Der häufigste Fehler passiert schon im Supermarkt: Wer zur reifen Jackfruit in Sirup greift, bekommt eine süße Dessertfrucht – und nie diese faserige, herzhafte Textur, für die man Pulled Jackfruit eigentlich kocht. Du brauchst die junge, grüne Jackfruit in Salzlake (oft als „young jackfruit in brine“ beschriftet). Nur die zerfällt beim Garen in genau die Fäden, die an klassisches Pulled Pork erinnern.
Der Rest ist erstaunlich unkompliziert: rupfen, scharf anbraten, in würziger BBQ-Sauce weich schmoren. In gut einer Stunde hast du eine klebrig-saftige Füllung für Burger, Tacos oder Wraps. Ein ehrlicher Hinweis vorweg, weil die Frucht gern als „Superfood“ verkauft wird: Jackfruit liefert kaum Eiweiß (rund 1–2 g pro 100 g). Geschmacklich ein toller Fleischersatz, sättigungstechnisch aber erst dann eine vollwertige Mahlzeit, wenn du Bohnen, Kichererbsen oder Linsen dazugibst.
Zutaten für 4 Portionen
- 2 Dosen junge Jackfruit in Salzlake (je ca. 400 g, Abtropfgewicht zusammen ca. 500 g)
- 2 Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL neutrales Öl zum Anbraten
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver (Paprika smoked)
- 1 TL Paprika edelsüß
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 2 EL Tomatenmark
- 150 g vegane BBQ-Sauce
- 1 EL Apfelessig
- 1–2 TL Ahornsirup oder brauner Zucker
- 200 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer
- optional: 4–6 Tropfen Liquid Smoke oder etwas Rauchsalz für mehr BBQ-Aroma
Zubereitung
- Jackfruit abgießen, gründlich unter kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Feuchtigkeit möglichst ausdrücken – nasse Stücke braten nicht an, sondern kochen nur.
- Die harten, spitzen Kernansätze und feste Mittelstücke abschneiden. Den Rest mit zwei Gabeln oder den Fingern in Fasern zupfen. Feste Teile werden beim Schmoren später weich, also nicht wegwerfen.
- Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Öl in einer weiten Pfanne erhitzen und beides bei mittlerer Hitze glasig anbraten.
- Jackfruit dazugeben und bei kräftiger Hitze 6–8 Minuten scharf anbraten, bis die Fäden Farbe nehmen. Dieser Schritt bringt die Röstaromen und ist der Unterschied zwischen labberig und saftig – nicht zu früh rühren.
- Paprikapulver, edelsüßes Paprika und Kreuzkümmel einstreuen, kurz mitrösten, bis es duftet. Tomatenmark zugeben und ebenfalls 1 Minute anrösten.
- Mit BBQ-Sauce, Apfelessig, Ahornsirup und Gemüsebrühe ablöschen. Alles gut verrühren, bei Bedarf Liquid Smoke oder Rauchsalz zugeben.
- Zugedeckt bei niedriger Hitze 30–40 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. In den letzten 5–10 Minuten den Deckel abnehmen, damit die Sauce einkocht und die Jackfruit schön klebrig wird.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist die Füllung für Burger, Tacos oder Wraps.

Zutaten
- 2 Dosen junge Jackfruit in Salzlake (Abtropfgewicht zusammen ca. 500 g)
- 2 Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL neutrales Öl
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 TL Paprika edelsüß
- 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
- 2 EL Tomatenmark
- 150 g vegane BBQ-Sauce
- 1 EL Apfelessig
- 1-2 TL Ahornsirup oder brauner Zucker
- 200 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer
- optional: 4-6 Tropfen Liquid Smoke oder Rauchsalz
Zubereitung
Jackfruit abgießen, abspülen, gut abtropfen und ausdrücken.
Harte Kernansätze abschneiden, den Rest mit zwei Gabeln in Fasern zupfen.
Zwiebeln und Knoblauch in Öl glasig anbraten.
