Der häufigste Fehler bei Kritharaki mit Champignons: zu viel Brühe auf einmal, Deckel drauf – und am Ende schwimmen weiche Nudeln in einer Pfütze. Cremig wird die Pfanne nämlich ohne einen Tropfen Sahne, allein durch die Stärke, die die reisförmige Pasta beim offenen Köcheln abgibt. Vom Anschwitzen bis zum Teller vergehen rund 25 Minuten, abgegossen wird nichts, und in der Spüle steht genau eine Pfanne.
Kritharaki – griechisch für „kleine Gerste“, in Italien als Orzo oder Risoni verkauft – bestehen aus Hartweizengrieß. Roh liefern sie laut Nährwertrechner rund 356 kcal, etwa 12 g Eiweiß und 3 g Ballaststoffe pro 100 g. Tiefgekühlte Erbsen steuern mit rund 7 g Eiweiß und 4 g Ballaststoffen je 100 g die Sättigung bei, Champignons mit etwa 22 kcal pro 100 g den herzhaften Umami-Ton. Deshalb schmeckt die kurze Zutatenliste nicht nach Beilage.
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Kritharaki (Orzo)
- 250 g Champignons, in Scheiben
- 200 g Erbsen (tiefgekühlt oder frisch)
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL Olivenöl
- 700–750 ml Gemüsebrühe, heiß
- 1 TL getrockneter Oregano
- Salz, schwarzer Pfeffer
- Optional: 100 g Feta, 1 Stich Butter, ½ Zitrone, frische Petersilie
Zubereitung
- Olivenöl in einer großen, tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Knoblauch 2–3 Minuten glasig anschwitzen, ohne dass sie Farbe nehmen.
- Champignons zugeben, Hitze leicht erhöhen und 5–7 Minuten braten, bis das ausgetretene Wasser verdampft ist und die Scheiben goldbraun werden. Gesalzen wird erst, wenn die Pilze Farbe haben – salzt du zu früh, tritt sofort Wasser aus und sie dünsten länger, statt zu bräunen.
- Kritharaki einrühren und 1–2 Minuten mitrösten, bis sie nussig duften. Diese zwei Minuten entscheiden zwischen körnig-bissfest und pappig.
- Mit der heißen Gemüsebrühe ablöschen, Oregano einrühren, einmal aufkochen lassen. Kalte Brühe bremst den Garprozess und zieht die Zeit unnötig in die Länge.
- Bei kleiner Hitze offen 10–12 Minuten köcheln lassen und dabei häufig vom Boden her umrühren. Das Rühren löst die Stärke von der Nudeloberfläche, der fehlende Deckel lässt überschüssige Flüssigkeit verdampfen.
- Erbsen in den letzten 3–4 Minuten untermischen. Tiefgekühlte kommen direkt aus der Packung in die Pfanne, frische blanchierst du vorher zwei Minuten.
- Sobald die Brühe fast aufgesogen und die Pasta bissfest ist: mit Salz und Pfeffer abschmecken, Pfanne vom Herd ziehen und 2–3 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit bindet die Stärke nach. Danach anrichten, nach Belieben Feta darüberbröseln, mit Zitrone und Petersilie abrunden.

Zutaten
- 250 g Kritharaki (Orzo)
- 250 g Champignons, in Scheiben
- 200 g Erbsen (tiefgekühlt oder frisch)
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL Olivenöl
- 700–750 ml Gemüsebrühe, heiß
- 1 TL getrockneter Oregano
- Salz, schwarzer Pfeffer
- Optional: 100 g Feta, 1 Stich Butter, ½ Zitrone, frische Petersilie
Zubereitung
Olivenöl in einer großen, tiefen Pfanne erwärmen. Zwiebel und Knoblauch 2–3 Minuten glasig anschwitzen.
Champignons zugeben und 5–7 Minuten goldbraun braten, erst salzen, wenn sie Farbe haben.
Kritharaki einrühren und 1–2 Minuten mitrösten, bis sie nussig duften.
Mit heißer Gemüsebrühe ablöschen, Oregano einrühren und einmal aufkochen.
Offen 10–12 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, dabei häufig vom Boden her umrühren.
Erbsen in den letzten 3–4 Minuten untermischen.
Abschmecken, vom Herd ziehen, 2–3 Minuten ruhen lassen und mit Feta, Zitrone und Petersilie servieren.
Kritharaki mit Champignons: die Stellschrauben für Cremigkeit
- Ab Minute 8 probieren: Orzo kippt innerhalb einer Minute von bissfest zu weich. Sobald der Kern noch minimal Widerstand hat, kommt die Pfanne vom Herd – beim Ruhen gart die Pasta nach.
- Rühren ist die Sahne-Ersatzhandlung: Jedes Umrühren schwemmt Stärke in die Brühe, die dabei sämig wird. Wer nur zweimal rührt, bekommt Nudeln in Suppe statt einer gebundenen Pfanne.
- Pfanne nicht überfüllen: 250 g Pilzscheiben brauchen Bodenfläche. Liegen sie übereinander, dünsten sie im eigenen Saft. Bei kleiner Pfanne die Champignons in zwei Durchgängen braten und später wieder zugeben.
