Butter Chicken: cremiges Originalrezept aus Indien

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Cremiges indisches Butter Chicken in dunkler Schale mit Koriander, dazu Basmatireis und Naan

Samtige Tomaten-Sahne-Sauce, zartes mariniertes Hähnchen und genau die Menge Schärfe, die wärmt statt zu brennen – Butter Chicken (Murgh Makhani) schmeckt zu Hause fast wie beim Lieblings-Inder, wenn zwei Dinge stimmen: eine Marinade mit etwas Zeit und eine Sauce, die lang genug einköchelt. Das Originalrezept braucht rund 50 Minuten aktive Zeit plus Marinierzeit und kommt mit Zutaten aus, die du größtenteils im normalen Supermarkt findest.

Erfunden wurde das Gericht Mitte des 20. Jahrhunderts von Kundan Lal Gujral im Delhier Restaurant Moti Mahal – aus übrig gebliebenem Tandoori-Hähnchen, das er in einer Sauce aus Butter, Tomaten und Sahne weiterverwertete. Genau dieses Resteküchen-Prinzip macht es bis heute so unkompliziert nachzukochen.

Zutaten für 4 Portionen

Die Mengen teilen sich in Marinade und Sauce. Plane für die Marinade mindestens 40 Minuten ein – über Nacht im Kühlschrank wird das Hähnchen spürbar zarter.

Für die Marinade

  • 600 g Hähnchenbrust oder -schenkel, in mundgerechte Würfel
  • 120 g Naturjoghurt (vollfett)
  • 1 EL Limetten- oder Zitronensaft
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 TL frischer Ingwer, fein gerieben
  • 2 TL Garam Masala
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß (oder ½ TL Chili für mehr Schärfe)
  • 1 TL Salz

Für die Sauce

  • 4 EL Butter
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 TL Ingwer, gerieben
  • 400 g gehackte oder passierte Tomaten
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 150 ml Sahne
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Kasuri Methi (getrocknete Bockshornkleeblätter, optional, aber typisch)
  • Salz nach Geschmack
  • frischer Koriander zum Servieren

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Marinieren: Joghurt mit Limettensaft, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Kreuzkümmel, Kurkuma, Paprika und Salz verrühren. Hähnchenwürfel unterheben, abdecken und mindestens 40 Minuten – besser über Nacht – kalt stellen.
  2. Hähnchen anbraten: 1 EL Butter in einer Pfanne stark erhitzen und die marinierten Würfel portionsweise rundum anbraten, bis sie Farbe nehmen. Sie müssen noch nicht ganz durchgaren – herausnehmen und beiseitestellen.
  3. Sauce ansetzen: Restliche Butter schmelzen, Zwiebel darin glasig schwitzen, Knoblauch und Ingwer kurz mitbraten. Garam Masala und Kreuzkümmel zugeben und etwa 30 Sekunden mitrösten, bis es duftet.
  4. Tomaten einköcheln: Tomaten und Zucker zugeben und offen rund 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce eindickt. Für die typisch samtige Textur anschließend mit dem Pürierstab fein pürieren.
  5. Verfeinern: Sahne und – wenn vorhanden – die zwischen den Handflächen zerriebene Kasuri Methi einrühren. Mit Salz abschmecken.
  6. Fertig garen: Hähnchen zurück in die Sauce geben und weitere 8 Minuten sanft köcheln, bis das Fleisch gar und die Sauce cremig ist. Mit frischem Koriander bestreut servieren.
Cremiges indisches Butter Chicken in dunkler Schale mit Koriander, dazu Basmatireis und Naan

Cremiges indisches Butter Chicken (Murgh Makhani)

Drucken
Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 460 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
( 1 Bewertungen )

Zutaten

  • 600 g Hähnchenbrust oder -schenkel, gewürfelt
  • 120 g Naturjoghurt (vollfett)
  • 1 EL Limetten- oder Zitronensaft
  • 4 Knoblauchzehen, gepresst (2 für Marinade, 2 für Sauce)
  • 2 TL Ingwer, fein gerieben
  • 3 TL Garam Masala
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 4 EL Butter
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 400 g gehackte oder passierte Tomaten
  • 150 ml Sahne
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Kasuri Methi (Bockshornkleeblätter, optional)
  • Salz und frischer Koriander

