Veganes Gulasch mit Sojaschnetzeln und Pilzen

Veganes Gulasch mit Sojaschnetzeln und Pilzen in einem Gusseisentopf mit Petersilie garniert

Der tiefe, herzhafte Geschmack von Gulasch kommt nicht vom Fleisch, sondern von der Röstung. Wer Sojaschnetzel und Pilze wirklich dunkel anbrät, bevor Paprika und Tomate dazukommen, bekommt eine Sauce mit so viel Umami, dass niemand am Tisch etwas vermisst. Genau da machen die meisten den Fehler und schmeißen alles gleichzeitig in den Topf – dann wird es wässrig statt deftig.

Dieses vegane Gulasch braucht etwa eine Stunde, ist aber fast von allein fertig: einweichen, anbraten, köcheln. Es schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser und passt zu Knödeln, Nudeln oder einfach frischem Brot.

Zutaten für 4 Portionen

  • 150 g grobe Sojaschnetzel (Sojawürfel gehen auch)
  • 250 g braune Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 2 EL Mehl (zum Andicken)
  • 500 ml Gemüsebrühe (plus 1 l zum Einweichen)
  • 100 ml veganer Rotwein (optional, sonst mehr Brühe)
  • 3 EL Rapsöl zum Anbraten

Gewürze:

  • 2 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver geräuchert
  • ½ TL Paprikapulver rosenscharf (nach Geschmack)
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Apfelessig zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Sojaschnetzel in 1 Liter heißer Gemüsebrühe 10–12 Minuten quellen lassen, dann abgießen und kräftig ausdrücken. Je trockener sie sind, desto besser bräunen sie später.
  2. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Paprika und Karotten in mundgerechte Stücke, Champignons in Viertel schneiden.
  3. 2 EL Öl in einem großen Topf stark erhitzen. Die ausgedrückten Sojaschnetzel darin 8–10 Minuten ohne Deckel richtig dunkelbraun braten, dann herausnehmen.
  4. Restliches Öl in den Topf geben, Champignons darin 5 Minuten scharf anbraten, bis sie Farbe nehmen und die Flüssigkeit verdampft ist.
  5. Zwiebeln, Karotten und Paprika zugeben und 5 Minuten mitbraten. Knoblauch und Tomatenmark unterrühren, 2 Minuten mitrösten, bis das Tomatenmark dunkler wird.
  6. Paprikapulver und Kümmel einrühren und nur kurz mitrösten – Paprikapulver verbrennt schnell und wird dann bitter. Mit dem Mehl bestäuben und 1 Minute unterrühren.
  7. Mit Rotwein und gehackten Tomaten ablöschen, 500 ml Brühe angießen. Sojaschnetzel zurück in den Topf geben, Majoran und Lorbeerblatt zufügen.
  8. Alles einmal aufkochen, dann zugedeckt bei kleiner Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts ansetzt.
  9. Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz, Pfeffer und dem Apfelessig abschmecken – die Säure hebt den Geschmack sichtbar an.

Veganes Gulasch mit Sojaschnetzeln und Pilzen in einem Gusseisentopf mit Petersilie garniert

Veganes Gulasch mit Sojaschnetzeln und Pilzen

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 400 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 150 g grobe Sojaschnetzel
  • 250 g braune Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 2 EL Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe (plus 1 l zum Einweichen)
  • 100 ml veganer Rotwein (optional)
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver geräuchert
  • ½ TL Paprikapulver rosenscharf
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Kümmel gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Apfelessig

Zubereitung

Sojaschnetzel in 1 l heißer Gemüsebrühe 10-12 Minuten quellen lassen, abgießen und kräftig ausdrücken.
Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, Paprika und Karotten in Stücke, Champignons in Viertel schneiden.
Sojaschnetzel in 2 EL heißem Öl 8-10 Minuten dunkelbraun braten, herausnehmen.
Champignons im restlichen Öl 5 Minuten scharf anbraten.
Zwiebeln, Karotten und Paprika 5 Minuten mitbraten, Knoblauch und Tomatenmark 2 Minuten mitrösten.
Paprikapulver und Kümmel kurz einrühren, mit Mehl bestäuben und 1 Minute unterrühren.
Mit Rotwein und gehackten Tomaten ablöschen, 500 ml Brühe angießen, Sojaschnetzel, Majoran und Lorbeer zugeben.
Aufkochen und zugedeckt 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Lorbeer entfernen, mit Salz, Pfeffer und Apfelessig abschmecken.

Tipps für ein deftiges Ergebnis

  • Sojaschnetzel gut ausdrücken: Bleiben sie nass, dämpfen sie in der Pfanne statt zu braten und schmecken pappig. Trocken gebraten bekommen sie eine fleischige Konsistenz.
  • Paprikapulver nicht verbrennen: Immer bei reduzierter Hitze und sofort mit Flüssigkeit ablöschen. Verbranntes Paprikapulver macht die ganze Sauce bitter.
  • Zeit geben: 30 Minuten sind das Minimum. Wer 45–60 Minuten köcheln lässt, bekommt eine noch runderes Aroma.
  • Aufbewahrung: Im Kühlschrank hält das Gulasch 3–4 Tage und schmeckt aufgewärmt intensiver. Es lässt sich auch problemlos einfrieren.
  • Zu dünn geraten? Deckel abnehmen und offen weiterköcheln oder 1 TL Mehl mit etwas kaltem Wasser verrühren und einrühren.

Variationen

  • Mit Gewürzgurken: 100 g gewürfelte Gewürzgurken und einen Schuss Gurkenwasser am Ende zugeben – bringt die typisch säuerliche Note vieler Gulasch-Klassiker.
  • Nur mit Pilzen: Für ein reines Pilzgulasch die Sojaschnetzel weglassen und die Champignon-Menge auf 500 g erhöhen, gern gemischt mit Kräuterseitlingen.
  • Cremig: Zum Schluss 2 EL veganen Schmand oder Hafercuisine unterrühren.
  • Schärfer: Mit mehr rosenscharfem Paprika, Chiliflocken oder einem TL Ajvar würzen.
  • Ohne Soja: Statt Sojaschnetzel klein gewürfelte Kräuterseitlinge oder Jackfruit verwenden.

Häufige Fragen

Muss ich Sojaschnetzel für veganes Gulasch einweichen?

Ja. Weiche sie 10 bis 12 Minuten in heißer Gemüsebrühe ein, drücke sie danach kräftig aus und brate sie trocken an. So werden sie fleischig statt pappig und nehmen die Aromen besser auf.

Welche Pilze passen am besten ins vegane Gulasch?

Braune Champignons sind der Klassiker, weil sie viel Umami liefern. Kräuterseitlinge geben eine bissfestere Konsistenz und lassen sich gut mit Champignons mischen.

Warum wird mein veganes Gulasch bitter?

Meist ist verbranntes Paprikapulver schuld. Röste es nur kurz bei reduzierter Hitze an und lösche sofort mit Flüssigkeit ab, dann bleibt die Sauce mild und aromatisch.

Kann ich veganes Gulasch einfrieren?

Ja, es lässt sich sehr gut einfrieren und hält so mehrere Monate. Im Kühlschrank bleibt es 3 bis 4 Tage frisch und schmeckt aufgewärmt sogar intensiver.

Wozu passt veganes Gulasch am besten?

Klassisch zu Semmelknödeln oder Kartoffelknödeln, aber auch zu Nudeln, Kartoffelbrei oder einfach frischem Brot zum Tunken der Sauce.

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