schuss Wasser wird das Dressing dünnflüssiger, mit einem Löffel Skyr oder griechischem Joghurt noch cremiger und eiweißreicher.

5. Asiatisches Sesam-Dressing

Nussig-salzig mit feiner Süße — ideal für Weißkohl-, Möhren-, Glasnudel- oder Asia-Salate.

Zutaten:

  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Reisessig (oder Apfelessig)
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 TL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL geröstete Sesamsaat
  • optional: etwas geriebener Ingwer oder Knoblauch

Zubereitung: Sojasauce, Reisessig, Honig und nach Wunsch Ingwer verrühren, beide Öle unterrühren und zum Schluss die Sesamsaat einstreuen. Das Dressing schmeckt am besten, wenn es zehn Minuten durchzieht.

Welches Dressing passt zu welchem Salat?

DressingPasst besonders gut zu
Klassische VinaigretteGrüne Blattsalate, Feldsalat, gemischter Salat
Balsamico-DressingRucola, Tomate-Mozzarella, gegrilltes Gemüse
Honig-Senf-DressingHerzhafte Salate mit Ei, Hähnchen, Kartoffeln
Joghurt-Kräuter-DressingGurken-, Blatt- und Nudelsalat, als Grillsauce
Sesam-DressingWeißkohl-, Möhren-, Glasnudel- und Asia-Salate

Tipps für cremige und haltbare Dressings

  • Emulsion, die hält: Immer erst Säure, Senf und Süße mischen, dann das Öl langsam und in dünnem Strahl einrühren. So verbinden sich die Zutaten dauerhaft statt sich wieder zu trennen.
  • Trennt es sich doch: Kein Problem — Schraubglas verschließen und kräftig schütteln, dann ist die Sauce wieder homogen.
  • Vorrat anlegen: Essig-Öl-Dressings halten im geschlossenen Glas im Kühlschrank mehrere Tage bis zu einer Woche. Joghurt-Dressings sind empfindlicher und sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgebraucht werden.
  • Richtig timen: Blattsalate erst unmittelbar vor dem Servieren anmachen, sonst fallen sie zusammen. Robuste Salate wie Kraut oder Nudeln dürfen ruhig länger ziehen.
  • Abschmecken lohnt sich: Zu sauer? Etwas Öl oder Honig. Zu flach? Eine Prise Salz oder ein Spritzer Zitrone bringt den Geschmack zurück.

Häufige Fragen

Welches Verhältnis von Öl und Essig ist beim Salatdressing richtig?

Als Faustregel gilt 3 Teile Öl auf 1 Teil Säure, also etwa 3 EL Öl auf 1 EL Essig. Bei sehr kräftigem Essig darf es 1:4 sein, wer es säuerlicher mag, geht Richtung 2:1.

Wie wird ein Salatdressing schön cremig?

Ein Teelöffel Senf wirkt als natürlicher Emulgator und bindet Öl und Säure. Für extra Cremigkeit sorgt zusätzlich etwas Joghurt oder das langsame Einrühren des Öls in dünnem Strahl.

Wie lange ist selbstgemachtes Salatdressing haltbar?

Essig-Öl-Dressings halten im geschlossenen Glas im Kühlschrank mehrere Tage bis etwa eine Woche. Joghurt-Dressings sind empfindlicher und sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.

Warum trennt sich mein Salatdressing wieder?

Ohne Emulgator setzen sich Öl und Säure ab. Etwas Senf oder Honig hält die Sauce zusammen. Falls es sich doch trennt, das Glas einfach verschließen und kräftig schütteln.

Welches Öl eignet sich am besten für Salatdressing?

Mildes Rapsöl ist neutral und gesund, Olivenöl bringt mediterranen Geschmack. Nussöle wie Walnuss- oder Sesamöl setzen kräftige Akzente und passen gut zu herzhaften oder asiatischen Salaten.

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