Dinkelbrot selber backen: saftiges Rezept ohne Sauerteig

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Frisch gebackenes Dinkelvollkornbrot mit knuspriger Kruste, angeschnitten auf einem Holzbrett

Ein saftiges Dinkelbrot mit knuspriger Kruste musst du nicht beim Bäcker kaufen – mit frischer Hefe, einer Kastenform und rund 90 Minuten Gesamtzeit gelingt es auch ohne Sauerteig und ohne große Knet-Erfahrung. Das folgende Rezept ergibt ein kräftiges Vollkornbrot, das innen weich bleibt und am nächsten Tag noch gut schmeckt. Wichtig ist vor allem lauwarme (nicht heiße) Flüssigkeit für die Hefe und eine ruhige Gehzeit – den Rest macht der Ofen.

Zutaten für ein Dinkelbrot

Die Mengen reichen für eine Kastenform von etwa 24 x 12 cm, das ergibt ein Brot mit rund 16 Scheiben:

  • 600 g Dinkelvollkornmehl
  • 350 ml Wasser
  • 250 ml Milch (3,5 %)
  • 150 g zarte Haferflocken (plus 1 EL zum Ausstreuen der Form)
  • 21 g frische Hefe (ein halber Würfel)
  • 10 g Salz
  • 1 TL Honig oder Zuckerrübensirup
  • 1 TL Brotgewürz (optional)
  • etwas Butter für die Form

Statt Dinkelvollkornmehl kannst du auch zur Hälfte helles Dinkelmehl Type 630 nehmen – das Brot wird dann milder und lockerer. Frische Hefe lässt sich 1:1 durch ein Päckchen Trockenhefe (7 g) ersetzen; die löst du einfach trocken mit dem Mehl auf.

Dinkelbrot backen – Schritt für Schritt

  1. Den Backofen auf 225 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine hitzebeständige Schüssel mit hineinstellen – die sorgt später für Dampf und eine knusprige Kruste.
  2. Die Milch lauwarm erwärmen (nicht heiß, sonst stirbt die Hefe ab) und die Hefe darin auflösen.
  3. Die Kastenform mit Butter einfetten und mit 1 EL Haferflocken ausstreuen.
  4. 350 ml Wasser aufkochen, über die 150 g Haferflocken gießen und etwa 4 Minuten quellen lassen. Dieses „Brühstück“ macht das Brot saftiger und länger haltbar.
  5. Die gequollenen Haferflocken in eine Rührschüssel geben, Hefe-Milch, Salz, Honig und Brotgewürz dazugeben.
  6. Das Dinkelvollkornmehl einstreuen und mit dem Knethaken erst 4 Minuten auf niedriger, dann 3 Minuten auf höherer Stufe zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  7. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
  8. Den Teig kurz auf einer bemehlten Fläche durchkneten, in die Form geben und der Länge nach einschneiden.
  9. 150 ml Wasser in die vorgeheizte Schüssel im Ofen gießen, das Brot einschieben und 10 Minuten bei 225 °C backen.
  10. Danach auf 180 °C reduzieren und weitere etwa 35 Minuten fertig backen. Das Brot ist gar, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt (Kerntemperatur rund 95 °C).
  11. Aus der Form stürzen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen – erst dann anschneiden, sonst wird die Krume klitschig.
Frisch gebackenes Dinkelvollkornbrot mit knuspriger Kruste, angeschnitten auf einem Holzbrett

Dinkelbrot

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Portionen: 116 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 200 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 600 g Dinkelvollkornmehl
  • 350 ml Wasser
  • 250 ml Milch (3,5 %)
  • 150 g zarte Haferflocken (plus 1 EL zum Ausstreuen)
  • 21 g frische Hefe (ein halber Würfel)
  • 10 g Salz
  • 1 TL Honig oder Zuckerrübensirup
  • 1 TL Brotgewürz (optional)
  • etwas Butter für die Form

Zubereitung

Backofen auf 225 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, hitzebeständige Schüssel mit einheizen.
Milch lauwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen.
Kastenform (ca. 24 x 12 cm) mit Butter einfetten und mit 1 EL Haferflocken ausstreuen.
350 ml Wasser aufkochen, über 150 g Haferflocken gießen und 4 Minuten quellen lassen.
Gequollene Haferflocken mit Hefe-Milch, Salz, Honig und Brotgewürz in eine Rührschüssel geben.
Dinkelvollkornmehl einstreuen und 4 Minuten auf niedriger, dann 3 Minuten auf höherer Stufe kneten.
Teig zugedeckt 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Teig kurz durchkneten, in die Form geben und längs einschneiden.
150 ml Wasser in die vorgeheizte Schüssel gießen, Brot 10 Minuten bei 225 °C backen.
Auf 180 °C reduzieren und weitere ca. 35 Minuten backen, bis das Brot beim Klopfen hohl klingt.
Aus der Form stürzen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Tipps, damit das Dinkelbrot gelingt

Dinkelteig reagiert empfindlicher als Weizenteig: Er verträgt weniger Kneten und weniger lange Gehzeiten, sonst wird die Krume trocken und krümelig. Knete also nur so lange wie angegeben und lass den Teig lieber etwas kürzer gehen als zu lang.

