Der häufigste Grund, warum selbstgemachtes Palak Paneer enttäuscht: Die Sauce wird gräulich und wässrig statt sattgrün und samtig. Fast immer liegt das an zwei Handgriffen – der Spinat kocht zu lange und wird vor dem Pürieren nicht richtig ausgedrückt. Wer das im Griff hat, bekommt in gut 30 Minuten ein nordindisches Curry hin, das dem vom Lieferservice locker die Stirn bietet.
Palak Paneer stammt aus dem Punjab und lebt vom Kontrast: eine würzige, cremige Spinatsauce trifft auf weiche, milde Käsewürfel. Das Gericht ist vegetarisch, sättigt gut und lässt sich mit Reis oder Naan zu einem vollständigen Essen ausbauen. Unten steht das komplette Rezept plus die Stellen, an denen die meisten scheitern.
Zutaten für 4 Portionen
Für die Spinatsauce:
- 500 g frischer Blattspinat (oder 450 g TK-Blattspinat)
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 1 daumengroßes Stück Ingwer (ca. 20 g)
- 1–2 grüne Chilis (nach Schärfe, optional)
- 3 reife Tomaten (ca. 350 g) oder 200 g passierte Tomaten
- 100 g Sahne oder 150 g Naturjoghurt
- 2 EL Ghee oder Butter, plus 1 EL neutrales Öl
Gewürze:
- 1 TL ganzer Kreuzkümmel
- 1 TL gemahlener Koriander
- ½ TL Kurkuma
- 1 TL Garam Masala
- ½ TL Bockshornkleeblätter (Kasoori Methi), zwischen den Fingern zerrieben
- Salz
Für den Paneer:
- 250 g Paneer
- 1 EL Ghee oder Butter zum Anbraten
Zubereitung
- Spinat blanchieren: Frischen Spinat 1–2 Minuten in kochendes Salzwasser geben, dann sofort in Eiswasser abschrecken. Das hält die Farbe kräftig grün. Anschließend den Spinat mit den Händen richtig fest ausdrücken – er darf kaum noch Wasser enthalten. TK-Spinat nur auftauen und ebenso gründlich ausdrücken.
- Aromapaste vorbereiten: Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili mit einem Schuss Wasser fein pürieren (oder sehr fein hacken). Den ausgedrückten Spinat separat grob pürieren – ruhig etwas Struktur lassen, das Curry muss kein Babybrei werden.
- Basis anbraten: Ghee im Topf erhitzen, den ganzen Kreuzkümmel darin kurz anrösten, bis er duftet. Die Zwiebelpaste zugeben und unter Rühren goldbraun braten – das dauert 6–8 Minuten und ist die Geschmacksgrundlage.
- Gewürze und Tomaten: Koriander und Kurkuma einrühren, 30 Sekunden mitrösten. Dann die Tomaten zugeben und einkochen, bis die Masse dicklich wird und sich das Fett am Rand absetzt (ca. 8 Minuten).
- Spinat einarbeiten: Das Spinatpüree unterrühren und 5–8 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf einen kleinen Schluck Wasser zugeben. Kurz köcheln reicht – langes Kochen macht den Spinat grau.
- Cremig abschmecken: Sahne unterrühren (bei Joghurt den Topf kurz von der Platte ziehen und den Joghurt langsam einrühren, sonst gerinnt er). Garam Masala und zerriebene Kasoori Methi zugeben, mit Salz abschmecken.
- Paneer anbraten: Paneer würfeln und in 1 EL Ghee bei mittlerer Hitze rundum leicht goldbraun braten. Die Würfel unter die Sauce heben und 2–3 Minuten ziehen lassen, damit sie warm und weich werden.

Zutaten
- 500 g frischer Blattspinat (oder 450 g TK-Blattspinat)
- 250 g Paneer
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 1 daumengroßes Stück Ingwer (ca. 20 g)
- 1–2 grüne Chilis (optional)
- 3 reife Tomaten (ca. 350 g) oder 200 g passierte Tomaten
- 100 g Sahne oder 150 g Naturjoghurt
- 3 EL Ghee oder Butter
- 1 EL neutrales Öl
- 1 TL ganzer Kreuzkümmel
- 1 TL gemahlener Koriander
- ½ TL Kurkuma
- 1 TL Garam Masala
- ½ TL Bockshornkleeblätter (Kasoori Methi)
- Salz
Zubereitung
Spinat 1–2 Minuten blanchieren, in Eiswasser abschrecken und sehr gut ausdrücken. TK-Spinat nur auftauen und ausdrücken.
Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili mit etwas Wasser fein pürieren. Ausgedrückten Spinat separat grob pürieren.
Ghee erhitzen, Kreuzkümmel anrösten, Zwiebelpaste 6–8 Minuten goldbraun braten.
Koriander und Kurkuma einrühren, Tomaten zugeben und ca. 8 Minuten einkochen, bis sich das Fett absetzt.
Spinatpüree unterrühren und 5–8 Minuten köcheln.
Sahne (oder Joghurt bei reduzierter Hitze) unterrühren, Garam Masala und zerriebene Kasoori Methi zugeben, salzen.
Paneer würfeln, in Ghee goldbraun braten, unter die Sauce heben und 2–3 Minuten ziehen lassen.
Tipps für cremiges, grünes Palak Paneer
- Wasser ist der Feind: Wird der Spinat nicht kräftig ausgedrückt, verwässert die Sauce und wird nie richtig cremig. Lieber zweimal ausdrücken.
- Kurz kochen, grün bleiben: Der Spinat kommt erst spät in den Topf und köchelt nur wenige Minuten. Je länger er kocht, desto stumpfer die Farbe.
- Paneer weich halten: Wer ihn nicht anbraten möchte, legt die rohen Würfel vor dem Untermischen 10 Minuten in warmes Salzwasser – so bleiben sie besonders zart.
- Kasoori Methi nicht weglassen: Die getrockneten Bockshornkleeblätter sorgen für das typische Restaurant-Aroma. Vor dem Einstreuen zwischen den Handflächen zerreiben, das setzt den Duft frei.
- Fett macht rund: Ein Löffel Butter oder Ghee ganz am Ende bindet die Sauce und macht sie samtig.
Variationen
- Vegan: Paneer durch festen, angebratenen Tofu ersetzen und statt Sahne Kokosmilch oder eine Cashew-Creme (eingeweichte Cashews mit Wasser püriert) verwenden.
- Saag Paneer: Statt reinem Spinat eine Mischung aus Spinat, Grünkohl oder Senfblättern nehmen – kräftiger und leicht herber im Geschmack.
- Extra cremig: Eine Handvoll eingeweichte Cashews mitpürieren, das macht die Sauce dicker, ohne dass sie schwer wird.
- Milder oder schärfer: Chili weglassen für eine kinderfreundliche Version oder frische grüne Chilis für mehr Feuer zugeben.
Serviert wird Palak Paneer klassisch mit duftendem Basmatireis oder warmem Naan-Brot, das die Sauce herrlich aufnimmt. Reste halten im Kühlschrank 2–3 Tage und schmecken am nächsten Tag oft noch runder.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Palak Paneer und Saag Paneer?
Palak Paneer wird ausschließlich mit Spinat (Palak) zubereitet. Saag Paneer nutzt eine Mischung verschiedener Blattgemüse wie Senfblätter, Grünkohl und Spinat und schmeckt dadurch kräftiger und herber.
Kann ich TK-Spinat statt frischem Spinat verwenden?
Ja. Tiefkühl-Blattspinat einfach auftauen und sehr gut ausdrücken. Blanchieren entfällt. Wichtig ist, dass kaum noch Wasser im Spinat ist, sonst wird das Curry wässrig.
Womit kann ich Paneer ersetzen?
Für eine vegane Version passt fester, angebratener Tofu. Alternativ funktionieren auch Halloumi oder ein fester Feta, die schmecken dann aber salziger und weniger mild.
Warum wird mein Palak Paneer grau statt grün?
Meist kocht der Spinat zu lange. Ihn kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken und in der Sauce nur wenige Minuten köcheln lassen – so bleibt die Farbe sattgrün.
Wie lange hält sich Palak Paneer und kann man es einfrieren?
Im Kühlschrank hält es luftdicht 2–3 Tage. Einfrieren klappt gut, am besten die Spinatsauce ohne Paneer einfrieren und die frischen Würfel erst beim Aufwärmen zugeben.


