Der Charme der Salade Niçoise liegt darin, dass jede Zutat für sich zubereitet und erst am Ende angerichtet wird – nichts wird zu einem müden Salat verrührt. Genau deshalb schmeckt man Thunfisch, Ei, Kartoffel und knackige Bohnen einzeln heraus. In gut 45 Minuten steht ein Teller auf dem Tisch, der als sättigende Hauptmahlzeit oder als Vorspeise für Gäste funktioniert.
Um den beliebtesten Streit gleich vorwegzunehmen: In Nizza tobt seit Jahrzehnten die Frage, ob Kartoffeln und grüne Bohnen überhaupt hineingehören. Puristen bestehen auf rohem Gemüse ohne beides. Der weltbekannte Klassiker, wie ihn Auguste Escoffier um 1900 populär machte, enthält jedoch beides – und genau diese Bistro-Variante beschreiben wir hier.
Zutaten für 4 Portionen
- 500 g festkochende Kartoffeln
- 250 g grüne Bohnen
- 4 Eier (Größe M)
- 2 Dosen Thunfisch (à 150 g, im eigenen Saft oder in Olivenöl), abgetropft ca. 200 g
- 4 reife Tomaten oder 250 g Kirschtomaten
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Kopf Römersalat oder Kopfsalat
- 100 g schwarze Oliven (Nizza-Oliven)
- 2 EL Kapern
- 8 Sardellenfilets (optional, klassisch)
Für das Dressing:
- 6 EL Olivenöl
- 2 EL Weißweinessig
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 Knoblauchzehe
- Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung Schritt für Schritt
- Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser 15–20 Minuten garen, bis sie sich leicht einstechen lassen. Abgießen, kurz abkühlen, pellen und in Scheiben schneiden.
- Eier in kochendes Wasser geben und 9 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken, pellen und halbieren oder vierteln.
- Bohnen putzen und in Salzwasser 8–10 Minuten bissfest garen – grüne Bohnen brauchen ausreichend Kochzeit und dürfen nicht roh bleiben. Danach in Eiswasser abschrecken, damit sie ihre Farbe behalten.
- Tomaten in Spalten, die Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Salat waschen, trockenschleudern und in mundgerechte Stücke zupfen.
- Für das Dressing Senf und Essig mit der gepressten Knoblauchzehe verrühren. Das Olivenöl langsam unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Salat auf einer großen Platte verteilen. Kartoffeln, Bohnen, Tomaten, Zwiebelringe, Eier und Thunfisch nebeneinander anrichten. Oliven, Kapern und – wer mag – Sardellen darüber verteilen und alles mit dem Dressing beträufeln.

Zutaten
- 500 g festkochende Kartoffeln
- 250 g grüne Bohnen
- 4 Eier (Größe M)
- 2 Dosen Thunfisch (à 150 g), abgetropft ca. 200 g
- 4 reife Tomaten oder 250 g Kirschtomaten
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Kopf Römersalat oder Kopfsalat
- 100 g schwarze Oliven
- 2 EL Kapern
- 8 Sardellenfilets (optional)
- 6 EL Olivenöl
- 2 EL Weißweinessig
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 Knoblauchzehe
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Kartoffeln mit Schale 15–20 Minuten garen, pellen und in Scheiben schneiden.
Eier 9 Minuten hart kochen, abschrecken, pellen und halbieren.
Bohnen 8–10 Minuten bissfest garen und in Eiswasser abschrecken.
Tomaten in Spalten, Zwiebel in Ringe schneiden, Salat zupfen.
Dressing aus Senf, Essig, Knoblauch und Olivenöl rühren, würzen.
Salat auf einer Platte anrichten, alle Zutaten nebeneinander verteilen, mit Thunfisch, Oliven, Kapern und Dressing vollenden.
Tipps für das beste Ergebnis
- Nicht vermischen: Die Zutaten nebeneinander anrichten statt unterzuheben. So bleiben Farben und Texturen erhalten und jeder kann sich seinen Bissen zusammenstellen.
- Kartoffeln lauwarm dressen: Ein Löffel Dressing auf die noch warmen Kartoffelscheiben zieht besser ein als auf kalte.
- Thunfisch-Qualität zählt: Thunfisch in gutem Olivenöl schmeckt runder als der im eigenen Saft. Abgetropft bleibt der Salat nicht wässrig.
- Eier weich statt hart: Wer eine cremige Note mag, kocht die Eier nur 6–7 Minuten. Dann sind sie wachsweich – aber nicht mehr so lange haltbar.
- Vorbereiten: Kartoffeln, Bohnen und Eier lassen sich mehrere Stunden vorher garen und kühl lagern. Angerichtet und gedresst wird erst kurz vor dem Servieren.
Varianten der Salade Niçoise
- Puristische Nizza-Version: Ohne Kartoffeln und Bohnen, dafür mit rohem Gemüse wie Paprika, Radieschen und jungen Artischocken – so, wie es traditionelle Köche in Nizza bevorzugen.
- Mit frischem Thunfisch: Statt Dosenthunfisch ein Thunfischsteak kurz scharf anbraten und in Scheiben auf den Salat legen.
- Vegetarisch: Thunfisch und Sardellen weglassen, dafür mehr Ei, weiße Bohnen oder gerösteten Feta ergänzen.
- Als Meal-Prep-Bowl: Alle Komponenten getrennt in einer Schale schichten, Dressing separat mitnehmen und erst am Arbeitsplatz vermengen.
So bekommst du einen Salat, der satt macht, ohne schwer im Magen zu liegen – ideal für warme Tage, ein leichtes Abendessen oder als bunter Auftritt auf dem Buffet.
Häufige Fragen
Was gehört in eine klassische Salade Niçoise?
In die bekannte Bistro-Variante gehören Thunfisch, hart gekochte Eier, Kartoffeln, grüne Bohnen, Tomaten, schwarze Oliven, Kapern, Zwiebeln und Blattsalat, gewürzt mit einem Senf-Olivenöl-Dressing. Sardellen sind optional.
Kommen Kartoffeln und Bohnen in die echte Salade Niçoise?
Darüber wird in Nizza gestritten. Puristen lassen beides weg und verwenden nur rohes Gemüse. Der weltweit verbreitete Klassiker nach Escoffier enthält jedoch gekochte Kartoffeln und grüne Bohnen.
Nimmt man frischen Thunfisch oder aus der Dose?
Beides ist üblich. Dosenthunfisch in gutem Olivenöl ist schnell und praktisch. Ein kurz gebratenes frisches Thunfischsteak macht den Salat feiner und hochwertiger.
Kann man Salade Niçoise vorbereiten?
Kartoffeln, Bohnen und Eier lassen sich mehrere Stunden vorher garen und kühl lagern. Angerichtet und mit Dressing beträufelt wird der Salat erst kurz vor dem Servieren, damit nichts durchweicht.
Wie lange sind grüne Bohnen zu kochen?
Grüne Bohnen sollten mindestens 8–10 Minuten bissfest gegart werden und dürfen nicht roh verzehrt werden, da rohe Bohnen unverträgliche Stoffe enthalten.