- Zu trocken oder zu suppig? Ein Schuss heiße Brühe rettet trockene Pasta; überschüssige Flüssigkeit köchelst du ein bis zwei Minuten offen weg – nicht länger, sonst wird die Pasta weich.
- Der letzte Löffel: Ein Stich Butter oder ein Esslöffel Frischkäse nach dem Herd macht die Masse samtiger, ein Spritzer Zitrone hält sie geschmacklich leicht.
Wie viel Brühe brauchen Kritharaki?
Als Faustregel gilt die etwa dreifache Menge Flüssigkeit zur trockenen Pasta – bei 250 g Kritharaki also rund 700–750 ml heiße Brühe. Etwas mehr als beim klassischen Abkochen darf es sein, weil ein Teil verdampft und die Erbsen kein Wasser mitbringen. Gieße lieber knapp an und lege 100 ml heiße Brühe griffbereit zum Nachschütten.
| Kritharaki (roh) | Brühe | Portionen |
|---|---|---|
| 125 g | 350–400 ml | 2 |
| 250 g | 700–750 ml | 4 |
| 375 g | 1,0–1,1 l | 6 |
Kritharaki mit Erbsen und Möhren – die mildere Version
Ohne Pilze funktioniert die Methode genauso, nur die Reihenfolge ändert sich: Zwei fein gewürfelte Möhren (etwa 150 g) kommen zusammen mit der Zwiebel in die Pfanne und schwitzen 5–6 Minuten mit, bevor die Kritharaki dazukommen. Möhrenwürfel brauchen diesen Vorsprung, sonst bleiben sie bissfest, während die Pasta schon fertig ist. Der Geschmack wird milder und leicht süßlich – die Variante, die bei Kindern meist besser ankommt als die Pilzversion. Wer beides will, brät die Champignons wie im Grundrezept an, gibt die Möhren mit der Zwiebel dazu und rechnet 50 ml Brühe extra ein.
Weitere Variationen
- Vegetarisch mit Feta: 100 g zerbröckelter Feta zum Schluss, ein Teil untergehoben, der Rest obenauf. Für die Brühe eine Gemüsevariante nehmen, dann ist die ganze Pfanne vegetarisch. Bei Hartkäse als Alternative auf eine Sorte ohne tierisches Lab achten.
- Als Kritharaki-Risotto mit Pilzen: Brühe in drei Portionen zugeben und jedes Mal fast vollständig einkochen lassen, dabei durchgehend rühren. Kostet fünf Minuten mehr und ergibt eine deutlich dickere, risottoartige Bindung – besonders gut mit Kräuterseitlingen oder 10 g eingeweichten Steinpilzen samt Einweichwasser.
- Kalt als cremiger Kritharaki-Salat: Nudeln ausgebreitet auskühlen lassen, dann mit Tomaten, Gurke, Oliven und Feta mischen. Ein Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft, Oregano und einem Löffel Joghurt hält den Salat cremig, statt dass er im Kühlschrank trocken wird.
- Mehr Eiweiß: 100 g rote Linsen mitköcheln (dann 150 ml Brühe zusätzlich) oder eine abgetropfte Dose Kichererbsen in den letzten Minuten unterheben.
- Vollkorn: Vollkorn-Kritharaki brauchen ein bis zwei Minuten länger und etwas mehr Flüssigkeit, liefern dafür spürbar mehr Ballaststoffe.
Nährwerte, Reste und Aufwärmen
Eine Portion Kritharaki mit Champignons und Erbsen kommt aus den obigen Mengen auf grob gerechnet 340 kcal und rund 12 g Eiweiß; mit 25 g Feta pro Teller sind es etwa 410 kcal. Reste halten abgedeckt 2–3 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen einen Schluck Brühe oder Wasser zugeben und langsam erhitzen, weil die Nudeln über Nacht nachquellen und sonst zusammenpappen. Einfrieren lohnt sich nicht – die Textur leidet stärker als bei normaler Pasta.
Häufige Fragen
Werden Kritharaki mit Champignons ohne Sahne cremig?
Ja. Die Orzo-Nudeln garen direkt in der Brühe und geben dabei Stärke ab, die die Flüssigkeit bindet. Häufiges Rühren, offenes Köcheln und 2–3 Minuten Ruhezeit reichen für die samtige Konsistenz.
Wie viel Brühe brauchen 250 g Kritharaki?
Rund 700–750 ml heiße Gemüsebrühe, also etwa die dreifache Menge der trockenen Pasta. Wird die Pfanne zu trocken, gießt du einfach einen Schuss nach.
Kann ich statt Champignons Möhren nehmen?
Ja. Zwei fein gewürfelte Möhren mit der Zwiebel 5–6 Minuten anschwitzen, damit sie weich werden. So entsteht eine mildere Pfanne mit Kritharaki, Erbsen und Möhren – beides zusammen geht auch.
Ist die Kritharaki-Pfanne mit Feta vegetarisch?
Mit Gemüsebrühe und Feta ja. Bei Hartkäse wie Parmesan lohnt der Blick auf die Zutatenliste, denn klassischer Parmesan enthält tierisches Lab.
Lässt sich daraus ein cremiger Kritharaki-Salat machen?
Ja. Die Nudeln ausgebreitet auskühlen lassen und mit Tomaten, Gurke, Oliven und Feta mischen. Ein Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft und einem Löffel Joghurt hält den Salat cremig.


