Paprika Gulasch – authentisch ungarisch, zart und sämig

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Dampfender Topf mit rotem ungarischem Paprika Gulasch, zarte Rindfleischwürfel in würziger Paprikasauce, garniert mit Petersilie

Der häufigste Grund, warum selbstgemachtes Gulasch fad statt sämig schmeckt: zu wenig Zwiebeln und Paprikapulver, das im heißen Fett verbrennt und bitter wird. Echtes ungarisches Paprika Gulasch löst beides über zwei einfache Regeln – gleich viel Zwiebeln wie Fleisch und das Paprikapulver immer bei vom Herd genommenem Topf einrühren. Wer das beherzigt, bekommt zarte Fleischwürfel in einer tiefroten, von selbst gebundenen Sauce, ganz ohne Mehl oder Soßenbinder.

Paprika Gulasch ist die mildere, leicht süßliche Verwandte des klassischen Gulaschs und gehört in Ungarn zur Familie der Pörkölt-Gerichte: ein dicker, sämiger Schmoreintopf mit konzentrierter Sauce – im Gegensatz zur flüssigeren Gulaschsuppe (Gulyásleves) mit Kartoffeln und Wurzelgemüse. Charakter bekommt das Gericht durch edelsüßes ungarisches Paprikapulver und viel Zeit am Herd.

Zutaten

Für 4 Portionen kräftiges Paprika Gulasch:

  • 800 g Rindfleisch aus Wade, Schulter oder Hals – gut durchwachsene Stücke werden beim Schmoren am zartesten
  • 800 g Zwiebeln – die goldene Regel lautet 1:1 zum Fleisch; sie zerfallen beim Schmoren und binden die Sauce
  • 2–3 EL edelsüßes ungarisches Paprikapulver (édesnemes) – die Qualität entscheidet über Geschmack und die typische rote Farbe
  • 1 TL rosenscharfes Paprikapulver (optional, für mehr Schärfe)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark für Tiefe und eine leicht säuerliche Note
  • 1 rote Paprikaschote, in Streifen
  • 2 EL Schmalz oder Butterschmalz zum Anbraten
  • 1 TL Kümmel, gemahlen, und 1 TL Majoran – die klassische ungarische Würzbasis
  • ca. 500 ml Rinderbrühe (oder Wasser)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Das wichtigste Gewürz ist das ungarische Paprikapulver, traditionell aus der Region um Szeged. Es gibt dem Gericht seinen unverwechselbaren Geschmack und die tiefrote Farbe. Greife möglichst zu frischer, edelsüßer Ware – altes, dumpfes Pulver zieht den ganzen Topf nach unten.

Zubereitung

Plane etwa 25 Minuten Vorbereitung und 1,5 bis 2 Stunden Schmorzeit ein. Geduld ist hier kein Luxus, sondern der eigentliche Trick.

  1. Das Rindfleisch in mundgerechte Würfel (ca. 3 cm) schneiden, trockentupfen. Die Zwiebeln fein würfeln.
  2. Das Schmalz in einem schweren Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise scharf anbraten, bis es rundum braun ist. Herausnehmen und beiseitestellen – so bleibt die Röstkruste erhalten.
  3. Die Zwiebeln im selben Topf bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten langsam weich schmelzen lassen, bis sie goldgelb und fast zerfallen sind. Knoblauch kurz mitdünsten.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Erst jetzt das Paprikapulver einrühren – im heißen Fett karamellisiert der Zucker darin sofort und wird bitter. Kurz unterrühren, bis alles rot überzogen ist.
  5. Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben und alles vermengen.
  6. Mit Brühe aufgießen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Kümmel und Majoran zugeben, einmal aufkochen.
  7. Hitze reduzieren und zugedeckt 1,5 bis 2 Stunden leise köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen. Die Paprikastreifen in den letzten 30 Minuten zugeben.
  8. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce sollte sämig sein und glänzen.
Dampfender Topf mit rotem ungarischem Paprika Gulasch, zarte Rindfleischwürfel in würziger Paprikasauce, garniert mit Petersilie

Paprika Gulasch

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Portionen: 4 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nährwerte: 200 calories 20 grams fat
Bewertung: 5.0/5
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Zutaten

  • 800 g Rindfleisch (Wade, Schulter oder Hals), in 3-cm-Würfeln
  • 800 g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2-3 EL edelsüßes ungarisches Paprikapulver
  • 1 TL rosenscharfes Paprikapulver (optional)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 rote Paprikaschote, in Streifen
  • 2 EL Schmalz oder Butterschmalz
  • 1 TL gemahlener Kümmel
  • 1 TL Majoran
  • ca. 500 ml Rinderbrühe
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Rindfleisch in 3-cm-Würfel schneiden und trockentupfen, Zwiebeln fein würfeln.
Schmalz im schweren Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise scharf anbraten, dann herausnehmen.
Zwiebeln 10-15 Minuten langsam goldgelb schmelzen lassen, Knoblauch kurz mitdünsten.
Topf vom Herd nehmen und das Paprikapulver einrühren, damit es nicht bitter wird.
Tomatenmark 1 Minute mitrösten, Fleisch zurückgeben und vermengen.
Mit Brühe aufgießen, Kümmel und Majoran zugeben und aufkochen.
Zugedeckt 1,5 bis 2 Stunden leise köcheln, Paprikastreifen in den letzten 30 Minuten zugeben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, bis die Sauce sämig ist.

Häufige Fragen

Welches Fleisch eignet sich am besten für Paprika Gulasch?

Gut durchwachsene Stücke aus Rinderwade, -schulter oder -hals. Sie haben genug Bindegewebe, das beim langen Schmoren zu zartem, saftigem Fleisch wird.

Wie viel Zwiebeln brauche ich für Gulasch?

Die goldene Regel lautet 1:1 zum Fleisch – auf 800 g Rind also 800 g Zwiebeln. Sie zerfallen beim Schmoren und binden die Sauce ganz ohne Mehl.

Warum wird mein Paprika Gulasch bitter?

Meist verbrennt das Paprikapulver im heißen Fett. Nimm den Topf vom Herd, rühre das Pulver ein und koche erst dann weiter – so bleibt es mild und tiefrot.

Wie lange muss Paprika Gulasch schmoren?

Mindestens 1,5 bis 2 Stunden bei niedriger Hitze. Kürzer bleibt das Fleisch zäh; mit Geduld wird es butterzart und die Sauce sämig.

Kann ich Paprika Gulasch vegetarisch zubereiten?

Ja. Ersetze das Rindfleisch durch festen Tofu, Seitan oder kräftige Pilze und nutze Gemüsebrühe statt Rinderbrühe. Technik und Würzung bleiben gleich.

Variationen und Beilagen

Paprika Gulasch lässt sich vielseitig anpassen:

  • Vegetarisch oder vegan: Statt Rindfleisch fester Tofu, Seitan oder kräftige Pilze (z. B. Kräuterseitlinge). Brühe durch Gemüsebrühe ersetzen.
  • Als Gulaschsuppe: Mehr Brühe angießen und Kartoffelwürfel mitkochen – fertig ist die flüssigere Gulyás-Variante.
  • Schweine- oder Mischgulasch: Mit Schweinenacken oder einer Mischung statt reinem Rind funktioniert das Rezept genauso.
  • Beilagen: Klassisch zu Nockerl, breiten Nudeln, Salzkartoffeln oder frischem Brot, das die Sauce aufsaugt.
  • Topping: Ein Klecks saure Sahne und frische Petersilie runden den Teller ab.
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