Gutes Rhabarberkompott braucht drei Zutaten und keinen Tropfen zusätzliches Wasser. Der häufigste Grund für wässriges, fades Kompott ist genau das: zu früh Flüssigkeit in den Topf. Lässt du den geschnittenen Rhabarber vorher rund 30 Minuten mit dem Zucker ziehen, zieht er von allein genug Saft – das Kompott wird fruchtig-säuerlich und schön dick statt suppig. In gut 20 Minuten Kochzeit hast du eine Portion, die warm zu Vanillepudding, kalt unter Joghurt oder Quark und als Topping auf Porridge passt.
Rhabarber hat von April bis zum 24. Juni Saison – dem Johannistag. Danach steigt der Oxalsäuregehalt in den Stangen deutlich an, weshalb man ihn nicht mehr erntet. Solange er frisch ist, lohnt es sich, gleich die doppelte Menge zu kochen und einen Teil einzufrieren.
Zutaten für Rhabarberkompott
Reicht für etwa 4 Portionen (ca. 500 ml):
- 500 g Rhabarber, gern eine rote Sorte (die ist milder und weniger sauer)
- 50–80 g Zucker, je nach gewünschter Süße
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (oder das Mark einer halben Vanilleschote)
- optional: 1 Prise Zimt oder 1 TL Zitronensaft
Zubereitung
- Rhabarber waschen, die Enden abschneiden. Bei jungen, festen Stangen kannst du die Schale dranlassen; bei dicken, holzigen Stangen die faserige Außenhaut mit dem Messer abziehen. In etwa 2 cm große Stücke schneiden.
- Die Stücke mit Zucker und Vanillezucker mischen und rund 30 Minuten ziehen lassen, bis sich unten im Topf klarer Saft gesammelt hat. So brauchst du kein extra Wasser.
- Alles bei mittlerer Hitze langsam erhitzen und unter gelegentlichem Rühren zum Köcheln bringen.
- Für ein stückiges Kompott 5–7 Minuten köcheln lassen. Möchtest du es weicher und mus-artig, gib ihm 12–15 Minuten, bis der Rhabarber zerfällt.
- Vom Herd nehmen, mit etwas Zitronensaft oder einer Prise Zimt abschmecken und lauwarm oder kalt servieren.

Zutaten
- 500 g Rhabarber (gern eine rote Sorte)
- 50–80 g Zucker, je nach Süße
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- optional: 1 Prise Zimt oder 1 TL Zitronensaft
Zubereitung
Rhabarber waschen, Enden abschneiden, dicke Stangen abziehen und in 2 cm große Stücke schneiden.
Mit Zucker und Vanillezucker mischen und 30 Minuten ziehen lassen, bis Saft austritt.
Bei mittlerer Hitze langsam erhitzen und zum Köcheln bringen.
Für stückiges Kompott 5–7 Minuten köcheln, für mus-artiges 12–15 Minuten.
Mit Zitronensaft oder Zimt abschmecken und lauwarm oder kalt servieren.
Tipps für gelingsicheres Kompott
- Nicht zu lange rühren: Wer stückiges Kompott will, rührt nur wenig – zu viel Bewegung lässt den weichen Rhabarber schnell zu Mus zerfallen.
- Zucker nach Sorte: Rote Stangen sind süßer, grüne saurer. Erst mit weniger Zucker starten und am Ende nachsüßen.
- Oxalsäure clever ausgleichen: Das Kochen baut einen Teil der Oxalsäure ab. Servierst du das Kompott zu Joghurt, Quark oder Milchpudding, bindet das Calcium der Milchprodukte einen weiteren Teil – Genuss und Praxis passen hier gut zusammen.
- Haltbar machen: Das kochend heiße Kompott sofort in saubere, ausgekochte Gläser füllen, verschließen und kurz auf den Kopf stellen. So zieht sich ein Vakuum und das Kompott hält ungeöffnet mehrere Wochen. Im Kühlschrank ist es geöffnet 3–4 Tage haltbar.
- Einfrieren: Abgekühlt in Portionen einfrieren – so hast du auch außerhalb der kurzen Saison Vorrat.
Variationen
- Rhabarber-Erdbeer-Kompott: Die Hälfte des Rhabarbers durch geviertelte Erdbeeren ersetzen und erst in den letzten 3 Minuten dazugeben. Milder, fruchtiger und knallrot.
- Mit Orange oder Ingwer: Etwas Orangenschale oder ein daumennagelgroßes Stück geriebener Ingwer geben dem Kompott eine frische Note.
- Als Grütze: 1 gehäuften TL Speisestärke in kaltem Wasser anrühren, unter das köchelnde Kompott ziehen und einmal aufkochen – dann wird es dicker und lässt sich als Tortenfüllung nutzen.
- Weniger Zucker: Für eine leichtere Variante einen Teil des Zuckers durch Apfelmus ersetzen; das bringt natürliche Süße ohne zusätzlichen Haushaltszucker.
Häufige Fragen
Muss ich Rhabarber für Kompott schälen?
Junge, feste Stangen kannst du ungeschält verwenden. Bei dicken, holzigen Stangen ziehst du die faserige Außenhaut mit dem Messer ab – das macht das Kompott zarter.
Wie lange ist Rhabarberkompott haltbar?
Im Kühlschrank hält geöffnetes Kompott 3–4 Tage. Kochend heiß in ausgekochte Gläser gefüllt und verschlossen mehrere Wochen. Eingefroren ist es mehrere Monate haltbar.
Wie viel Zucker braucht Rhabarberkompott?
Rechne mit 50–80 g Zucker pro 500 g Rhabarber. Rote Sorten sind milder und brauchen weniger, grüne Stangen etwas mehr. Am besten mit wenig starten und am Ende nachsüßen.
Was hat es mit der Oxalsäure im Rhabarber auf sich?
Rhabarber enthält Oxalsäure, die beim Kochen zum Teil abgebaut wird. Serviere ihn am besten mit Milchprodukten wie Joghurt oder Quark – deren Calcium bindet einen Teil der Säure. Nach dem 24. Juni wird Rhabarber nicht mehr geerntet, weil der Gehalt dann stark steigt.
Kann man Rhabarberkompott einfrieren?
Ja. Lass das Kompott vollständig abkühlen und friere es portionsweise ein. So hast du auch außerhalb der kurzen Rhabarber-Saison von April bis Juni Vorrat.