Jackfruit zugeben und 6-8 Minuten scharf anbraten, bis die Fasern Farbe nehmen.
Paprikapulver, edelsüßes Paprika und Kreuzkümmel sowie Tomatenmark kurz mitrösten.
Mit BBQ-Sauce, Apfelessig, Ahornsirup und Gemüsebrühe ablöschen.
Zugedeckt 30-40 Minuten köcheln, am Ende offen einkochen lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in Burger, Tacos oder Wraps servieren.
Tipps für die perfekte Textur
Zwei Stellen entscheiden über das Ergebnis. Erstens das Abtropfen: Je trockener die Jackfruit in die Pfanne kommt, desto besser röstet sie. Wer mag, drückt die Stücke in einem sauberen Küchentuch aus. Zweitens die Röstphase – lass die Fasern wirklich anbräunen, bevor die Sauce dazukommt. In Flüssigkeit gart nichts mehr braun.
Schmeckt es flach? Meistens fehlt Säure oder Salz, nicht Süße. Ein Spritzer Essig oder Limette hebt das ganze Gericht. Und bei der Schärfe lieber vorsichtig dosieren: Geräuchertes Paprikapulver und Liquid Smoke sind intensiv und lassen sich schwer zurücknehmen.
Reste halten sich im Kühlschrank gut 3 bis 4 Tage und schmecken am nächsten Tag oft runder, weil die Aromen durchgezogen sind. Portionsweise einfrieren funktioniert problemlos – einfach in der Pfanne mit einem Schuss Wasser wieder aufwärmen.
Variationen: Burger, Tacos und mehr
- Pulled-Jackfruit-Burger: auf ein geröstetes Brötchen mit Krautsalat (Coleslaw) und ein paar eingelegten Zwiebeln. Der knackige Salat gibt den Kontrast, den die weiche Füllung braucht.
- Tacos: in kleine Maistortillas mit Avocado, roten Zwiebeln, Koriander und einem Klecks veganem Joghurt oder Limettencreme.
- Wraps und Bowls: mit Reis, schwarzen Bohnen und Mais – hier kommen die Hülsenfrüchte ins Spiel, die das Eiweiß liefern, das der Jackfruit fehlt.
- Ohne BBQ: statt BBQ-Sauce mit Kokosmilch, Curry und etwas Limette schmoren – dann wird daraus ein cremiges Pulled-Jackfruit-Curry.
Wer keine fertige BBQ-Sauce da hat, mischt sich eine schnelle Variante aus Ketchup, Tomatenmark, etwas Sojasauce, Apfelessig und braunem Zucker zusammen. Klappt genauso gut.
Häufige Fragen
Welche Jackfruit brauche ich für Pulled Jackfruit?
Junge, grüne Jackfruit in Salzlake (young jackfruit in brine). Die reife Frucht in Sirup ist süß und zerfällt nicht faserig – sie eignet sich nur als Dessert.
Schmeckt Pulled Jackfruit nach Fleisch?
Nicht von sich aus – die Frucht ist mild und nimmt vor allem die Marinade an. Textur und BBQ-Sauce erinnern aber stark an Pulled Pork, geräuchertes Paprika und Liquid Smoke verstärken das.
Ist Pulled Jackfruit eine gute Eiweißquelle?
Nein. Jackfruit hat nur etwa 1–2 g Eiweiß pro 100 g. Kombiniere sie mit Bohnen, Kichererbsen oder Linsen, damit die Mahlzeit satt macht und ausgewogen ist.
Kann man Pulled Jackfruit einfrieren?
Ja, problemlos. Portionsweise einfrieren und später in der Pfanne mit einem Schuss Wasser aufwärmen. Im Kühlschrank hält sie sich 3 bis 4 Tage.
Wie wird Jackfruit richtig faserig?
Gut abtropfen, in Fasern zupfen und vor dem Schmoren scharf anbraten. Erst die Röstphase, dann die Sauce – in Flüssigkeit bräunt nichts mehr.


