575 g Zutaten, 15 Minuten Arbeit, 12 Riegel mit je rund 48 g: Nussriegel selber machen klappt zuverlässig, sobald ein Verhältnis stimmt – feste Zutaten (Nüsse, Kerne) treffen auf eine klebrige Basis aus Datteln, Honig und Kokosöl. Gekaufte Riegel kosten schnell über einen Euro pro Stück und führen häufig Glukosesirup und Palmfett in der Zutatenliste; hier bestimmst du beides selbst.
Zwei Wege führen zum fertigen Riegel: 12–15 Minuten bei 160 °C im Ofen für festen Biss und nussigeres Aroma – oder zwei Stunden Kühlschrank ganz ohne Hitze. Der Rest ist identisch. Und der entscheidende Handgriff kommt bei beiden Varianten vor dem Warten: Die Masse muss wirklich fest in die Form gepresst werden, nicht nur glattgestrichen.
Zutaten für 12 Nussriegel
Die Mengen passen in eine quadratische Form von rund 20 × 20 cm. Die Nusssorten kannst du frei tauschen, solange die Gesamtmenge an Nüssen und Kernen ungefähr gleich bleibt.
- 100 g Mandeln
- 100 g Cashewkerne
- 50 g Walnüsse
- 30 g Sesam
- 30 g Sonnenblumenkerne
- 150 g entsteinte Datteln (Deglet Nour oder Medjool)
- 50 g Rosinen
- 2 EL Kokosöl (ca. 25 g)
- 2 EL Honig (ca. 40 g) – oder Ahorn-, Reis- bzw. Dattelsirup für die vegane Variante
- 1 TL Zimt (optional)
- 1 Prise Salz
Die Faustregel hinter diesen Mengen: Auf rund 300 g Nüsse und Kerne kommen etwa 200 g Trockenfrüchte plus 4 EL Fett und Sirup. Wer eine Handvoll Nüsse extra einrührt, muss die Dattelmenge mitziehen – sonst fehlt hinterher die Klebekraft. Sind deine Datteln trocken und hart, weiche sie 10 Minuten in warmem Wasser ein und tupfe sie danach gründlich ab; überschüssiges Wasser macht die Masse matschig statt klebrig.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Mandeln, Cashews und Walnüsse grob hacken – nicht mahlen. Sichtbare Nussstücke geben Biss und halten die Masse besser zusammen als Nussmehl.
- Nüsse mit Sesam und Sonnenblumenkernen anrösten: im Ofen bei maximal 160 °C für 10–12 Minuten, einmal wenden. In der Pfanne trifft die Hitze punktuell auf die Nüsse, deshalb dort nur 3–4 Minuten ohne Fett und ständig in Bewegung halten. Anschließend abkühlen lassen.
- Datteln und Rosinen sehr fein hacken oder kurz im Mixer zerkleinern, bis eine zusammenhängende, klebrige Paste entsteht.
- Kokosöl und Honig in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze nur schmelzen, nicht köcheln. Zimt und Salz einrühren.
- Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, bis jede Nuss rundum von der klebrigen Masse überzogen ist. Am schnellsten geht das mit den Händen.
- Form mit Backpapier auslegen, Masse hineingeben und mit dem Löffelrücken oder einem zweiten Stück Backpapier kräftig flach pressen. Locker eingefüllte Masse zerfällt später beim Schneiden – das ist der häufigste Grund für bröselige Riegel.
- Bei 160 °C Ober-/Unterhitze 12–15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind. Ohne Backen: die Form zwei Stunden kalt stellen.
- Vollständig auskühlen lassen, dann mit einem scharfen, glatten Messer in 12 Riegel schneiden.

Zutaten
- 100 g Mandeln
- 100 g Cashewkerne
- 50 g Walnüsse
- 30 g Sesam
- 30 g Sonnenblumenkerne
- 150 g entsteinte Datteln
- 50 g Rosinen
- 2 EL Kokosöl
- 2 EL Honig (oder Ahornsirup)
- 1 TL Zimt (optional)
- 1 Prise Salz
Zubereitung
Mandeln, Cashews und Walnüsse grob hacken – nicht mahlen.