  • Brot geht nicht auf: Meist war die Flüssigkeit zu heiß oder die Hefe zu alt. Frische Hefe sollte sich glatt auflösen lassen; im Zweifel ein neues Stück nehmen.
  • Kruste zu blass: Die letzten Minuten ohne Schüssel-Dampf und mit etwas mehr Oberhitze backen.
  • Brot zu trocken: Das Brühstück aus Haferflocken nicht weglassen und die Backzeit beim nächsten Mal um 5 Minuten verkürzen.
  • Aufbewahrung: In ein Leinentuch gewickelt oder im Brottopf hält sich das Brot 3 bis 4 Tage. In Scheiben geschnitten lässt es sich gut einfrieren und im Toaster auftauen.

Variationen für dein Dinkelbrot

Das Grundrezept ist eine gute Basis zum Abwandeln. Für mehr Biss arbeitest du 2 bis 3 EL Saaten in den Teig ein – Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen oder Sesam passen gut. Wer es nussig mag, gibt grob gehackte Walnüsse oder Haselnüsse dazu.

Für eine herzhafte Variante eignen sich getrocknete Tomaten, Oliven oder ein Teelöffel Rosmarin. Süßer wird das Brot mit getrockneten Datteln, Feigen oder Cranberries und einer Prise Zimt. Magst du es heller und lockerer, ersetze die Hälfte des Vollkornmehls durch Dinkelmehl Type 630. Statt Hefe kannst du das Brot auch mit Dinkel-Sauerteig backen – das braucht dann allerdings deutlich mehr Zeit und einen aktiven Anstellgut.

Ist Dinkelbrot gesünder als Weizenbrot?

Dinkel und Weizen sind eng verwandt und haben einen ähnlichen Nährstoffgehalt. In der Vollkornvariante schneidet Dinkel etwas besser ab: Er liefert tendenziell mehr Eiweiß und Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Magnesium. Den größten Unterschied macht aber ohnehin die Vollkornstufe – ein Dinkelvollkornbrot enthält deutlich mehr Ballaststoffe als ein helles Brot aus Type-630-Mehl, egal ob aus Dinkel oder Weizen.

Ein häufiges Missverständnis solltest du kennen: Dinkel ist nicht glutenfrei. Er enthält sogar etwas mehr Gluten als gewöhnlicher Weichweizen und ist für Menschen mit Zöliakie oder echter Glutenunverträglichkeit genauso ungeeignet wie Weizen. Wer Gluten meiden muss, sollte auf glutenfreie Mehle ausweichen. Dinkel gilt vor allem deshalb als bekömmliches Urgetreide, weil er weniger stark züchterisch verändert wurde – ein gesundheitlicher Vorteil entsteht in erster Linie durch die Wahl der Vollkornvariante.

Häufige Fragen

Ist Dinkelbrot gesünder als Weizenbrot?

Dinkel und Weizen sind nährstofflich ähnlich. In der Vollkornvariante liefert Dinkel etwas mehr Eiweiß und Mineralstoffe. Entscheidend für den Gesundheitswert ist aber vor allem, dass du zur Vollkornstufe greifst.

Ist Dinkel glutenfrei?

Nein. Dinkel enthält Gluten, sogar etwas mehr als Weichweizen. Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist Dinkelbrot deshalb nicht geeignet.

Welches Dinkelmehl eignet sich zum Brotbacken?

Dinkelvollkornmehl ergibt ein kräftiges, ballaststoffreiches Brot. Helles Dinkelmehl Type 630 macht die Krume lockerer und milder. Eine Mischung aus beiden funktioniert besonders gut.

Wie lange hält selbstgebackenes Dinkelbrot?

In ein Leinentuch gewickelt oder im Brottopf bleibt das Brot 3 bis 4 Tage frisch. In Scheiben geschnitten lässt es sich gut einfrieren und im Toaster auftauen.

Kann man Dinkelbrot ohne Hefe backen?

Ja, mit Dinkel-Sauerteig statt Hefe. Das braucht ein aktives Anstellgut und deutlich längere Geh- und Reifezeiten, ergibt dafür ein aromatischeres, länger haltbares Brot.

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