Zubereitung

Joghurt mit Limettensaft, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Kreuzkümmel, Kurkuma, Paprika und Salz verrühren, Hähnchen darin mindestens 40 Minuten marinieren.
1 EL Butter erhitzen und die marinierten Hähnchenwürfel portionsweise rundum anbraten, dann herausnehmen.
Restliche Butter schmelzen, Zwiebel glasig schwitzen, Knoblauch und Ingwer mitbraten, Garam Masala und Kreuzkümmel kurz mitrösten.
Tomaten und Zucker zugeben, rund 10 Minuten einköcheln lassen und die Sauce fein pürieren.
Sahne und zerriebene Kasuri Methi einrühren, mit Salz abschmecken.
Hähnchen zurück in die Sauce geben, 8 Minuten sanft köcheln und mit Koriander bestreut servieren.

Tipps für cremiges Butter Chicken

  • Zeit für die Marinade: Der Joghurt macht das Fleisch zart – unter 40 Minuten lohnt sich kaum, über Nacht ist ideal.
  • Gegen bittere Sauce: Gewürze nur kurz anrösten, sonst werden sie bitter. Ein TL Zucker und ein kleiner Stich Butter am Ende gleichen die Säure der Tomaten aus.
  • Samtige Textur: Das Pürieren der Tomatensauce vor der Sahne ist der Schritt, der das „wie beim Inder“-Gefühl ausmacht.
  • Schärfe steuern: Mit Paprika edelsüß statt Chili bleibt es mild und familientauglich; ein paar Flocken Cayenne machen es feurig.
  • Cremiger ohne Sahne-Berg: Eine Handvoll eingeweichte, pürierte Cashewnüsse bindet die Sauce reichhaltig, ohne dass sie zu schwer wird.
  • Aufbewahren: Im Kühlschrank hält Butter Chicken etwa 3 Tage und schmeckt aufgewärmt oft noch runder. Es lässt sich auch portionsweise einfrieren.

Variationen: vegetarisch, vegan und milder

Butter Chicken ist erstaunlich wandelbar, ohne dass die Sauce ihren Charakter verliert.

  • Vegetarisch: Statt Hähnchen Paneer oder kräftige Champignons in der Marinade ziehen lassen – als „Butter Paneer“ ein eigener Klassiker.
  • Vegan: Festen Tofu marinieren, die Sahne durch Kokos- oder Cashewcreme und die Butter durch pflanzliche Margarine ersetzen.
  • Schnelle Feierabend-Version: Marinierzeit auf 30 Minuten kürzen und Hähnchenschenkel nehmen – die bleiben auch bei wenig Zeit saftig.
  • Regional: In manchen Gegenden Nordindiens kommt eine Cashew-Nuss-Paste in die Sauce, andernorts deutlich mehr Gewürze – beides gilt als authentisch.

Was dazu passt

Klassisch landet Butter Chicken mit duftendem Basmatireis und warmem Naan-Brot auf dem Tisch, das die Sauce perfekt aufnimmt. Ein kühles Raita (Joghurt-Gurken-Dip) oder ein frischer Salat bringt Frische gegen die reiche Sauce. Dazu passt ein Mango-Lassi oder ein kühles Lager.

Häufige Fragen

Was ist Butter Chicken?

Butter Chicken (Murgh Makhani) ist ein nordindisches Gericht aus mariniertem Hähnchen in einer cremigen, leicht süßlichen Tomaten-Sahne-Sauce mit Butter und Garam Masala.

Welches Hähnchen eignet sich für Butter Chicken?

Hähnchenbrust ist mager und klassisch, Hähnchenschenkel bleiben saftiger und verzeihen längeres Köcheln. Beides passt – wichtig ist die Joghurt-Marinade.

Wie wird Butter Chicken nicht zu scharf?

Nimm Paprikapulver edelsüß statt Chili und dosiere Garam Masala vorsichtig. Sahne und ein TL Zucker mildern zusätzlich – so wird es mild und familientauglich.

Welche Beilage passt zu Butter Chicken?

Klassisch sind Basmatireis und Naan-Brot, die die Sauce aufnehmen. Ein Raita (Joghurt-Gurken-Dip) oder frischer Salat bringt Frische dazu.

Kann man Butter Chicken vegetarisch zubereiten?

Ja. Statt Hähnchen eignen sich Paneer oder Champignons; vegan funktioniert es mit Tofu, Kokos- oder Cashewcreme und pflanzlicher Butter.

Anzeige

Schau auch mal hier rein...