Nüsse mit Sesam und Sonnenblumenkernen anrösten: im Ofen bei maximal 160 °C für 10–12 Minuten oder in der Pfanne 3–4 Minuten ohne Fett unter ständigem Bewegen. Abkühlen lassen.
Datteln und Rosinen sehr fein hacken oder im Mixer zu einer klebrigen Paste zerkleinern.
Kokosöl und Honig bei niedriger Hitze schmelzen, Zimt und Salz einrühren.
Alle Zutaten vermengen, bis die Nüsse rundum von der klebrigen Masse überzogen sind.
Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Form (ca. 20 × 20 cm) geben und kräftig flach pressen.
Bei 160 °C Ober-/Unterhitze 12–15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind – oder 2 Stunden ohne Backen kalt stellen.
Vollständig auskühlen lassen und mit einem scharfen, glatten Messer in 12 Riegel schneiden.
Nussriegel selber machen mit Honig – oder ohne
Honig übernimmt hier zwei Jobs: Er klebt, und er bräunt beim Backen. Der Fruchtzucker im Honig karamellisiert früher als normaler Haushaltszucker – deshalb bleibt die Backtemperatur bei 160 °C. Bei 200 °C sind die Ränder braun, bevor die Mitte fest ist, und schmecken bitter. Kurz erwärmt (ein paar Sekunden in der Mikrowelle oder im Topf) wird Honig dünnflüssig und verteilt sich viel gleichmäßiger in der Nussmasse.
Für eine vegane Version funktionieren Ahornsirup, Reissirup oder Dattelsirup eins zu eins – wichtig ist eine ähnlich dickflüssige Konsistenz. Agavendicksaft ist dünner, davon nimmst du besser einen halben Esslöffel mehr. Und wenn du komplett ohne Trockenfrüchte arbeitest, also nur Nüsse und Kerne verwendest, brauchst du deutlich mehr Bindung: rund 5–6 EL Sirup plus Backen, sonst hält nichts zusammen.
Ein Hinweis für Familienküchen: Honig ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet – hier greifst du besser zu Dattel- oder Ahornsirup.
Tipps, damit die Riegel nicht zerbröseln
Der häufigste Fehler ist zu wenig Bindung. Hält die Masse beim Andrücken nicht zusammen, fehlt Klebekraft – dann hilft ein zusätzlicher Esslöffel Dattelpaste oder Nussmus, nicht mehr trockene Nüsse. Umgekehrt gilt: Klebt alles an den Fingern fest, gibst du eine Handvoll gehackte Nüsse oder Kerne dazu.
Schneide die Riegel wirklich erst, wenn der Block komplett kalt ist. Warm zerfallen selbst gut gepresste Riegel. Ein scharfes, glattes Messer schneidet sauberer als ein Wellenmesser: einmal senkrecht durchdrücken statt sägen. Beim Nussriegel selber machen lohnt sich außerdem eine kleinere Form – 20 × 20 cm ergeben Riegel mit gut 1,5 cm Höhe, in einer größeren Form wird die Schicht dünn und bricht schneller.
Nährwerte pro Riegel
Aus den Standard-Nährwerten der Zutaten gerechnet – gerundet und je nach Nusssorte und Dattelgröße schwankend:
| Pro Riegel (ca. 48 g) | Menge |
|---|---|
| Energie | ca. 230 kcal |
| Eiweiß | ca. 5 g |
| Fett | ca. 16 g |
| Kohlenhydrate | ca. 15 g |
Zum Einordnen: Mandeln liefern rund 579 kcal, 21 g Eiweiß und 12,5 g Ballaststoffe pro 100 g, Datteln rund 282 kcal bei 63 g Zucker. Der Zucker in diesen Riegeln stammt also überwiegend aus Trockenfrüchten und Honig statt aus Glukosesirup – energiereich bleiben sie trotzdem. Als Snack vor dem Training oder für unterwegs ist ein Riegel eine sinnvolle Portion.
Variationen für jeden Geschmack
Das Grundrezept verträgt fast jede Abwandlung, solange das Verhältnis von fester zu klebriger Masse stimmt:
- Ohne Backen: Masse zwei Stunden kalt stellen statt backen – spart Energie und schont die Fette in den Nüssen.
- Vegan: Honig durch Ahorn- oder Reissirup ersetzen.
- Schokolade: 1–2 EL Kakao in die geschmolzene Masse rühren oder die fertigen Riegel mit dunkler Schokolade überziehen und kalt stellen.
- Nussfrei bei Allergie: Mandeln und Cashews durch Sonnenblumen- und Kürbiskerne ersetzen, als Bindung Tahini nehmen.
- Mehr Protein: 2 EL Proteinpulver oder einen Löffel Erdnussmus untermengen und einen weiteren TL Sirup ausgleichen, weil Pulver Feuchtigkeit zieht.
- Fruchtig: statt Rosinen getrocknete Cranberrys, Aprikosen oder Feigen – Aprikosen vorher klein schneiden, sie kleben stärker.
Aufbewahrung: wie lange halten die Riegel?
In einer luftdichten Dose halten gebackene Riegel bei Zimmertemperatur etwa eine Woche, im Kühlschrank gut zwei Wochen. Die ungebackene Variante gehört immer in den Kühlschrank. Wichtig: erst vollständig auskühlen lassen, dann verschließen – warm eingepackt bildet sich Kondenswasser, und das macht die Riegel weich.
Nüsse enthalten viel ungesättigtes Fett und reagieren empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff. Gehackte oder geschälte Nüsse halten sich nach dem Öffnen laut Verbraucherzentrale nur rund vier Wochen im Kühlschrank – wer Nussriegel selber machen will, prüft die Nüsse vorher kurz: Riechen sie muffig oder schmecken bitter, gehören sie weg. Für Vorrat funktionieren die Riegel auch im Gefrierfach: einzeln in Backpapier wickeln, dort halten sie rund drei Monate und tauen in 20 Minuten auf.
Häufige Fragen
Wie kann ich Nussriegel selber machen?
Nüsse und Kerne grob hacken, Datteln zu einer klebrigen Paste zerkleinern, mit geschmolzenem Kokosöl und Honig vermengen, fest in eine Form pressen und 12–15 Minuten bei 160 °C backen oder 2 Stunden kalt stellen.
Wie mache ich Nussriegel mit Honig?
2 EL Honig kurz mit dem Kokosöl erwärmen, dann unter die Nussmasse rühren. Wegen des Fruchtzuckers bräunt Honig früher – bei 160 °C backen, nicht heißer, sonst werden die Ränder bitter.
Warum zerbröseln meine Nussriegel?
Meist fehlt Bindung oder die Masse wurde zu locker eingefüllt. Ein Esslöffel Dattelpaste oder Nussmus mehr hilft, die Masse kräftig flach pressen – und erst schneiden, wenn der Block komplett kalt ist.
Kann ich Nussriegel ohne Backen machen?
Ja. Die fest angedrückte Masse kommt statt in den Ofen rund 2 Stunden in den Kühlschrank. Danach in Riegel schneiden und gekühlt aufbewahren, sonst werden sie weich.
Wie lange sind selbstgemachte Nussriegel haltbar?
Gebacken halten sie in einer luftdichten Dose etwa eine Woche bei Zimmertemperatur und gut zwei Wochen im Kühlschrank. Eingefroren und einzeln gewickelt rund drei Monate.
Wie viele Kalorien hat ein selbstgemachter Nussriegel?
Bei diesen Mengen rund 230 kcal pro Riegel (ca. 48 g), dazu etwa 5 g Eiweiß – gerechnet aus den Standard-Nährwerten der Zutaten.


